• Sorge, Existenz und Ethos – Beiträge Heideggers zur Lebenskunst
    with Eike Brock, Günter Gödde, Jörg Zirfas, and Franziska Remeika
    Dieser Text fungiert als Einleitung in den Band Heidegger und die Lebenskunst. Zwischen Existenzdenken und Gelassenheit. Zugleich ist er aber auch eine noch allgemeinere Einleitung in das Thema ‚Lebenskunst bei Heidegger‘, indem er das Feld vermisst, auf dem Heidegger mal mehr und mal weniger deutliche, stets aber Ertrag versprechende Beiträge zur Lebenskunst geleistet hat. Der Band Heidegger und die Lebenskunst kann daher als möglicher Auftakt einer neuen Erschließungsweise von Heideggers Werk …Read more
  • In Sein und Zeit rückt Heidegger einen durchaus neuen Gesichtspunkt in den Fokus existenzphilosophischer Betrachtungen: die hermeneutische Dimension unseres Daseins. „Hermeneutisch“ meint hier nicht den programmatischen Anspruch von Sein und Zeit, die Strukturmomente individueller Existenz auszuleuchten, oder gar die klassische Auslegungskunst, sondern vielmehr den Umstand, dass wir in unserem Dasein immerzu dem Zwang ausgesetzt sind, uns selbst auszulegen. Diesen Gesichtspunkt versucht Heidegge…Read more
  • Hat Heidegger etwas zur Lebenskunst zu sagen? Die Frage, wie man mit Heidegger über die Kunst (gut) zu leben nachdenken kann, wird in diesem Aufsatz in drei Schritten diskutiert: Erstens wird dargestellt, wie Heidegger die Seins- und Selbstbezogenheit des Menschen versteht, und dabei die These vertreten, dass die Daseinsanalyse in Sein und Zeit durchaus als Entwurf einer ‚Seinskunst‘ verstanden werden kann. Zweitens wird auf dieser Grundlage erläutert, wie die ‚Konversion‘ von der Uneigentlichke…Read more
  • In diesem Beitrag möchte ich die These vertreten, dass sich in Heideggers Denken eine Verschiebung von einer Selbst-Zentrierung hin zu einer Transzendierung des Selbst Ausdruck verleiht, die vom Pathos des Existenzphilosophen abrückt und die Konturen einer Lebenskunst durchscheinen lässt, die jedoch nicht zum Durchbruch gelangt. Diese These werde ich in drei Schritten entfalten. Zunächst werde ich die Haltung des existenzphilosophischen Pathos des eigentlichen Selbstseinkönnens anhand von Heideg…Read more
  • Die Sorge. Grundlegendes Existenzial und alltägliche Praxis
    with Eike Brock, Günter Gödde, Jörg Zirfas, and Franziska Remeika
    Die Sorge im Sinne Heideggers ist zweifach bestimmt, als ein Existenzial, das auf die Grundstruktur des Daseins zielt, und als ein Phänomen der Alltagspraxis, das in der Selbst-, der Für- und der Weltsorge zum Ausdruck kommt. Als Existenzial des Daseins werden Geworfenheit, Entwurf und Verfallen bedeutsam, als Kategorie einer alltäglichen Praxis rücken die praktischen Entscheidungsmöglichkeiten in der Selbstsorge, das Besorgen des Zeugs in der Weltsorge und die Fürsorge für die Anderen in den Bl…Read more
  • Heidegger und die Lebenskunst – Eine Annäherung
    with Eike Brock, Günter Gödde, Jörg Zirfas, and Franziska Remeika
    Dieser Aufsatz führt ein in die Thematik ‚Heidegger und die Lebenskunst‘. Er stellt fest und begründet, warum Heidegger im Diskurs der Philosophie der Lebenskunst bis dato so gut wie keine Rolle gespielt hat, argumentiert jedoch dafür, dass dies ein Versäumnis ist. Tatsächlich bietet Heideggers Philosophie – und zwar, vielleicht überraschend, auch sein fundamentalontologischer Ansatz – reichlich Potenziale, um den Diskurs rund um die philosophische Lebenskunst zu bereichern. Erhellt wird, inwief…Read more
  • Die gegenwärtige ökologische Krise stellt nicht nur eine materielle Herausforderung dar, sondern offenbart auch grundlegende Spannungen im Verständnis von Natur und Technik. Martin Heideggers Analysen zum „Ge-Stell“ und zur modernen Weltbildkonzeption bieten einen Ansatzpunkt, um die philosophischen Voraussetzungen zu hinterfragen, die den Umgang mit der Umwelt bestimmen. Seine Kritik an der Verobjektivierung und Nutzbarmachung alles Seienden verdeutlicht, wie sich Natur in der technischen Moder…Read more
  • Wird Martin Heideggers Denken über die Technik häufig ein zivilisationskritischer, kulturkonservativer und anti-aufklärerischer Impetus zugeschrieben, führt dies schnell zu dem Verdikt, dass eine aus Heideggers Denken zu gewinnende ‚Lebenskunst‘ eher auf autoritäre, völkische Lebensformen verweist, die ihre Bestätigung in ‚Geschick‘ oder ‚Schicksal‘ einer alternativen Seinsgeschichte oder dem kontemplativen Denken abseits öffentlicher Diskurse sucht, und kaum etwas zu einem Verständnis von ‚komp…Read more
  • Die Frage nach der Orientierung im Handeln ist gewöhnlich Gegenstand der philosophischen Ethik. In seinem Brief über den Humanismus fragt Heidegger allerdings nach einer „ursprünglichen Ethik“. Die Frage nach dieser ursprünglichen Ethik ist die Frage nach dem ethos als dem Aufenthalt des Menschen. Das ethos bezeichnet hierbei keine Prinzipien, nach denen wir unser Handeln ausrichten, keine Überzeugungen, keine Regeln für ein ethisches bzw. gutes Leben, sondern einen Ort. Das ethos des Menschen i…Read more
  • Auf der Suche nach dem göttlichen Gott. Heidegger und die Religion
    with Eike Brock, Günter Gödde, Jörg Zirfas, and Franziska Remeika
    Dieser Aufsatz wendet sich Heideggers religiöser Herkunft zu und zeigt, inwiefern sein Studium der Theologie und sein christlicher Glaube seinen gesamten Denkweg geprägt haben. Er zeichnet kurz wesentliche Momente seiner frühen religiösen Prägung nach und erörtert dann, inwiefern sich Heideggers Denkweg vor diesem Hintergrund verstehen lässt. Dabei können neben seiner katholisch bestimmten Frühphase verschiedene Phasen voneinander unterschieden werden, in denen Heidegger jeweils in unterschiedli…Read more
  • Sein zum Tode – Leben mit dem Tod. Ein Holzweg Heideggers
    with Eike Brock, Günter Gödde, Jörg Zirfas, and Franziska Remeika
    Martin Heidegger hat in Sein und Zeit eine weithin faszinierende Analyse zum Tod geliefert. Sie hat stark zum Ruhm des Werkes und seines Autors beigetragen. Er war jedoch nach eigenem Bekunden auf dem ‚Holzweg‘ damit: Seine phänomenologische Daseinsanalyse, die die ‚Faktizität‘ der alltäglichen menschlichen Orientierung im Blick auf die Frage nach dem ‚Sinn von Sein‘ erschließen sollte, wurde zum einen zu seinem Unwillen als Existenzphilosophie missverstanden, die wie seine eigene Analyse stark …Read more
  • Heideggers Absicht in der Existentialanalytik ist es, eine Fundamentalontologie zu entwerfen. Warum lässt sich sein Werk trotzdem als die Grundlage einer Lebenskunst verstehen? Worin besteht das ethische Moment seines Denkens? Was versteht Heidegger unter Handeln und welche Auffassung hat er von Politik? Der Text versucht diese Fragen zu beantworten, indem er ethische und politische, also die Ebene rein ontologischer Reflexion überschreitende Momente im Denken Heideggers freilegt.
  • Im Beitrag über technogene Nähewird der Versuch unternommen, Heideggers Frage nach der Technik für die Psychotherapie anschlussfähig zu machen. In Rückbesinnung auf den altgriechischen Begriff téchneals Möglichkeit des Entbergens im Einklang mit dem Sein und im Kontrast zur modernen Technik, die als Gerätschaft, Denkweise oder Haltung v. a. auf Ausbeutung, Effizienz und Kontrolle abzielt, beschreibt Heidegger eine existenzielle Krisensituation, die auch das therapeutische Feld betrifft. In der T…Read more
  • Der Vergleich zwischen Heidegger und Kierkegaard lässt erkennen, dass sie sich in ihren wesentlichen Intentionen nahestehen. Kierkegaard hat in den 1840er Jahren eine Reihe von Ansätzen entwickelt, die für den frühen Heidegger und sein Hauptwerk Sein und Zeit (1927) grundlegend waren: die Kategorie des Einzelnen, die Auseinandersetzung mit der ästhetischen, ethischen und religiösen Existenzform, die Analyse negativer Stimmungen und Affekte wie Angst, Schwermut und Verzweiflung, die Realisierung …Read more
  • Die Beschäftigung mit Tod und Sterben hat in der abendländischen Philosophie und Lebenskunst eine lange Geschichte, die von Platon über Seneca und Montaigne bis in die Gegenwart zu Tugendhat und Jankélévitch reicht. Martin Heidegger macht vor diesem Hintergrund in seiner existentiellen Perspektive darauf aufmerksam, dass Menschen grundlose und zugleich zukünftige Wesen sind, die den Sinn und die Bedeutung ihres Lebens nur im Hinblick auf ihr eigenes Ende gewinnen können. Im Kontext einer Kritisc…Read more
  • Die Psychoanalyse spielte für Heidegger lange Zeit keine Rolle. Nach einem geistig-seelischen Zusammenbruch und einem Psychiatrieaufenthalt bei Viktor Emil v. Gebsattel kommt er erstmals mit Psychotherapie und der ihr zugrundeliegenden Anthropologie in Berührung. Im Austausch mit Medard Boss ergibt sich für Heidegger die Möglichkeit, den Kontakt mit der Psychotherapie zu vertiefen und sich zugleich einen neuen Wirkungskreis zu erschließen. In den gemeinsamen Zollikoner Seminaren sowie in Boss’ w…Read more
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    Metaphilosophische Positionen: Pragmatismus
    In Michael Lewin & Daniel Minkin (eds.), Handbuch Metaphilosophie, J. B. Metzler. pp. 1-12. 2025.
    Der Beitrag rekonstruiert die metaphilosophischen Grundzüge des klassischen amerikanischen Pragmatismus anhand der drei Hauptvertreter Peirce, James und Dewey. Im Mittelpunkt stehen vier Aspekte: erstens die Kontinuität von Philosophie und Lebenswelt, die den Pragmatismus als antifundamentalistische und erfahrungsgebundene Praxis ausweist; zweitens die Kritik an Abstraktionen und disziplinären Kompartmentalisierungen, die den funktionalen Charakter von Begriffen betont; drittens das Modell der e…Read more
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    Wie kaum ein anderer Philosoph des 20. Jahrhunderts hat Gabriel Marcel das Hoffen in den Mittelpunkt phänomenologischer wie metaphysischer Untersuchungen gestellt. Hoffnung ist für ihn kein bloßes Gefühl, sondern eine Haltung, die aktiv kultiviert werden und individuelle sowie kollektive Handlungen inspirieren kann. Marcel sieht Hoffnung als ein Mysterium, das Menschen befähigt, Unsicherheiten zu meistern und Veränderungen zu gestalten – jenseits rationaler Begründungen. Seine Perspektive eröffn…Read more
  •  134
    Der vorliegende Beitrag untersucht Rortys Konzept der Kontingenz, Ironie und Solidarität als Grundlage einer kritischen Lebenskunst. Dabei wird die liberale Ironikerin als Modell individueller Selbstgestaltung vorgestellt, deren Weltanschauung durch sprachliche Kontingenz, skeptischen Zweifel und den Verzicht auf objektive Wahrheiten geprägt ist. Rorty betont die Bedeutung kultureller Narrative und kreativer Sprachspiele für gesellschaftlichen Wandel und moralisches Handeln. Trotz seines Fokus a…Read more
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    Die Psychoanalyse spielte für Heidegger lange Zeit keine Rolle. Nach einem geistig-seelischen Zusammenbruch und einem Psychiatrieaufenthalt bei Viktor Emil v. Gebsattel kommt er erstmals mit Psychotherapie und der ihr zugrundeliegenden Anthropologie in Berührung. Im Austausch mit Medard Boss ergibt sich für Heidegger die Möglichkeit, den Kontakt mit der Psychotherapie zu vertiefen und sich zugleich einen neuen Wirkungskreis zu erschließen. In den gemeinsamen Zollikoner Seminaren sowie in Boss’ w…Read more
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    Dieser Text fungiert als Einleitung in den Band Heidegger und die Lebenskunst. Zwischen Existenzdenken und Gelassenheit. Zugleich ist er aber auch eine noch allgemeinere Einleitung in das Thema ‚Lebenskunst bei Heidegger‘, indem er das Feld vermisst, auf dem Heidegger mal mehr und mal weniger deutliche, stets aber Ertrag versprechende Beiträge zur Lebenskunst geleistet hat. Der Band Heidegger und die Lebenskunst kann daher als möglicher Auftakt einer neuen Erschließungsweise von Heideggers Werk …Read more
  •  13
    Die gegenwärtige ökologische Krise stellt nicht nur eine materielle Herausforderung dar, sondern offenbart auch grundlegende Spannungen im Verständnis von Natur und Technik. Martin Heideggers Analysen zum „Ge-Stell“ und zur modernen Weltbildkonzeption bieten einen Ansatzpunkt, um die philosophischen Voraussetzungen zu hinterfragen, die den Umgang mit der Umwelt bestimmen. Seine Kritik an der Verobjektivierung und Nutzbarmachung alles Seienden verdeutlicht, wie sich Natur in der technischen Moder…Read more
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    Die Frage nach einem Beitrag der Philosophie zu einem gelingenden Leben nimmt eine zentrale Rolle in Heideggers Denken ein. Dies ist bis heute nur wenig bedacht worden. Heideggers Beitrag zu einer Philosophie der Lebenskunst wird besonders deutlich in den gemeinsam mit Medard Boss abgehaltenen Zollikoner Seminaren, in denen durch die Aufhebung einer strikten Trennung von Pathologie und existenzieller Not Psychotherapie und Lebenskunst enger zusammenrücken. Mit dem Konzept der Sorge bereitet Heid…Read more
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    5. Whitehead’s Biological Turn
    In Brian G. Henning & Joseph Petek (eds.), Whitehead at Harvard, 1924–1925, Edinburgh University Press. pp. 100-116. 2020.
  •  11
    Personenindex
    In Christoph Kann & Dennis Sölch (eds.), Whitehead Und Russell: Perspektiven, Konvergenzen, Dissonanzen, Verlag Karl Alber. pp. 329-332. 2021.
  •  11
    Siglenverzeichnis
    In Christoph Kann & Dennis Sölch (eds.), Whitehead Und Russell: Perspektiven, Konvergenzen, Dissonanzen, Verlag Karl Alber. pp. 7-8. 2021.
  •  16
    Adventures of Ideas (1933)
    In Tina Röck & Michael Schramm (eds.), Whitehead-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, Metzler Verlag. pp. 107-114. 2025.
    Das 1933 erstmals veröffentlichte Buch Abenteuer der Ideen stellt das zweitumfangreichste Werk aus Whiteheads später Schaffensphase dar. Die einzelnen Teile und Kapitel des Buches gehen auf unterschiedliche Vorträge und Vorlesungen zurück, die zwischen Ende 1929 und März 1932 gehalten wurden und zumeist nicht vorab als Einzelpublikationen erschienen waren. Der Charakter einer nachträglichen Kompilation ist Abenteuer der Ideen, anders als früheren Monographien, stellenweise deutlich anzumerken. A…Read more
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    Whitehead and Biology – A Reply to Philippe Gagnon
    In Joseph Petek & Brian G. Henning (eds.), Whitehead at Harvard, 1925-1927, Edinburgh University Press. pp. 55-72. 2025.