Uwe Meixners Essay stellt in gedrängter Form die Hauptgedanken seines 1997 publizierten großen systematischen Entwurfes “Ereignis und Substanz” vor, der neben einer Ontologie im engeren Sinn auch eine Bewusstseinstheorie, eine philosophische Gotteslehre und eine Theodizee beinhaltet. Im vorliegenden Beitrag erläutert er seinen Begriff von Substanz, der eng mit seiner Sicht von Kausalität zusammenhängt und vertritt dabei den radikalen Standpunkt, dass Ereigniskausalität auf Agenskausalität, die v…
Read moreUwe Meixners Essay stellt in gedrängter Form die Hauptgedanken seines 1997 publizierten großen systematischen Entwurfes “Ereignis und Substanz” vor, der neben einer Ontologie im engeren Sinn auch eine Bewusstseinstheorie, eine philosophische Gotteslehre und eine Theodizee beinhaltet. Im vorliegenden Beitrag erläutert er seinen Begriff von Substanz, der eng mit seiner Sicht von Kausalität zusammenhängt und vertritt dabei den radikalen Standpunkt, dass Ereigniskausalität auf Agenskausalität, die von transzendenten Substanzen als Realisationssubjekten getragen werde, reduziert werden könne. Dieser monadische Ansatz wird dann zu einem “eingeschränkten metaphysischen Pluralismus” weiterentwickelt, dessen zentrale These darin besteht, dass das Wirklichmachen – in Meixners Worten die “Realitätsmitteilung an die Welt” – bei einer einzigen Zentralsubstanz liege. Eine Idee, die vor allem aus der Perspektive der modernen japanischen und der chinesischen Philosophie auf Interesse gestoßen ist.