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Gregor Schiemann

University of Wuppertal
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  • University of Wuppertal
    Philosophisches Seminar
    Professor
Technische Hochschule Darmstadt
PhD, 1995
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  • All publications (176)
  •  655
    Ein letzter Gigant der Wissenschaft
    Physik Journal 2021 (10): 29-34. 2021.
    Hermann von Helmholtz hat als Naturforscher sowohl die Physik als auch die Physiologie um eine beeindruckende Anzahl grundlegender Erkenntnisse bereichert, ihr heutiges Selbstverständnis entscheidend mitgeprägt, ihre Verfahren auf neue Gegenstandsbereiche angewendet und war führend an ihrem institutionellen Ausbau zu Laborwissenschaften beteiligt.
    Continental Philosophy of ScienceNeo-KantianismPhilosophy of Science, General WorksHistory of Physic…Read more
    Continental Philosophy of ScienceNeo-KantianismPhilosophy of Science, General WorksHistory of PhysicsScientific ProgressHistory of Biology
  •  35
    Tausendfaltige Naturen. Zur Vielgestaltigkeit der Naturdeutungen in Novalis' "Die Lehrlinge zu Sais"
    In Klaus Feldmann & Nils Höppner (eds.), Wie über Natur reden? Philosophische Zugänge zum Naturverständnis im 21. Jahrhundert, Verlag Karl Alber. pp. 91-106. 2020.
    Philosophical TraditionsPhilosophy, MiscellaneousPhilosophy of Physics, Miscellaneous
  • Sinnlich beginnt die Wissenschaft. Rezension von: David Cahan, Helmholtz: A Life in Science (review)
    German Studies Review 42 (3): 592-595. 2019.
    Philosophy of Physics, MiscellaneousPhilosophy of Biology, MiscellaneousPhilosophy of Physical Scien…Read more
    Philosophy of Physics, MiscellaneousPhilosophy of Biology, MiscellaneousPhilosophy of Physical Science, Miscellaneous19th Century German Philosophy, MiscPhilosophy of Science, Misc
  •  2
    Das kommende Nichts
    Information Philosophie 1 18-28. 2021.
    Die Phänomene des kommenden Nichts haben Prozesse zum Gegenstand, die darauf hinauslaufen, menschliches Leben oder seine herkömmlichen Grundlagen zu vernichten. An ihrem Ende wird das Nichts zu einer beherrschenden Realität. Diese auf die Zukunft bezogene Dynamik soll, sofern sie sich schon voraussagen lässt, zudem den Charakter der Unvermeidlichkeit haben, d.h. die ins Nichts führenden Prozesse sollen sich durch keine heute schon als realistisch angenommene Verfahren verhindern lassen. Die von…Read more
    Die Phänomene des kommenden Nichts haben Prozesse zum Gegenstand, die darauf hinauslaufen, menschliches Leben oder seine herkömmlichen Grundlagen zu vernichten. An ihrem Ende wird das Nichts zu einer beherrschenden Realität. Diese auf die Zukunft bezogene Dynamik soll, sofern sie sich schon voraussagen lässt, zudem den Charakter der Unvermeidlichkeit haben, d.h. die ins Nichts führenden Prozesse sollen sich durch keine heute schon als realistisch angenommene Verfahren verhindern lassen. Die von mir diskutierten Phänomene des kommenden Nichts lassen sich den zwei Wirklichkeitsbereichen der Lebenswelt und der Wissenschaft zuordnen. Lebenswelt und Wissenschaft bilden fundamentale Dimensionen der menschlichen Wirklichkeit. Die Lebenswelt stellt eine elementare Form des Erlebens von Wirklichkeit dar, die sich weit in die Vergangenheit zurückverfolgen lässt. Wissenschaft bildet die führende Form der Erkenntnis und Veränderung von Wirklichkeit in der Moderne. Bei den Phänomenen des kommenden Nichts der Wissenschaft handelt es sich um die Leere des Universums und die Sinnleere in einer entzauberten wissenschaftlichen Welt. Zu diesen Phänomenen weisen die lebensweltlichen Phänomene des kommenden Nichts einige Analogien auf. Als Erscheinungen des kommenden Nichts in der Lebenswelt fasse ich den Tod und die innere Leere der Langeweile auf. Die von der Kosmologie beschriebene kommende Leere ist auch als Sterbeprozess des Universums bezeichnet worden, so dass die Analogie zum menschlichen Tod offensichtlich ist. Mit dem Entzauberungsprozess verliert die wissenschaftliche Erkenntnis weniger für Ihre Akteur*innen als vielmehr für das Publikum zunehmend die Faszination und den Reiz des Wunderbaren, womit auch die Wissenschaft in die Gegenstände der lebensweltlichen Langeweile einrücken kann.
    Philosophy of Technology, MiscScientific Change, MiscPhilosophy of Cosmology
  •  62
    Gegenwärtige Strömungen der Naturphilosophie
    In Thomas Kirchhoff, Nicole Christine Karafyllis, Dirk Evers, Brigitte Falkenburg, Myriam Gerhard, Gerald Hartung, Jürgen Hübner, Kristian Köchy, Ulrich Krohs, Thomas Potthast, Otto Schäfer, Gregor Schiemann, Magnus Schlette, Reinhard Schulz & Frank Vogelsang (eds.), Naturphilosophie. Ein Lehr- und Studienbuch, Mohr Siebeck / Utb. pp. 73-81. 2017.
  • Hermann von Helmholtz - Leben und Werk
    In Gregor Schiemann, Michael Heidelberger & Helmut Pulte (eds.), Hermann von Helmholtz, Philosophische und populärwissenschaftliche Schriften. 3 Bände., Meiner. 2017.
  •  92
    Grenzen der Technisierung der Lebenswelt
    Technisierte Welt, Technisierter Mensch? Zeitschrift Für Sozialmanagement 2018 (1): 25-40. 2018.
    Vier Entwicklungtendenzen des Verhältnisses von Natur und Technik betreffen industrielle Gesellschafen als Ganzes: 1. der zunehmende Naturferne Technik, 2. zunehmende Naturnähe der Technik, 3. vermehrte Hybridzustände von Natur und Technik und 4. zunehmende Eindringtiefe der Technik in die Natur. Vor dem Hintergrund dieser teils gegenläufigen Tendenzen kann von Grenzen der Technisierung in industriellen Gesellschaften nicht im Allgemeinen, sondern nur in Bezug auf besondere Kontexte gesprochen w…Read more
    Vier Entwicklungtendenzen des Verhältnisses von Natur und Technik betreffen industrielle Gesellschafen als Ganzes: 1. der zunehmende Naturferne Technik, 2. zunehmende Naturnähe der Technik, 3. vermehrte Hybridzustände von Natur und Technik und 4. zunehmende Eindringtiefe der Technik in die Natur. Vor dem Hintergrund dieser teils gegenläufigen Tendenzen kann von Grenzen der Technisierung in industriellen Gesellschaften nicht im Allgemeinen, sondern nur in Bezug auf besondere Kontexte gesprochen werden. Zu ihnen gehört die Lebenswelt als ein nichtprofessioneller der und privater Erfahrungsbereich, es immer noch erlaubt, kulturwirksam zwischen Natur und Technik zu unterscheiden. Zwei Beispiele werden diskutier: Die Wahrnehmung des Leibes, der sich als das lebensweltliche Zentrum das Natur erweist, sensibel auf Technisierungen reagiert, und der die Grenzen der Technisierung Reproduktion. Abschließend werden Gründe dafür angeführt, warum die Lebenswelt gegenüber Technisierungen, deren bevorzugtes Objekt sie ist, bisher in erstaunlicher Distanz geblieben ist.
    Philosophy of Technology, MiscTheories and Models, MiscHusserl: LifeworldArtifactsHistory of Science…Read more
    Philosophy of Technology, MiscTheories and Models, MiscHusserl: LifeworldArtifactsHistory of Science and TechnologyThe Body, MiscScientific Practice, Misc
  •  39
    Old and New Mechanistic Ontologies
    In Brigitte Falkenburg & Gregor Schiemann (eds.), Mechanistic Explanations in Physics and Beyond, Springer Verlag. pp. 33-46. 2019.
    The concept of mechanistic philosophy dates back to the beginning of the early modern period. Among the commonalities that some of the conceptions of the main contemporary representatives share with those of the leading early modern exponents is their ontological classification: as regards their basic concepts, both contemporary and early modern versions of mechanism can be divided into monist and dualist types. Christiaan Huygens’ early modern mechanistic explanation of non- material forces and…Read more
    The concept of mechanistic philosophy dates back to the beginning of the early modern period. Among the commonalities that some of the conceptions of the main contemporary representatives share with those of the leading early modern exponents is their ontological classification: as regards their basic concepts, both contemporary and early modern versions of mechanism can be divided into monist and dualist types. Christiaan Huygens’ early modern mechanistic explanation of non- material forces and Stuart S. Glennan’s contemporary conception of mechanism will serve as examples of monism. As examples of dualism, I will discuss Isaac Newton’s early modern mechanistic philosophy of nature and the contemporary conception of mechanism proposed by Peter Machamer, Lindley Darden, and Carl F. Craver. With the ontological commonalities are associated further characteristic features of the respective types that concern, among other things, the respective understandings of fundamental theories and evaluations of scientific practice. The ontological continuity Of the types does not play any role in contemporary discussions of the history of mechanistic philosophy. On my assessment the distinction between monism and dualism remains an unsolved problem and its persistence is an indication that this distinction is a fundamental one.
    Ontology, MiscClassical MechanicsHistory of Western Philosophy, MiscIsaac NewtonHistory of ScienceDu…Read more
    Ontology, MiscClassical MechanicsHistory of Western Philosophy, MiscIsaac NewtonHistory of ScienceDualism, Misc
  •  1
    Phänomenologische Todesbegriffe
    In Inga Römer & Alexander Schnell (eds.), Phänomenologie und Metaphysik, Meiner. pp. 289-306. 2019.
    This article discusses the content of life-world experience in Heidegger’s and Husserl’s respective concepts of death. The modern scientification of the life-world has restricted this content, but has not been able to prevent the concepts from continuing to justify the autonomy of the life-worldly experience of death. However, a phenomenological understanding of death can only be achieved if its essential naturalness is taken into account, for which metaphysics could serve phenomenology as a po…Read more
    This article discusses the content of life-world experience in Heidegger’s and Husserl’s respective concepts of death. The modern scientification of the life-world has restricted this content, but has not been able to prevent the concepts from continuing to justify the autonomy of the life-worldly experience of death. However, a phenomenological understanding of death can only be achieved if its essential naturalness is taken into account, for which metaphysics could serve phenomenology as a point of departure.
    Husserl: LifeworldHusserl and HeideggerMartin HeideggerDeath and Dying, MiscImmortalityConsciousness…Read more
    Husserl: LifeworldHusserl and HeideggerMartin HeideggerDeath and Dying, MiscImmortalityConsciousness, Sleep, and DreamingHusserl: Transcendental and Phenomenological ReductionEpistemologyDefining DeathHusserl: Phenomenology, Misc
  •  1372
    The Transparency of Disenchantment
    Chiasma: A Site for Thought 6 (1): 149-174. 2020.
    Philosophy, MiscellaneousSociologyPhilosophy of Religion, MiscellaneousPhilosophy of Sociology
  •  19
    The Coming Emptiness: On the Meaning of the Emptiness of the Universe in Natural Philosophy
    In Gordana Dodig-Crnkovic & Marcin J. Schroeder (eds.), Contemporary Natural Philosophy and Philosophies - Part 1, Mdpi. 2019.
    The cosmological relevance of emptiness—that is, space without bodies—is not yet sufficiently appreciated in natural philosophy. This paper addresses two aspects of cosmic emptiness from the perspective of natural philosophy: the distances to the stars in the closer cosmic environment and the expansion of space as a result of the accelerated expansion of the universe. Both aspects will be discussed from both a historical and a systematic perspective. Emptiness can be interpreted as “coming” in a…Read more
    The cosmological relevance of emptiness—that is, space without bodies—is not yet sufficiently appreciated in natural philosophy. This paper addresses two aspects of cosmic emptiness from the perspective of natural philosophy: the distances to the stars in the closer cosmic environment and the expansion of space as a result of the accelerated expansion of the universe. Both aspects will be discussed from both a historical and a systematic perspective. Emptiness can be interpreted as “coming” in a two-fold sense: whereas in the past, knowledge of emptiness, as it were, came to human beings, in the future, it is coming, insofar as its relevance in the cosmos will increase. The longer and more closely emptiness was studied since the beginning of modernity, the larger became the spaces over which it was found to extend. From a systematic perspective, I will show with regard to the closer cosmic environment that the Earth may be separated from the perhaps habitable planets of other stars by an emptiness that is inimical to life and cannot be traversed by humans. This assumption is a result of the discussion of the constraints and possibilities of interstellar space travel as defined by the known natural laws and technical means. With the accelerated expansion of the universe, the distances to other galaxies are increasing. According to the current standard model of cosmology and assuming that the acceleration will remain constant, in the distant future, this expansion will lead first to a substantial change in the epistemic conditions of cosmological knowledge and finally to the completion of the cosmic emptiness and of its relevance, respectively. Imagining the postulated completely empty last state leads human thought to the very limits of what is conceivable.
  •  800
    Introduction: The Empirical and the Formal - Tensions in Scientific Knowledge
    with Friedrich Steinle
    Centaurus 50 (3): 211-213. 2008.
    History of Science, Misc17th/18th Century PhilosophyThomas KuhnPhilosophy of Mathematics, MiscGenera…Read more
    History of Science, Misc17th/18th Century PhilosophyThomas KuhnPhilosophy of Mathematics, MiscGeneral Philosophy of Science, Miscellaneous19th Century Philosophy of MathematicsPhilosophy of Physical Science, MiscellaneousElectromagnetismPhilosophy of Physics, MiscHistory of Physics
  •  825
    The Significance of the Hypothetical in Natural Science (edited book)
    with Michael Heidelberger
    De Gruyter. 2009.
    How was the hypothetical character of theories of experience thought about throughout the history of science? The essays cover periods from the middle ages to the 19th and 20th centuries. It is fascinating to see how natural scientists and philosophers were increasingly forced to realize that a natural science without hypotheses is not possible.
    20th Century PhilosophyHistory of Western Philosophy, MiscHypothetico-Deductive MethodScientific Rea…Read more
    20th Century PhilosophyHistory of Western Philosophy, MiscHypothetico-Deductive MethodScientific Realism, MiscScientific Change, Misc
  •  1110
    Science Transformed?: Debating Claims of an Epochal Break (edited book)
    with Alfred Nordmann and Hans Radder
    University of Pittsburgh Press. 2011.
    Advancements in computing, instrumentation, robotics, digital imaging, and simulation modeling have changed science into a technology-driven institution. Government, industry, and society increasingly exert their influence over science, raising questions of values and objectivity. These and other profound changes have led many to speculate that we are in the midst of an epochal break in scientific history. This edited volume presents an in-depth examination of these issues from philosophical, h…Read more
    Advancements in computing, instrumentation, robotics, digital imaging, and simulation modeling have changed science into a technology-driven institution. Government, industry, and society increasingly exert their influence over science, raising questions of values and objectivity. These and other profound changes have led many to speculate that we are in the midst of an epochal break in scientific history. This edited volume presents an in-depth examination of these issues from philosophical, historical, social, and cultural perspectives. It offers arguments both for and against the epochal break thesis in light of historical antecedents. Contributors discuss topics such as: science as a continuing epistemological enterprise; the decline of the individual scientist and the rise of communities; the intertwining of scientific and technological needs; links to prior practices and ways of thinking; the alleged divide between mode-1 and mode-2 research methods; the commodification of university science; and the shift from the scientific to a technological enterprise. Additionally, they examine the epochal break thesis using specific examples, including the transition from laboratory to real world experiments; the increased reliance on computer imaging; how analog and digital technologies condition behaviors that shape the object and beholder; the cultural significance of humanoid robots; the erosion of scientific quality in experimentation; and the effect of computers on prediction at the expense of explanation. Whether these events represent a historic break in scientific theory, practice, and methodology is disputed. What they do offer is an important occasion for philosophical analysis of the epistemic, institutional and moral questions affecting current and future scientific pursuits.
    Scientific RevolutionsScientific ProgressGeneral Philosophy of Science, MiscPhilosophy of Science, M…Read more
    Scientific RevolutionsScientific ProgressGeneral Philosophy of Science, MiscPhilosophy of Science, MiscellaneousPhilosophy of Technology, MiscComputer ScienceTechnology Ethics, MiscHistory of Science, MiscScientific Practice, MiscEpistemology
  •  171
    Mechanistic Explanations in Physics and Beyond (edited book)
    with Brigitte Falkenburg
    Springer Verlag. 2019.
    This volume offers a broad, philosophical discussion on mechanical explanations. Coverage ranges from historical approaches and general questions to physics and higher-level sciences . The contributors also consider the topics of complexity, emergence, and reduction. Mechanistic explanations detail how certain properties of a whole stem from the causal activities of its parts. This kind of explanation is in particular employed in explanatory models of the behavior of complex systems. Often used …Read more
    This volume offers a broad, philosophical discussion on mechanical explanations. Coverage ranges from historical approaches and general questions to physics and higher-level sciences . The contributors also consider the topics of complexity, emergence, and reduction. Mechanistic explanations detail how certain properties of a whole stem from the causal activities of its parts. This kind of explanation is in particular employed in explanatory models of the behavior of complex systems. Often used in biology and neuroscience, mechanistic explanation models have been often overlooked in the philosophy of physics. The authors correct this surprising neglect. They trace these models back to their origins in physics. The papers present a comprehensive historical, methodological, and problem-oriented investigation. The contributors also investigate the conditions for using models of mechanistic explanations in physics. The last papers make the bridge from physics to economics, the theory of complex systems and computer science . This book will appeal to graduate students and researchers with an interest in the philosophy of science, scientific explanation, complex systems, models of explanation in physics higher level sciences, and causal mechanisms in science.
    ComplexityCausal Accounts of ExplanationEmergenceEmergence in Physical ScienceHistory of PhysicsPhil…Read more
    ComplexityCausal Accounts of ExplanationEmergenceEmergence in Physical ScienceHistory of PhysicsPhilosophy of EconomicsPhilosophy of BiologyNature of Science, MiscPhilosophy of Physical Science, MiscellaneousClassical MechanicsParticle PhysicsExplanation in Neuroscience
  •  125
    100 Jahre danach: Zum Stand der Dinge in Sachen Hermann von Helmholtz (Rezension von: D. Cahan (Hg.), Hermann von Helmholtz and the Foundations of Nineteenth-Century Science. Berkeley/Los Angeles/London 1994, und L. Krüger (Hg.), Universalgenie Helmholtz. Rückblick nach 100 Jahren. Berlin 1994)
    Journal for General Philosophy of Science / Zeitschrift für Allgemeine Wissenschaftstheorie 30 (1): 179-185. 1999.
    Aspects of ConsciousnessUnconscious Processes, Misc
  •  281
    Jenseits der Naturverhältnisse: Natur ohne Menschen
    In Thomas Kirchhoff, Nicole Christine Karafyllis, Dirk Evers, Brigitte Falkenburg, Myriam Gerhard, Gerald Hartung, Jürgen Hübner, Kristian Köchy, Ulrich Krohs, Thomas Potthast, Otto Schäfer, Gregor Schiemann, Magnus Schlette, Reinhard Schulz & Frank Vogelsang (eds.), Naturphilosophie. Ein Lehr- und Studienbuch, Mohr Siebeck / Utb. 2017.
    Nature
  •  124
    The Coming Emptiness: On the Meaning of the Emptiness of the Universe in Natural Philosophy
    Philosophies 4 (1). 2019.
    The cosmological relevance of emptiness—that is, space without bodies—is not yet sufficiently appreciated in natural philosophy. This paper addresses two aspects of cosmic emptiness from the perspective of natural philosophy: the distances to the stars in the closer cosmic environment and the expansion of space as a result of the accelerated expansion of the universe. Both aspects will be discussed from both a historical and a systematic perspective. Emptiness can be interpreted as “coming” in a…Read more
    The cosmological relevance of emptiness—that is, space without bodies—is not yet sufficiently appreciated in natural philosophy. This paper addresses two aspects of cosmic emptiness from the perspective of natural philosophy: the distances to the stars in the closer cosmic environment and the expansion of space as a result of the accelerated expansion of the universe. Both aspects will be discussed from both a historical and a systematic perspective. Emptiness can be interpreted as “coming” in a two-fold sense: whereas in the past, knowledge of emptiness, as it were, came to human beings, in the future, it is coming, insofar as its relevance in the cosmos will increase. The longer and more closely emptiness was studied since the beginning of modernity, the larger became the spaces over which it was found to extend. From a systematic perspective, I will show with regard to the closer cosmic environment that the Earth may be separated from the perhaps habitable planets of other stars by an emptiness that is inimical to life and cannot be traversed by humans. This assumption is a result of the discussion of the constraints and possibilities of interstellar space travel as defined by the known natural laws and technical means. With the accelerated expansion of the universe, the distances to other galaxies (outside of the so-called Local Group) are increasing. According to the current standard model of cosmology and assuming that the acceleration will remain constant, in the distant future, this expansion will lead first to a substantial change in the epistemic conditions of cosmological knowledge and finally to the completion of the cosmic emptiness and of its relevance, respectively. Imagining the postulated completely empty last state leads human thought to the very limits of what is conceivable.
    Prediction in ScienceOrigin of the Universe
  •  1088
    Levels of the world. Limits and extensions of Nicolai hartmann’s and Werner heisenberg’s conceptions of levels
    HORIZON. Studies in Phenomenology 8 (1): 103-122. 2019.
    The conception that the world can be represented as a system of levels of being can be traced back to the beginnings of European philosophy and has lost little of its plausibility in the meantime. One of the important modern conceptions of levels was developed by Nicolai Hartmann. It exhibits remarkable similarities and contrasts with the classification of the real developed by Werner Heisenberg in his paper Ordnung der Wirklichkeit (Order of Reality). In my contribution I will introduce these t…Read more
    The conception that the world can be represented as a system of levels of being can be traced back to the beginnings of European philosophy and has lost little of its plausibility in the meantime. One of the important modern conceptions of levels was developed by Nicolai Hartmann. It exhibits remarkable similarities and contrasts with the classification of the real developed by Werner Heisenberg in his paper Ordnung der Wirklichkeit (Order of Reality). In my contribution I will introduce these two conceptions of levels and compare their salient features. I will discuss them as variants of a scientific worldview that attempts to forge a link to the perspective of the lifeworld. Then I will go on to argue that the shortcomings of these conceptions can be remedied by extending them with the level of the very small and that of the very large. The introduction of these ontologically fundamental levels is based on scientific knowledge that for the most part eludes he intuitively representable character of lifeworld experience. Historical changes in science and the lifeworld could lead to the notion that reality can be represented as a system of levels being challenged in future.
    Continental Philosophy20th Century PhilosophyMetaphysical Levels, MiscHistory of Western Philosophy,…Read more
    Continental Philosophy20th Century PhilosophyMetaphysical Levels, MiscHistory of Western Philosophy, MiscHistory of PhysicsPhilosophy of Physics, MiscGerman PhilosophyOntological CategoriesScientific RealismOntology, Misc
  •  648
    Introduction: The Significance of the Hypothetical in Natural Science
    with Michael Heidelberger
    In Michael Heidelberger & Gregor Schiemann (eds.), The Significance of the Hypothetical in Natural Science, De Gruyter. pp. 1-6. 2009.
    Scientific Realism, Misc20th Century PhilosophyHistory of Western Philosophy, MiscScientific Change,…Read more
    Scientific Realism, Misc20th Century PhilosophyHistory of Western Philosophy, MiscScientific Change, MiscHypothetico-Deductive MethodNatural Sciences
  •  235
    Preface to Naturalness, Hierarchy, and Fine-Tuning.
    with Joshua Rosaler, Robert Harlander, and Miguel Ángel Carretero Sahuquillo
    Foundations of Physics 49 (9): 855-859. 2019.
    The requirement of naturalness has long served as an influential constraint on model-building in theoretical particle physics. Yet there are many ways of understanding what, precisely, this requirement amounts to, from restrictions on the amount of fine-tuning that a model can exhibit, to prohibitions on sensitive dependence between physics at different scales, to the requirement that dimensionless parameters defining the Lagrangian of a theory all be of order one unless they are protected by a …Read more
    The requirement of naturalness has long served as an influential constraint on model-building in theoretical particle physics. Yet there are many ways of understanding what, precisely, this requirement amounts to, from restrictions on the amount of fine-tuning that a model can exhibit, to prohibitions on sensitive dependence between physics at different scales, to the requirement that dimensionless parameters defining the Lagrangian of a theory all be of order one unless they are protected by a symmetry. This workshop aims to clarify the relationships among these concepts of naturalness and their connection to the hierarchy problem, as well as to assess arguments for and against imposing various forms of naturalness as a requirement on particle physics model-building.
    Quantum GravitySpace and Time, MiscPhilosophy of Physical Science, MiscQuantum Field TheorySymmetry …Read more
    Quantum GravitySpace and Time, MiscPhilosophy of Physical Science, MiscQuantum Field TheorySymmetry in PhysicsGeneral RelativityParticle PhysicsPhilosophy of Physics, MiscFine-Tuning in Cosmology
  • Quellen und Grenzen lebensweltlicher Vorstellungen vom Tod
    In Jassen Andreev, Emil Lensky & Paula Angelova (eds.), Das Interpretative Universum, Konigshausen & Neumann. pp. 415-439. 2017.
    Als erstes charakterisiere ich den historischen Wandel, der den modernen lebensweltlichen Verständnisweisen des Todes vorausliegt - und zwar im Hinblick auf die Rolle der Wissenschaften in diesem Prozess (Abschnitt 1). Insofern Verdrängung und Bewusstsein des Todes als Ent­wicklungstendenzen heute einander gegenüberstehen, resultiert für die Zukunft eine Entwicklungsoffenheit, die die Möglichkeit von Prognosen zum Verhältnis von lebensweltlicher und wissenschaftlicher Themati­sierung des Todes e…Read more
    Als erstes charakterisiere ich den historischen Wandel, der den modernen lebensweltlichen Verständnisweisen des Todes vorausliegt - und zwar im Hinblick auf die Rolle der Wissenschaften in diesem Prozess (Abschnitt 1). Insofern Verdrängung und Bewusstsein des Todes als Ent­wicklungstendenzen heute einander gegenüberstehen, resultiert für die Zukunft eine Entwicklungsoffenheit, die die Möglichkeit von Prognosen zum Verhältnis von lebensweltlicher und wissenschaftlicher Themati­sierung des Todes erheblich einschränkt. Insofern aber die Verdrängung gegenüber dem Bewusstsein des Todes dominiert, ergibt sich der Hinweis für einen veränderten Begriff der Lebenswelt, auf den ich anschließend ein­gehe. Den neuen Begriff bestimme ich im Rückgriff auf die Le­bensweltkonzeptionen von Edmund Husserl und Alfred Schütz. Sie ge­statten es, die Randständigkeit der Erfahrung des Todes als Ausdruck der Spannung von dominanter Verdrängung und fortbestehenden Quellen des Todesbewusstseins zu charakterisieren (Abschnitt 2). Diese Ambivalenz gehört auch zu den Kennzeichen des Todesbegriffes von Martin Heideg­ger, der die wohl einflussreichste systematische These zum nichtwissen­schaftlichen Ursprung der lebensweltlichen Vorstellungen vom Tod for­muliert hat. Der kritischen Diskussion seines Todesbegriffes lassen sich allerdings nur noch die Jemeinigkeit und die Gewissheit als weitere Kenn­zeichen des Todes entnehmen, deren lebensweltlicher Ursprung sich rechtfertigen lässt (Abschnitt 3). Zusätzliche Hinweise auf Quellen und Grenzen lebensweltlicher Todesvorstellungen finden sich in Edmund Husserls Reflexionen zum Tod, die ich abschließend exemplarisch disku­tiere (Abschnitt 4).
    Death and Dying, MiscHusserl: LifeworldHusserl and Continental Philosophers, MiscAlfred SchuetzEpist…Read more
    Death and Dying, MiscHusserl: LifeworldHusserl and Continental Philosophers, MiscAlfred SchuetzEpistemologyConsciousness, Sleep, and DreamingHusserl: Phenomenology, MiscImmortalityHusserl: Transcendental and Phenomenological ReductionDefining Death
  •  564
    Philosophie der Teilchenphysik
    BUW Output 17 12-17. 2017.
    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ab 2016 eine neue Forschergruppe unter Leitung der Bergischen Universität Wuppertal eingerichtet. Sie untersucht die Forschungen an der „größten Forschungsmaschine der Welt“, dem Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN in Genf, aus philosophischer, historischer und soziologischer Sicht. Wissenschaftsphilosophisch sind diese Forschungen vor allem aus drei Gründen relevant: Die Philosophie interessiert sich für den U…Read more
    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ab 2016 eine neue Forschergruppe unter Leitung der Bergischen Universität Wuppertal eingerichtet. Sie untersucht die Forschungen an der „größten Forschungsmaschine der Welt“, dem Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN in Genf, aus philosophischer, historischer und soziologischer Sicht. Wissenschaftsphilosophisch sind diese Forschungen vor allem aus drei Gründen relevant: Die Philosophie interessiert sich für den Ursprung und die grundlegenden Strukturen der Welt, für die Bedingungen des Erkenntniserfolges der Elementarteilchenphysik und nicht zuletzt für die mit den Erfolgen mitunter eng verbundenen theoretischen und praktischen Probleme. Die Diskussion dieser Gründe zeigt die Elementarteilchenphysik als eine lebensweltferne, zugleich aber weltbildrelevante, theoretisch wie praktisch äußerst erfolgreiche Disziplin, die dennoch nicht frei von gewichtigen offenen Fragen ist. Sie könnte ein Typus für die Gewinnung von Wissen an den Grenzen unserer Erkenntnis sein.
    Philosophy of Physical Science, MiscellaneousSociology of ScienceHistory of PhysicsSimulation in Sci…Read more
    Philosophy of Physical Science, MiscellaneousSociology of ScienceHistory of PhysicsSimulation in SciencePhysics
  •  1006
    Hermann von Helmholtz, Philosophische und populärwissenschaftliche Schriften. 3 Bände. (edited book)
    with Michael Heidelberger and Helmut Pulte
    Meiner. 2017.
    Aus dem vielfältigen Werk von Hermann von Helmholtz versammelt diese Ausgabe die im engeren Sinne philosophischen Abhandlungen, vor allem zur Wissenschaftsphilosophie und Erkenntnistheorie, sowie Vorträge und Reden, bei denen der Autor seine Ausnahmestellung im Wissenschaftsbetrieb nutzte, um die Wissenschaften und ihre Institutionen in der bestehenden Form zu repräsentieren und zu begründen. Ein Philosoph wollte Helmholtz nicht sein, aber er legte der philosophischen Reflexion wissenschaftlich…Read more
    Aus dem vielfältigen Werk von Hermann von Helmholtz versammelt diese Ausgabe die im engeren Sinne philosophischen Abhandlungen, vor allem zur Wissenschaftsphilosophie und Erkenntnistheorie, sowie Vorträge und Reden, bei denen der Autor seine Ausnahmestellung im Wissenschaftsbetrieb nutzte, um die Wissenschaften und ihre Institutionen in der bestehenden Form zu repräsentieren und zu begründen. Ein Philosoph wollte Helmholtz nicht sein, aber er legte der philosophischen Reflexion wissenschaftlicher Erkenntnis und wissenschaftlichen Handelns große Bedeutung bei. Vor allem bezog er, in der Regel ausgehend von seinen fachwissenschaftlichen Forschungen, in den verschiedensten Kontexten zu erkenntnistheoretischen und methodologischen Problemen der Wissenschaften Stellung. Bereits »Ueber die Erhaltung der Kraft« (1847) lässt erkennen, wie verwoben naturwissenschaftliche Grundlagenforschung und philosophische Grundlagenreflexion in seinem Werk sind. Die aus den frühen sinnesphysiologischen Forschungen hervorgegangene empiristische Wahrnehmungslehre trug ihm den Ruf ein, ein maßgeblicher Vertreter des Neukantianismus zu sein. Spätere Arbeiten v.a. zur Geometrie und Arithmetik – das zeigt die vorliegende Ausgabe – stellen jedoch eine radikale Absage an den konstitutiven Kern des Kantianismus (nämlich die Existenz synthetischer Urteile a priori) dar. Helmholtz’ philosophische Beiträge sind bisher in ihrer Vollständigkeit nicht annähernd so gut zugänglich wie sein naturwissenschaftliches Werk. Die Ausgabe enthält außerdem bibliographische Vorberichte zur Einordnung, detaillierte Namens- und Sachregister sowie mit 575 Einträgen für den Zeitraum zwischen 1842 und 2012 die erste umfassende Bibliographie von Helmholtz verfasster Werke überhaupt. »Ich glaube, dass der Philosophie nur wieder aufzuhelfen ist, wenn sie sich mit Ernst und Eifer der Untersuchung der Erkenntnissprocesse und der wissenschaftlichen Methode zuwendet. Da hat sie eine wirkliche und berechtigte Aufgabe.« Helmholtz in einem Brief um 1875
    Laws of Nature, MiscContinental Philosophy of ScienceScientific ProgressScientific Realism, MiscScie…Read more
    Laws of Nature, MiscContinental Philosophy of ScienceScientific ProgressScientific Realism, MiscScientific Method, MiscellaneousPhilosophy of Physical Science, MiscellaneousPhilosophy of Science, General WorksPhilosophy of Physics, MiscHistory: Philosophy of MathematicsNatural Sciences, Misc
  •  1393
    Naturphilosophie. Ein Lehr- und Studienbuch (edited book)
    with Thomas Kirchhoff, Nicole Christine Karafyllis, Dirk Evers, Brigitte Falkenburg, Myriam Gerhard, Gerald Hartung, Jürgen Hübner, Kristian Köchy, Ulrich Krohs, Thomas Potthast, Otto Schäfer, Magnus Schlette, Reinhard Schulz, and Frank Vogelsang
    Mohr Siebeck / UTB. 2017.
    Was ist Natur oder was könnte sie sein? Diese und weitere Fragen sind grundlegend für Naturdenken und -handeln. Das Lehr- und Studienbuch bietet eine historisch-systematische und zugleich praxisbezogene Einführung in die Naturphilosophie mit ihren wichtigsten Begriffen. Es nimmt den pluralen Charakter der Wahrnehmung von Natur in den philosophischen Blick und ist auch zum Selbststudium bestens geeignet.
    Environmental Ethics, MiscNatural Law TheoryHistory of Western Philosophy, MiscNatureWildernessGerma…Read more
    Environmental Ethics, MiscNatural Law TheoryHistory of Western Philosophy, MiscNatureWildernessGerman IdealismPhilosophy, Introductions and AnthologiesEnvironmental Philosophy, MiscLaws of Nature, Misc
  •  1564
    Hermann von Helmholtz’ Kantkritik
    In Christian Krijnen (ed.), Wissenschaftsphilosophie im Neukantianismus. Ansätze – Kontroversen – Wirkungen, Königshausen & Neumann. 2014.
    Nach einer kurzen Übersicht über das Leben und Werk von Helmholtz, diskutiere ich die drei Themenbereiche, die für die Beurteilung seines Verhältnisses zu Kant vornehmlich ins Gewicht fallen. Der erste Bereich bildet die Begründung des Energieerhaltungssatzes von 1847, den der späte Helmholtz selbst „durch Kant’s erkenntnistheoretische Ansichten […] beeinflusst“ gesehen hat. Während viele Interpreten diese Selbstauskunft für berechtigt halten, sehe ich in der Struktur der Begründung einen Ausdru…Read more
    Nach einer kurzen Übersicht über das Leben und Werk von Helmholtz, diskutiere ich die drei Themenbereiche, die für die Beurteilung seines Verhältnisses zu Kant vornehmlich ins Gewicht fallen. Der erste Bereich bildet die Begründung des Energieerhaltungssatzes von 1847, den der späte Helmholtz selbst „durch Kant’s erkenntnistheoretische Ansichten […] beeinflusst“ gesehen hat. Während viele Interpreten diese Selbstauskunft für berechtigt halten, sehe ich in der Struktur der Begründung einen Ausdruck der gegensätzlichen Wissenschaftsauffassungen von Helmholtz und Kant. Als zweites gehe ich auf die Rolle der Kausalität in der Wahrnehmungstheorie ein. In diesem Kontext bezieht sich Helmholtz erstmals und durchaus positiv explizit auf Kant. Seine Rede "Über das Sehen des Menschen" von 1855 zur Einweihung eines Kantdenkmals in Königsberg gilt als eines der Gründungsdokumente des Neukantianismus und spiegelt doch zugleich die tiefgreifenden Differenzen zwischen empiristischer und idealistischer Wissenschaftsphilosophie wider. Zeitlich wiederum nachfolgend steht die Begründung der nichteuklidischen Geometrien als dritter Bereich für die deutlichste Kritik an Kants transzendentaler Begründung der Wissenschaft. Sie ist zugleich wohl auch Helmholtz’ bekanntester Beitrag zur Hypothetisierung der Wissenschaftssauffassung. der Gründungsdokumente des Neukantianismus und spiegelt doch zugleich die tiefgreifenden Differenzen zwischen empiristischer und idealistischer Wissenschaftsphilosophie wider. Zeitlich wiederum nachfolgend steht die Begründung der nichteuklidischen Geometrien als dritter Bereich für die deutlichste Kritik an Kants transzendentaler Begründung der Wissenschaft. Sie ist zugleich wohl auch Helmholtz’ bekanntester Beitrag zur Hypothetisierung der Wissenschaftssauffassung. Dem Werk von Hermann von Helmholtz wird gemeinhin ein maßgeblicher Stellenwert bei der Begründung der neukantianischen Bewegung im 19. Jahrhundert beigemessen. Wo diese Zuordnung Helmholtz’ positive Bezüge auf Immanuel Kant ohne hinreichende Kontextualisierung hervorhebt, läuft sie Gefahr, die Distanz zu übersehen, die zwischen den wissenschaftsphilosophischen Positionen von Helmholtz und Kant bestand. In meinem Beitrag gewinnt das Verhältnis von Helmholtz zu Kant erst seine Bedeutung vor dem Hintergrund ihrer konträren ontologischen und erkenntnistheoretischen Grundannahmen. Helmholtz betrachte ich als repräsentativen Vertreter einer szientistischen Wissenschaftsauffassung in der Naturforschung des 19. Jahrhunderts. Demgegenüber bietet Kant ein paradigmatisches Beispiel einer metaphysischen Wissenschaftsbegründung. Im Gegensatz zu Kant beschränkt Helmholtz seinen Ausgangspunkt nicht auf erfahrungsfreie Prinzipien, sondern entwickelt und stützt seine Begründung des Geltungsanspruches der wissenschaftlichen Erkenntnis auf forschungsbewährte Theorien und Experimente. Eine Differenz zwischen den beiden Positionen findet sich ebenfalls in den Strukturen der jeweils vertretenen Naturkonzeptionen. Führt Kants dynamischer Mechanismus alle Eigenschaften der Materie auf Kräfte zurück, so geht Helmholtz von einer Dualität von Kraft und Materie aus.
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    Ontology19th Century German PhilosophyKant and Other PhilosophersKant: Philosophy of ScienceIdealismEmpiricism, MiscNeo-KantianismPrinciples of Knowledge, MiscPhilosophy of Science, MiscKnowledge, Miscellaneous
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    Gott würfelt nicht. Einsteins immer noch aktuelle Kritik der Quantenmechanik
    In Jürgen Renn (ed.), Albert Einstein. Ingenieur des Universums. 100 Autoren für Einstein, Wiley-vch. 2005.
    Kaum eine Äußerung Einsteins ist so bekannt wie sein Wort, dass Gott nicht würfelt. In ähnlicher Weise, wie Einstein dies unerläutert gelassen hat, ist seine gesamte Position zur Quantenmechanik, auf die es sich bezieht, von Uneindeutigkeiten nicht frei geblieben. Für seine Würfelmetapher ergibt sich ein Spielraum von gegensätzlichen Sichtweisen. Sie lässt sich zum einen mit jüngeren Forschungsresultaten verbinden und weist zum anderen auf rückschrittliche Elemente in Einsteins Denken hin. Ich w…Read more
    Kaum eine Äußerung Einsteins ist so bekannt wie sein Wort, dass Gott nicht würfelt. In ähnlicher Weise, wie Einstein dies unerläutert gelassen hat, ist seine gesamte Position zur Quantenmechanik, auf die es sich bezieht, von Uneindeutigkeiten nicht frei geblieben. Für seine Würfelmetapher ergibt sich ein Spielraum von gegensätzlichen Sichtweisen. Sie lässt sich zum einen mit jüngeren Forschungsresultaten verbinden und weist zum anderen auf rückschrittliche Elemente in Einsteins Denken hin. Ich wende mich zuerst diesen Elementen zu und betrachte dann eine dazu entgegengerichtete Interpretationsvariante, die an den neueren Resultaten anknüpft.
    Einstein-Podolsky-RosenQuantum Determinism and IndeterminismInterpretations of Quantum Mechanics, Mi…Read more
    Einstein-Podolsky-RosenQuantum Determinism and IndeterminismInterpretations of Quantum Mechanics, MiscHistory of Quantum MechanicsChance and DeterminismQuantum Theories, Misc
  •  787
    Platon im nachmetaphysischen Zeitalter. (edited book)
    with Dieter Mersch
    Wissenschaftliche Buchgesellschaft. 2006.
    Die Beschäftigung mit Platon hat eine lange Geschichte, Rezeptionen seines Denkens sind so prägend für die Philosophiegeschichte geworden, dass diese verständlicherweise zuweilen als eine Sammlung von Fußnoten zu seinem Werk begriffen wurde. Das gilt besonders für einen durchgängigen metaphysischen Zug des abendländischen Denkens, ein grundsätzliches Ordnungsmodell aus der Antike, das, christlich gewendet, die Theoriebildung bis in unsere Tage fundiert. Aber mit einer Reihe anderer Gewissheiten …Read more
    Die Beschäftigung mit Platon hat eine lange Geschichte, Rezeptionen seines Denkens sind so prägend für die Philosophiegeschichte geworden, dass diese verständlicherweise zuweilen als eine Sammlung von Fußnoten zu seinem Werk begriffen wurde. Das gilt besonders für einen durchgängigen metaphysischen Zug des abendländischen Denkens, ein grundsätzliches Ordnungsmodell aus der Antike, das, christlich gewendet, die Theoriebildung bis in unsere Tage fundiert. Aber mit einer Reihe anderer Gewissheiten ist auch dieser erfolgreiche Platonismus Gegenstand der Kritik geworden. Kann und soll man den metaphysischen Platon retten oder muss man Platon vielmehr gegen die metaphysische Tradition neu verstehen? Muss man Platon gegen die Platonisten verteidigen, ist er der Anfang einer philosophischen Verirrung? -- Dorothea Frede, Ekkehard Martens, Arbogast Schmitt, Gernot Böhme, Hermann Schmitz, Wolfgang Detel und andere entdecken – auch durch ihre Kritik – Platon als Gesprächspartner der Gegenwart neu.
    Classical Greek Philosophy, MiscHistory of Western Philosophy, MiscPlato: FormsOntologyNeoplatonists…Read more
    Classical Greek Philosophy, MiscHistory of Western Philosophy, MiscPlato: FormsOntologyNeoplatonists, MiscMetaphysical Levels, Misc
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    Zweierlei Raum. Über die Differenz von lebensweltlichen und physikalischen Vorstellungen
    In E. Uhl & M. Ott (eds.), Denken des Raums in Zeiten der Globalisierung, Lit Verlag. 2006.
    Lebenswelt und Physik stehen nicht nur unverkennbar miteinander in Beziehung, sondern prägen jeweils auch eigenständig die Struktur moderner Gesellschaften. Während die Lebenswelt mit ihrem traditionellen Bezug auf unmittelbare Wahrnehmungs- und Handlungsformen immer noch die lokale Reproduktion bestimmt, begründen physikalische Verfahren und Erkenntnisse die materiellen Techniken der globalisierten Zivilisation. Den Abstand von Lebenswelt und Physik, wie die zwischen ihnen bestehenden Beziehung…Read more
    Lebenswelt und Physik stehen nicht nur unverkennbar miteinander in Beziehung, sondern prägen jeweils auch eigenständig die Struktur moderner Gesellschaften. Während die Lebenswelt mit ihrem traditionellen Bezug auf unmittelbare Wahrnehmungs- und Handlungsformen immer noch die lokale Reproduktion bestimmt, begründen physikalische Verfahren und Erkenntnisse die materiellen Techniken der globalisierten Zivilisation. Den Abstand von Lebenswelt und Physik, wie die zwischen ihnen bestehenden Beziehungen, möchte ich an den für sie typischen Raumbegriffen erläutern. Meine These ist, dass jedenfalls einige Raumbegriffe der modernen Physik den lebensweltlichen Raumbegriffen entgegengesetzt sind. Mein Beispiel werden Aspekte des Raumbegriffes sein, die sich an Interpretationen der Quantenmechanik anschließen. Ich möchte außerdem zeigen, dass andere physikalische Raumbegriffe der Lebenswelt näher stehen als die der Quantenmechanik. Als Beispiel für einen solchen Begriff werde ich den klassischen und immer noch aktuellen aus Isaac Newtons Mechanik diskutieren. Grob gesprochen, steht Newtons Raumvorstellung zwischen der modernen physikalischen und der lebensweltlichen Raumvorstellung.
    PhysicsHusserl: LifeworldQuantum Mechanics
  • Die Wahrheit liegt daneben. Rezension von: H. Pietschmann, Die Wahrheit liegt in der Mitte (review)
    Chemie in Unserer Zeit 25. 1991.
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