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Gregor Schiemann

University of Wuppertal
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    Philosophisches Seminar
    Professor
Technische Hochschule Darmstadt
PhD, 1995
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  •  2131
    Too Many Conceptions of Time? McTaggart's Views Revisited
    with Brigitte Falkenburg
    In Stamatios Gerogiorgakis (ed.), Time and Tense: Unifying the Old and the New, Philosophia. 2016.
    John Ellis McTaggart defended an idealistic view of time in the tradition of Hegel and Bradley. His famous paper makes two independent claims (McTaggart1908): First, time is a complex conception with two different logical roots. Second, time is unreal. To reject the second claim seems to commit to the first one, i.e., to a pluralistic account of time. We compare McTaggarts views to the most important concepts of time investigated in physics, neurobiology, and philosophical phenomenology. They in…Read more
    John Ellis McTaggart defended an idealistic view of time in the tradition of Hegel and Bradley. His famous paper makes two independent claims (McTaggart1908): First, time is a complex conception with two different logical roots. Second, time is unreal. To reject the second claim seems to commit to the first one, i.e., to a pluralistic account of time. We compare McTaggarts views to the most important concepts of time investigated in physics, neurobiology, and philosophical phenomenology. They indicate that a unique, reductionist account of time is far from being plausible, even though too many conceptions of time may seem unsatisfactory from an ontological point of view.
    McTaggart's ArgumentExperience of Temporal PassagePhilosophy of Time, MiscPhysics of TimeB-Theories …Read more
    McTaggart's ArgumentExperience of Temporal PassagePhilosophy of Time, MiscPhysics of TimeB-Theories of TimeA-Theories of TimeTemporal Experience, MiscAspects of Time, MiscPhenomenology, MiscThe Passage of Time, Misc
  •  1451
    Johannes Keplers Entfernung von der modernen Wissenschaft
    In E. Uhl (ed.), Kepler und das Weltbild des modernen Menschen, . pp. 383-402. 2014.
    Nach einer kurzen Erinnerung an einige von Keplers Hauptwerken, in denen traditionelle und moderne Elemente eingehen (Abschnitt 1), wird zwei Beispielen die Differenz zwischen diesen beiden Elementen näher untersucht. Das erste Beispiel, Keplers Naturbegriff, dient zur Diskussion der Kritik qualitativer Unterscheidungen. Hierbei stehen Keplers Verhältnis zur aristotelischen Naturauffassung und die Relevanz dieser Relation für die moderne Wissenschaftsauffassung im Mittelpunkt (Abschnitt 2). Das …Read more
    Nach einer kurzen Erinnerung an einige von Keplers Hauptwerken, in denen traditionelle und moderne Elemente eingehen (Abschnitt 1), wird zwei Beispielen die Differenz zwischen diesen beiden Elementen näher untersucht. Das erste Beispiel, Keplers Naturbegriff, dient zur Diskussion der Kritik qualitativer Unterscheidungen. Hierbei stehen Keplers Verhältnis zur aristotelischen Naturauffassung und die Relevanz dieser Relation für die moderne Wissenschaftsauffassung im Mittelpunkt (Abschnitt 2). Das andere Beispiel befasst sich mit dem absoluten Wahrheitsanspruch von Keplers Wissenschaft und rückt damit exemplarisch eine Differenz zur modernen Wissenschaftsauffassung in den Vordergrund (Abschnitt 3). Anschließend werden umfassender traditionelle Elemente der frühneuzeitlichen Wissenschaft, wie sie Kepler vertrat, dem modernen Wissenschaftsverständnis gegenübergestellt. Nachdem damit die Entfernung Keplers zur Gegenwart gleichsam maximiert ist, wende ich mich den Wissenschaftsauffassungen von Wolfgang Pauli und Werner Heisenberg zu, die in bemerkenswerter Nähe zu Keplers vormodernen Ansichten stehen und doch ganz im Kontext der Moderne entwickelt wurden (Abschnitt 4). Obwohl also in jüngster Zeit ganz differente Einstellungen zu Keplers Verhältnis zur modernen Wissenschaft vertreten wurden, lässt sich doch eine Tendenz zur Abstandsvergrößerung in dieser Relation ausmachen (Abschnitt 5).
    PhysicsExperimentation in ScienceAristotleScientific RevolutionsRelativism about TruthHistory of Sci…Read more
    PhysicsExperimentation in ScienceAristotleScientific RevolutionsRelativism about TruthHistory of Science, Misc
  •  784
    Physik und Natur. Zu Hermann von Helmholtz' Begründung des Energieprinzips in der Einleitung zu seiner Schrift "Über die Erhaltung der Kraft"
    In H. Klages (ed.), Hermann von Helmholtz. Klassiker an der Epochenwende, Wissenschaftsverlag. 1998.
    Die von Helmholtz zur Begründung des Energieprinzips in der Einleitung zu seiner Schrift "Über die Erhaltung der Kraft" genannten Bedingungen der physikalischen Forschung teile Ich in zwei Gruppen. Die erste betrifft methodische und begriffliche Voraussetzungen, die zunächst unabhängig von Erfahrung gelten (1); die zweite schränkt diese Geltung ein, indem sie die Reichweite der Methode und die Bestimmung des Ziels der Forschung Erkenntnissen unterordnet, die allein in der Erfahrung gewonnen wer…Read more
    Die von Helmholtz zur Begründung des Energieprinzips in der Einleitung zu seiner Schrift "Über die Erhaltung der Kraft" genannten Bedingungen der physikalischen Forschung teile Ich in zwei Gruppen. Die erste betrifft methodische und begriffliche Voraussetzungen, die zunächst unabhängig von Erfahrung gelten (1); die zweite schränkt diese Geltung ein, indem sie die Reichweite der Methode und die Bestimmung des Ziels der Forschung Erkenntnissen unterordnet, die allein in der Erfahrung gewonnen werden können (2). Nicht den allgemeinen Bedingungen der physikalischen Forschung, sondern speziellen Forschungsergebnissen entnimmt Helmholtz dann die vermeintlichen Hinweise auf die mechanische, d. h. energieerhaltende Struktur der Natur (3). Dieser Argumentation entspricht es. daß er dem physikalischen Naturwissen einen, mit der Zeit abnehmenden hypothetischen Charakter zuweist(4).
    Knowledge19th Century German PhilosophyNatureHistory of PhysicsEmpiricismLaws of Nature, MiscEpistem…Read more
    Knowledge19th Century German PhilosophyNatureHistory of PhysicsEmpiricismLaws of Nature, MiscEpistemic ObjectivityPhilosophy of Physical Science, Miscellaneous
  •  1132
    Nanotechnology and Nature: On Two Criteria for Understanding Their Relationship
    Hyle 11 (1). 2005.
    Two criteria are proposed for characterizing the diverse and not yet perspicuous relations between nanotechnology and nature. They assume a concept of nature as that which is not made by human action. One of the criteria endorses a distinction between natural and artificial objects in nanotechnology; the other allows for a discussion of the potential nanotechnological modification of nature. Insofar as current trends may be taken as indicative of future development, nanotechnology might increasi…Read more
    Two criteria are proposed for characterizing the diverse and not yet perspicuous relations between nanotechnology and nature. They assume a concept of nature as that which is not made by human action. One of the criteria endorses a distinction between natural and artificial objects in nanotechnology; the other allows for a discussion of the potential nanotechnological modification of nature. Insofar as current trends may be taken as indicative of future development, nanotechnology might increasingly use the model of nature as a point of orientation, while many of its products will continue to be clearly distinguished from nature.
    Philosophy of ChemistryNanotechnologyArtifactsArtificial LifePhilosophy of Technology, MiscLaws of N…Read more
    Philosophy of ChemistryNanotechnologyArtifactsArtificial LifePhilosophy of Technology, MiscLaws of Nature, MiscEmpiricism, MiscTheories and Models, Misc
  •  890
    Phänomenologie der Lebenswelt: Dimensionen nichtwissenschaftlicher Erfahrung
    In C. F. Gethmann (ed.), Kolloquiumsbeiträge des XXI. Deutschen Kongresses für Philosophie in Essen 2008, . 2008.
    Husserl: LifeworldThe Body, MiscHusserl: Metaphysics and Epistemology, MiscThe Contents of Perceptio…Read more
    Husserl: LifeworldThe Body, MiscHusserl: Metaphysics and Epistemology, MiscThe Contents of Perception, MiscAspects of Perception, MiscHusserl: Philosophy of Mind, MiscHusserl: Phenomenology, Misc
  •  801
    Ohne Telos und Substanz. Grenzen des naturwissenschaftlichen Kausalitätsverständnisses
    In Ohne Telos und Substanz. Grenzen des naturwissenschaftlichen Kausalitätsverständnisses. pp. 1-8. 1998.
    Die Zeiten, in denen Kausalität das Charakteristikum von Wissenschaftlichkeit war, scheinen sich ihrem Ende zu nähern. Seit dem Beginn unseres Jahrhunderts ist eine seit langem schwelende Krise des herkömmlichen Kausalitätsverständnisses in den Naturwissenschaften unübersehbar zum Ausdruck gekommen. Dessen ungeachtet halten jedoch viele Wissenschaftstheoretiker an Kausalitätsvorstellungen als vermeintlich unverzichtbarem Analyseinstrument fest. In Kritik dieser Tendenz zur Verkennung eines grund…Read more
    Die Zeiten, in denen Kausalität das Charakteristikum von Wissenschaftlichkeit war, scheinen sich ihrem Ende zu nähern. Seit dem Beginn unseres Jahrhunderts ist eine seit langem schwelende Krise des herkömmlichen Kausalitätsverständnisses in den Naturwissenschaften unübersehbar zum Ausdruck gekommen. Dessen ungeachtet halten jedoch viele Wissenschaftstheoretiker an Kausalitätsvorstellungen als vermeintlich unverzichtbarem Analyseinstrument fest. In Kritik dieser Tendenz zur Verkennung eines grundlegenden Bedeutungsverlustes wird der historische Verdrängungsprozess von Kausalitätsvorstellungen unter den Stichworten der Entfinalisierung und Entsubstantialisierung nachgezeichnet. Aus der Perspektive geschichtlicher Rekonstruktion handelt es sich bei den gegenwärtigen Vorstellungen um den letzten Rest einer unvergleichlich reichhaltigeren ursprünglichen kausalen Begrifflichkeit. Am Beispiel der heute wohl weitverbreitetsten, auf C. G. Hempel zurückgehenden Vorstellung werden die wichtigsten Merkmale der kausalen Relation diskutiert. Im Ergebnis zeigt sich, dass für das naturwissenschaftliche Kausalitätsverständnis, soweit es sich auf einen Begriff bringen lässt, in der Tat ein reduzierter Sinngehalt der Kategorie der Verursachung in kausalen Erklärungen, eine begrenzte Anwendbarkeit sowie ein reduzierter Geltunganspruch typisch sind. Die Grenzen naturwisseschaftlicher Kausalitätsvorstellungen betreffen deren' strenge begriffliche Fassung, nicht jedoch ihre Brauchbarkeit als heuristische Forschungsmaxime in Situationen, in denen unerwartete Phänomene auftreten oder Phänomene ausbleiben, mit denen man zuvor fest gerechnet hat. Für diese Situationen ist die Überlegung, was der Fall gewesen wäre, wenn eine Ursache nicht eingetreten wäre, in besonderer Weise bezeichnend. Welche Relevanz dieser Kausalitätsvorstellung zukünftig zukommen wird, hängt wesentlich vom Charakter der weiteren Wissenschaftsentwicklung ab.
    TeleologySubstanceTheories of CausationDeductive-Nomological ExplanationVarieties of Causation, MiscRead more
    TeleologySubstanceTheories of CausationDeductive-Nomological ExplanationVarieties of Causation, MiscGottfried Wilhelm LeibnizEmpiricismTheories and Models, MiscEpistemic ObjectivityCausation, Miscellaneous
  •  677
    Zum Verhältnis von Common Sense und wissenschaftlichem Naturbegriff
    In H. Franz (ed.), Wissensgesellschaft: Transformationen im Verhältnis von Wissenschaft und Alltag., . 2001.
    Natural Sciences, MiscEthics and Society, MiscNature
  •  906
    Wer beeinflußte wen? Die Kausalitätskritik der Physik im Kontext der Weimarer Kultur.
    In Wolfgang Bialas (ed.), Intellektuelle in Weimar, Peter Lang. 1996.
    PhysicsHistory of Quantum MechanicsQuantum Mechanics, MiscPhilosophy of Physical Science, Miscellane…Read more
    PhysicsHistory of Quantum MechanicsQuantum Mechanics, MiscPhilosophy of Physical Science, MiscellaneousPhilosophy of Physics, MiscellaneousTheories of Causation, Misc
  •  723
    Werner Heisenbergs Position zu einer hypothetischen Wissenschaftsauffassung in seinen populären Reden und Aufsätzen
    In M. Gerhard (ed.), Oldenburger Jahrbuch für Philosophie, . 2007.
    Werner Heisenberg hat einen wichtigen, noch nicht hinreichend untersuchten Beitrag zum Wandel des neuzeitlichen Wissenschaftsverständnisses geleistet. Der Wandel führte von der Charakterisierung des wissenschaftlichen Wissens als sichere Erkenntnis zu seiner - heute weithin anerkannten - Charakterisierung als bloß hypothetische Erkenntnis. Anfänge dieses Wandlungsprozesses lassen sich im 19. Jahrhundert nachweisen (z.B. bei John Hersehel, William Whewell oder Hermann von Helmholtz). Ich möchte a…Read more
    Werner Heisenberg hat einen wichtigen, noch nicht hinreichend untersuchten Beitrag zum Wandel des neuzeitlichen Wissenschaftsverständnisses geleistet. Der Wandel führte von der Charakterisierung des wissenschaftlichen Wissens als sichere Erkenntnis zu seiner - heute weithin anerkannten - Charakterisierung als bloß hypothetische Erkenntnis. Anfänge dieses Wandlungsprozesses lassen sich im 19. Jahrhundert nachweisen (z.B. bei John Hersehel, William Whewell oder Hermann von Helmholtz). Ich möchte am Beispiel von Heisenberg der Frage nachgehen, welchen Einfluss die Begründung der Quantenmechanik, die seine Wissenschaftsauffassung prägte, auf den Prozess der Relativierung von Geltungsansprüchen hatte. Meine Vermutung ist, dass eine entscheidende Rolle hierbei weniger dem Wahrscheinlichkeitsbegriff als vielmehr dem Wahrheits- und Realitätsbegriff zukam. Ich werde als erstes den historischen Prozess der Hypothetisierung von Geltungsansprüchen, zu dem ich Heisenbergs Konzeption ins Verhältnis setzen möchte, charakterisieren. Anschließend rekonstruiere ich Heisenbergs Konzeption, soweit sie sich seinen populären Reden und Aufsätzen entnehmen lässt. Als drittes werde ich ihre Wirkungsgeschichte kurz ansprechen und sie mit Wissenschaftsauffassungen vergleichen, die die Bedeutung des Hypothetischen für die modernen Theorien der Naturwissenschaften betonen. Ihnen gegenüber erweist sich Heisenbergs Beitrag als durchaus eigenständig.
    19th Century German PhilosophyKnowledgeScientific ProgressQuantum MechanicsHistory of PhysicsRelativ…Read more
    19th Century German PhilosophyKnowledgeScientific ProgressQuantum MechanicsHistory of PhysicsRelativism about TruthScientific RevolutionsHistory of Science, MiscTheories and Models, MiscEpistemological Theories, Misc
  •  735
    Die Bedrohung des Geistes. Zu Ernst Troeltschs Kritik des Naturalismus
    In G. Raulet (ed.), Die Historismusdebatte in der Weimarer Republik, Peter Lang. 1996.
    Troeltschs Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Weltbildern in "Der Historismus und seine Probleme" bietet grundlegende, noch heute aktuelle Einsichten in die Erkenntnisbedingungen der Naturwissenschaften. Der Begriff des Naturalismus erhält in diesem Zusammenhang eine ähnliche Mehrdeutigkeit wie der Begriff des Historismus (1). Troeltschs Position zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und ihren Verallgemeinerungen zu Weltbildern findet einen öffentlichen Ausdruck in seiner ambivale…Read more
    Troeltschs Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Weltbildern in "Der Historismus und seine Probleme" bietet grundlegende, noch heute aktuelle Einsichten in die Erkenntnisbedingungen der Naturwissenschaften. Der Begriff des Naturalismus erhält in diesem Zusammenhang eine ähnliche Mehrdeutigkeit wie der Begriff des Historismus (1). Troeltschs Position zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und ihren Verallgemeinerungen zu Weltbildern findet einen öffentlichen Ausdruck in seiner ambivalenten Haltung gegenüber der nach dem Ersten Weltkrieg aufkommenden Naturwissenschaftskritik. Man kann vermuten, daß diese lebensphilosophisch ausgerichtete Nachkriegsströmung auf die Herausbildung des heutigen Begriffs von Naturwissenschaft beträchtlichen Einfluß ausgeübt hat. Ohne sich das Programm der wiedererstarkten Lebensphilosophie zu eigen zu machen, teilt Troeltsch ihre entschiedene Ablehnung naturwissenschaftlich orientierter Generalisierungsbemühungen (2). In den letzten beiden Teilen möchte ich exemplarisch zeigen, daß sich die soweit rekonstruierte wissenschaftstheoretische Position auch auf Troeltschs frühere Analysen stützen kann. Eine 1901 verfaßte Besprechung von Haeckels Buch „Die Welträthsel“, dem herausragenden Beispiel öffentlichkeitswirksamer Sinnstiftung aus den biologischen Wissenschaften, illustriert seine schon früh differenzierte Geltungskritik naturwissenschaftlicher Weltbilder (3). Schließlich können die im Spätwerk enthaltenen Einsichten in den größeren Kontext seiner schon zu Anfang des Jahrhunderts erschienenen Analysen des Modernisierungsprozesses, in denen er den Naturwissenschaften eine zentrale Rolle zumißt, eingeordnet werden (4).
    Metaphysics of MindNaturalism, MiscKnowledgePhilosophy of Science, MiscEpistemological Theories, Mis…Read more
    Metaphysics of MindNaturalism, MiscKnowledgePhilosophy of Science, MiscEpistemological Theories, MiscEpistemic ObjectivityHistory of Science, Misc
  •  202
    Naturen im Kopf. Aristoteles' Seelenlehre als Gegenentwurf zu Descartes' Auffassung des Mentalen
    In Karafyllis N. (ed.), Biofakte – Versuch über den Menschen zwischen Artefakt und Lebewesen, Mentis. 2003.
    Im ersten Teil(Abschnitte 2 und 3) rekapituliere ich einige grundlegende Bestimmungen des Dualismus von Natur und Geist, wie er auf Rene Descartes' Philosophie im 17. Jahrhundert zurückgeht. Damit soll nicht nur die bis heute anhaltende berechtigte Kritiken diesem Dualismus, sondern auch ihre unverkennbare Wirkungslosigkeit besser verständlich werden. Der bis in die Gegenwart reichende Einfluß der Natur-Geist-Entgegensetzung läßt vermuten, daß auch die Kritik noch in seinem Bann steht. In dieser…Read more
    Im ersten Teil(Abschnitte 2 und 3) rekapituliere ich einige grundlegende Bestimmungen des Dualismus von Natur und Geist, wie er auf Rene Descartes' Philosophie im 17. Jahrhundert zurückgeht. Damit soll nicht nur die bis heute anhaltende berechtigte Kritiken diesem Dualismus, sondern auch ihre unverkennbare Wirkungslosigkeit besser verständlich werden. Der bis in die Gegenwart reichende Einfluß der Natur-Geist-Entgegensetzung läßt vermuten, daß auch die Kritik noch in seinem Bann steht. In dieser Situation empfiehlt es sich, Abstand durch eine Besinnung auf die vorangehende aristotelische Naturauffassung zu gewinnen. Deshalb stelle ich im zweiten Teil (Abschnitt 4) eine Interpretation von Aristoteles' Seelenlehre vor, die als Alternative oder zur Reformierung des cartesischen Dualismus geeignet ist. Dabei beschränke ich mich auf die mentalen Naturrepräsentationen, da ich ihnen den größten Stellenwert für Descartes' heutige Relevanz beimesse. Diese thematische Eingrenzung erlaubt es, mit der Seelenlehre auf Aristoteles' Naturbegriff zu rekurrieren, ohne die für ihn typische Opposition zum Begriff der Technik berücksichtigen zu müssen. Zur Begründung der modernen Naturwissenschaft war und ist die Ablehnung der antiken Kontrastierung von Natur und Technik unverzichtbar. Daß aber trotz der Legitimität dieser Zurückweisung zahlreiche Gründe für den aristotelischen Naturbegriff sprechen, geht auch auf seinen immer noch fruchtbaren anticartesischen Gehalt zurück.
    Mind-Body Problem, GeneralNatureRené DescartesAristotleDualism, MiscSubstanceThe Nature of Perceptua…Read more
    Mind-Body Problem, GeneralNatureRené DescartesAristotleDualism, MiscSubstanceThe Nature of Perceptual Experience, Misc
  •  642
    „Vom Kopf auf die Füße“: Zur Entwicklung des Verhältnisses von Magie und Naturwissenschaft /“Back on its Feet”: On the Development of the Relationship between Magic and Natural Science
    In Jahresbericht der Bergischen Universität Wuppertal, . 2008.
    Eine weit verbreitete Auffassung über die wissenschaftlichen Naturverständnisse besagt, dass ihre historische Entwicklung von einer zunehmenden Abgrenzung gegenüber der Magie begleitet gewesen sei. Ursprünglich eng mit der Magie verbunden, hätten sich die wissenschaftlichen Naturverständnisse in einem langwierigen Prozess immer weiter von der Magie entfernt, bis sie ihre heutige amagische Gestalt erhalten hätten. Mein Beitrag diskutiert einige Argumente zur Stützung dieser, wie ich meine, plausi…Read more
    Eine weit verbreitete Auffassung über die wissenschaftlichen Naturverständnisse besagt, dass ihre historische Entwicklung von einer zunehmenden Abgrenzung gegenüber der Magie begleitet gewesen sei. Ursprünglich eng mit der Magie verbunden, hätten sich die wissenschaftlichen Naturverständnisse in einem langwierigen Prozess immer weiter von der Magie entfernt, bis sie ihre heutige amagische Gestalt erhalten hätten. Mein Beitrag diskutiert einige Argumente zur Stützung dieser, wie ich meine, plausiblen Auffassung. / A whitespread view of the natural sciences holds that their historical development was accompanied by a constantly widening gap between them and magic. Originally closely bound up with magic, the sciences are supposed to have distanced itself from it in a long-drawn-out process, until they attained their present magic-free form. This essay discusses some arguments in support of this plausible view.
    Aristotle: Natural Science, MiscGeneral Philosophy of Science, MiscellaneousTransparencyHistory of P…Read more
    Aristotle: Natural Science, MiscGeneral Philosophy of Science, MiscellaneousTransparencyHistory of PhysicsPhilosophy of Science, MiscellaneousTruth, Miscellaneous
  •  841
    Am Ende der Endgültigkeit. Friedrich Engels' Kritik des Geltungsanspruches der naturwissenschaftlichen Erkenntnis.
    System Und Struktur 3 (1): 83-98. 1995.
    Soweit Engels' Position zum Geltungsanspruch der Naturwissenschaften seiner Zeit aus diesen Texten hervorgeht, kann man sie kaum als konsistent bezeichnen. Erkenntnisse, an deren Gewissheit in der Naturforschung der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht ernsthaft gezweifelt wurde, werden von ihm teils umstandslos übernommen, teils aber auch einer geltungskrltischen Analyse unterzogen. In weitgehender Unahängigkeit von seinen weltanschaulichen Ambitionen kommt Engels über die Untersuchung der…Read more
    Soweit Engels' Position zum Geltungsanspruch der Naturwissenschaften seiner Zeit aus diesen Texten hervorgeht, kann man sie kaum als konsistent bezeichnen. Erkenntnisse, an deren Gewissheit in der Naturforschung der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht ernsthaft gezweifelt wurde, werden von ihm teils umstandslos übernommen, teils aber auch einer geltungskrltischen Analyse unterzogen. In weitgehender Unahängigkeit von seinen weltanschaulichen Ambitionen kommt Engels über die Untersuchung der Struktur naturwissenschaftlicher Erkenntnisprozesse zu einer bisher erst wenig beachteten und seiner Zeit vorauseilenden Einsicht in die relativen Geltungsbedingungen des experimentell erzeugten Wissens. Die widersprüchliche Form,in der er seine heute noch sehr aktuelle Kritik am Wahrheitsanspruch der Naturwissenschaften vorträgt, ist der damaligen Umbruchssituation dieser Disziplinen geschuldet und gibt seinem Werk ein hohes Mass an Authentizität. In Anlehnung an Engels' Klassifizierung der Wissenschaften sollen hier die wichtigsten geltungskritischen Ansätze rekonstruiert werden. In dieser Perspektive, die seine Skepsis gegenüber den naturwissenschaftlichen Erkenntnisleistungen hervortreten lässt, erscheint die von ihm behauptete ausgezeichnete Geltung der Dialektik in einem neuen Licht: Sie ist nicht mehr die immer schon vorausgesetzte Grundannahme seiner wissenschafts- und naturtheoretischen Auffassungen, sondern Reaktion auf einen Relativismus, der aus der Reflexion über die Entwicklung der Naturforschung unabweisbar zu folgen scheint und jedes Streben nach einem wissenschaftlich fundierten, einheitlichen Naturbild zunichte macht.
    KnowledgeNatural SciencesRelativism, MiscFriedrich EngelsEmpiricism, MiscHistory of Science, MiscRel…Read more
    KnowledgeNatural SciencesRelativism, MiscFriedrich EngelsEmpiricism, MiscHistory of Science, MiscRelativism about TruthEpistemic ObjectivityEpistemological Theories, Misc
  •  182
    Mehr Seinsschichten für die Welt? Vergleich und Kritik der Schichtenkonzeptionen von Nicolai Hartmann und Werner Heisenberg
    In G. Hertung & M. Wunsch (eds.), Nicolai Hartmann – Von der Systemphilosophie zur Systemetischen Philosophi, . pp. 85-104. 2012.
    Ich thematisiere die beiden Konzeptionen als Varianten der wissenschaftlichen Weltsicht. Der Reiz des Vergleichs liegt aber weniger in den Gemeinsamkeiten als vielmehr in den Differenzen und den dabei hervortretenden Desideraten der beiden Konzeptionen. Heisenberg versteht sein Schichtenmodell nicht wie Hartmann als Fortsetzung und Zusammenfassung vorangehender philosophischer Bemühungen, sondern als einen Bruch mit den Hauptströmungen der philosophischen Tradition. In der geschichtlichen Entwic…Read more
    Ich thematisiere die beiden Konzeptionen als Varianten der wissenschaftlichen Weltsicht. Der Reiz des Vergleichs liegt aber weniger in den Gemeinsamkeiten als vielmehr in den Differenzen und den dabei hervortretenden Desideraten der beiden Konzeptionen. Heisenberg versteht sein Schichtenmodell nicht wie Hartmann als Fortsetzung und Zusammenfassung vorangehender philosophischer Bemühungen, sondern als einen Bruch mit den Hauptströmungen der philosophischen Tradition. In der geschichtlichen Entwicklung der Versuche um eine Bestimmung der Weltstruktur sieht er statt einer Generaltendenz, die langfristig auf eine Annäherung an die Wahrheit hinausläuft, tiefgreifende Diskontinuitäten zwischen den aufeinanderfolgenden epochalen Thematisierungsmöglichkeiten. Heisenbergs Motivation für die Suche nach einer Weltordnung ist den Intentionen von Hartmann damit geradezu entgegengesetzt. Er fragt nicht nach einer epochenübergreifenden Orientierung, sondern nach einer epochenspezifischen Charakterisierung der Welt, deren zukünftig möglicher Geltungsverlust zum Maßstab neuer historischer Umbruchsphasen wird. Die Desiderate der beiden Schichtenkonzeptionen gehen teils auf die nachfolgende Entwicklung der einzelwissenschaftlichen Erkenntnis, teils auf den seitherigen Wandel der auch alltagspraktisch wirksamen kulturellen Selbstverständlichkeiten zurück. Einige Schwächen könnten durch Anpassung an veränderte Wissensbedingungen behoben werden. In diesem Zusammenhang schlage ich die Einführung zweier neuer Schichten vor: Die subatomare Schicht der Quantenobjekte und die Schicht der in kosmischen Dimensionen wirksamen Materie- und Energieformen. Es lassen sich aber auch grundlegende Bedenken formulieren, die in Richtung einer Ordnung der Wirklichkeit weisen, die keiner Schichtenauffassung mehr folgt.
    Scientific Progress19th Century German PhilosophyTheories and Models, MiscScientific Change, MiscMat…Read more
    Scientific Progress19th Century German PhilosophyTheories and Models, MiscScientific Change, MiscMatterAtomic and Molecular PhysicsTheory ChangeScientific RealismOntology
  •  531
    Strukturwandel der Wissenschaft (edited book)
    with Alfred Nordmann and Hans Radder
    . 2014.
    Mit Robotik, Digitalisierung, softwaregesteuerten Präzisionsinstrumenten und hochkomplexen Simulationsverfahren wird heute Technik zur treibenden Kraft der wissenschaftlichen Forschungspraxis. Gleichzeitig sieht sich die universitäre Forschung wachsenden gesellschaftlichen Einflüssen ausgesetzt und nähert sich selbst immer mehr der Industrieforschung an, woraus sich neue Fragen nach den Werten und der Objektivität der Wissenschaft ergeben. Derartig weitreichende Veränderungen haben zahlreiche Sp…Read more
    Mit Robotik, Digitalisierung, softwaregesteuerten Präzisionsinstrumenten und hochkomplexen Simulationsverfahren wird heute Technik zur treibenden Kraft der wissenschaftlichen Forschungspraxis. Gleichzeitig sieht sich die universitäre Forschung wachsenden gesellschaftlichen Einflüssen ausgesetzt und nähert sich selbst immer mehr der Industrieforschung an, woraus sich neue Fragen nach den Werten und der Objektivität der Wissenschaft ergeben. Derartig weitreichende Veränderungen haben zahlreiche Spekulationen darüber provoziert, ob sich in der Wissenschaftsgeschichte gegenwärtig ein Epochenbruch vollzieht. Dieser Sammelband setzt sich aus philosophischen, historischen und kulturwissenschaftlichen Perspektiven mit den Epochenbruchthesen auseinander, bestätigt und bestreitet ihn. Die Beiträge in diesem Band setzen sich mit der These vom Epochenbruch vor dem Hintergrund verschiedener Disziplinen auseinander, darunter Wissenschaftsphilosophie und -geschichte, sozialwissenschaftliche Untersuchungen über Wissenschaft sowie kultur- und medientheoretische Studien zu Wissenschaft und Technik. Die erste Gruppe der Beiträge versucht, die These von einem Epochenbruch im Ganzen zu beurteilen. Den Anfang bilden mehrere Beiträge, die die Debatte eröffnen, indem sie starke Thesen für oder gegen die Vorstellung vorlegen, dass sich das wissenschaftliche Unterfangen in den letzten Jahrzehnten völlig neu orientiert hat. Die Autoren in der zweiten Gruppe setzen sich unter einem spezifischen Gesichtspunkt mit der These auseinander. Sie stellen bestimmte Konzepte in den Mittelpunkt, greifen spezifische technische Entwicklungen heraus oder betrachten einzelne Praktiken und Anwendungskontexte. Diese spezifischen Konzepte, Technologien und Praxisbereiche dienen als Testfeld für die umfassendere These.
    General Philosophy of Science, MiscPhilosophy of Technology, MiscScientific ProgressScientific Revol…Read more
    General Philosophy of Science, MiscPhilosophy of Technology, MiscScientific ProgressScientific RevolutionsPhilosophy of Science, MiscellaneousComputer ScienceScientific PracticeHistory of Science, MiscEpistemologyTechnology Ethics, Misc
  •  393
    Totalität oder Zweckmäßigkeit? Kants Ringen mit dem Mannigfaltigen der Erfahrung im Ausgang der Vernunftkritik
    Kant Studien 83 (3): 294-303. 1992.
    Die noch im "Anhang zur transzendentalen Dialektik" der Kritik der reinen Vernunft vorgenommene transzendentale Deduktion der Ideen - von Kant als "die Vollendung des kritischen Geschäftes der reinen Vernunft" (B 698) bezeichnet - wird als Reaktion gegen ein zuvor bedrohlich auftretendes Mannigfaltiges der Erfahrung interpretiert. Als Stärkung der totalisierenden Funktionen der Vernunft entspricht diese Maßnahme zwar der in der Kritik entwickelten Theorie der Erfahrung, gefährdet aber zugleich d…Read more
    Die noch im "Anhang zur transzendentalen Dialektik" der Kritik der reinen Vernunft vorgenommene transzendentale Deduktion der Ideen - von Kant als "die Vollendung des kritischen Geschäftes der reinen Vernunft" (B 698) bezeichnet - wird als Reaktion gegen ein zuvor bedrohlich auftretendes Mannigfaltiges der Erfahrung interpretiert. Als Stärkung der totalisierenden Funktionen der Vernunft entspricht diese Maßnahme zwar der in der Kritik entwickelten Theorie der Erfahrung, gefährdet aber zugleich die Balance zwischen Mannigfaltigkeit und Einheit der Erfahrung. In einem alternativen, in der Kritik der Urteilskraft enthaltenen Lösungsversuch setzt Kant an die Stelle einer Ausrichtung auf die Vernunftideen (Seele, Welt und Gott) die Orientierung am Prinzip der Zweckmäßigkeit. Wenngleich diese Teleologisierung der im "Anhang zur transzendentalen Dialektik" aufgetretenen Problematik gerechter wird, führt sie im Resultat nicht über ihn hinaus.
    Kant: GodKant: Theoretical and Practical ReasonKant: Teleology, MiscKant: Critique of Pure ReasonKan…Read more
    Kant: GodKant: Theoretical and Practical ReasonKant: Teleology, MiscKant: Critique of Pure ReasonKant: Metaphysics and Epistemology, MiscKant: Philosophy of ScienceKant: Epistemology, MiscKant, MiscKant: Transcendental IdealismKant: Categories
  •  70
    Phänomenologie versus Naturwissenschaft - Zum Verhältnis zweier Erkenntnisarten
    In Gregor Schiemann & Gernot Böhme (eds.), Phänomenologie der Natur, Suhrkamp. 1997.
    Im letzten Viertel dieses Jahrhunderts mehren sich die Anzeichen für einen wissenschaftstheoretischen Wandlungsprozeß von weitreichender Bedeutung. Zu seinen hervorstechenden Merkmalen gehört die Kritik an den vormals dominierenden Abgrenzungen der naturwissenschaftlichen Erkenntnis gegenüber anderen Erkenntnisformen. Beanstandet wird hauptsächlich die traditionell unzureichende Berücksichtigung der praktischen Dimensionen der Forschung und die bisher einseitige Konzentration auf mathematisch-ph…Read more
    Im letzten Viertel dieses Jahrhunderts mehren sich die Anzeichen für einen wissenschaftstheoretischen Wandlungsprozeß von weitreichender Bedeutung. Zu seinen hervorstechenden Merkmalen gehört die Kritik an den vormals dominierenden Abgrenzungen der naturwissenschaftlichen Erkenntnis gegenüber anderen Erkenntnisformen. Beanstandet wird hauptsächlich die traditionell unzureichende Berücksichtigung der praktischen Dimensionen der Forschung und die bisher einseitige Konzentration auf mathematisch-physikalische Disziplinen. Daß die Naturwissenschaften ihre Fähigkeiten zur Naturbeherrschung und -veränderung bis in unsere Gegenwart hinein unablässig erweitert haben, geht vermutlich nur partiell auf die erfolgreiche Anwendung theoretischer Axiomensysteme oder Modellbetrachtungen, wie sie in der Physik vorkommen, zurück. Maßgeblich scheint die Forschungsdynamik vielmehr durch Handlungselemente bestimmt zu sein, die in den konkreten Untersuchungssituationen und in der institutionellen Organisation von Wissenschaft und Technik zum Ausdruck kommen.
    Varieties of Knowledge, MiscNatural Sciences, MiscPhenomenology, MiscContinental Philosophy of Scien…Read more
    Varieties of Knowledge, MiscNatural Sciences, MiscPhenomenology, MiscContinental Philosophy of ScienceHusserl: LifeworldNaturalism, MiscEpistemological Theories, MiscHusserl: Phenomenology, Misc
  •  1223
    Phänomenologie der Natur (edited book)
    with Gernot Böhme
    Suhrkamp. 1997.
    Die Natur ist als Thema in der Phänomenologie von Husserl bis zu Schmitz wenig bearbeitet worden. Der Grund ist teilweise in der respektvollen oder auch kritischen Distanz vieler Phänomenologen zur Naturwissenschaft zu suchen, teils darin, dass es auf dem Feld der Selbstgegebenheit - Leib, Gefühl, zwischenmenschliche Beziehungen - zunächst die eigentlichen Entdeckungen zu machen galt. Selbst die Leibphilosophie wurde nicht als ein Teil einer Phänomenologie der Natur entwickelt. Doch ist der Leib…Read more
    Die Natur ist als Thema in der Phänomenologie von Husserl bis zu Schmitz wenig bearbeitet worden. Der Grund ist teilweise in der respektvollen oder auch kritischen Distanz vieler Phänomenologen zur Naturwissenschaft zu suchen, teils darin, dass es auf dem Feld der Selbstgegebenheit - Leib, Gefühl, zwischenmenschliche Beziehungen - zunächst die eigentlichen Entdeckungen zu machen galt. Selbst die Leibphilosophie wurde nicht als ein Teil einer Phänomenologie der Natur entwickelt. Doch ist der Leib nicht die Natur, die wir selbst sind? Im vorliegenden Band unternehmen Forscher verschiedener Herkunft die gemeinsame Anstrengung, mit dem Thema Natur der Phänomenologie ein neues Forschungsfeld zu eröffnen. Dabei wird nicht nur an die phänomenologische Bewegung angeknüpft, sondern auch an aristotelische goethische Naturwissenschaft, soweit sie als phänomenologisch betrachtet werden kann. Damit wird die Absicht verfolgt, die Phänomenologie der Natur als eine alternative Erkenntnisweise im Unterschied zur herrschenden naturwissenschaftlich-technischen zu entwickeln. Nach der Entfaltung des Programms wird zunächst die goethische Naturwissenschaft als ein Paradigma von Naturphänomenologie dargestellt. Dann werden die Beiträge aus der phänomenologischen Bewegung (Husserl, Klages, Schmitz) durchmustert. Und schließlich werden Fallbeispiele gegenwärtiger phänomenologischer Erforschung der Natur vorgeführt. Dabei geht es einerseits um Beiträge von seiten goetheanischer Wissenschaft (Botanik und Wärmelehre), andererseits um Beispiele, die im Rahmen der Naturphilosophie entstanden sind (Phänomenologie von Wind und Wetter, Phänomenologie des eigenen Leibes als Natur, Phänomenologie der Stoffe).
    Perception and PhenomenologyNatural SciencesContinental Philosophy of ScienceHusserl: LifeworldArist…Read more
    Perception and PhenomenologyNatural SciencesContinental Philosophy of ScienceHusserl: LifeworldAristotle: Natural Science, MiscPhenomenology, MiscNature
  •  1560
    Is an epoch-making change in the development of science currently taking place? A ciritque of the 'epochal-break-thesis'
    In M. Carrier & A. Nordmann (eds.), Science in the Context of Application, Springer. pp. 431--453. 2011.
    In recent decades, several authors have claimed that an epoch-making change in the development of science is taking place. A closer examination of this claim shows that these authors take different – and problematic – concepts of an epochal break as their points of departure. In order to facilitate an evaluation of the current development of science, I would like to propose a concept of an epochal change according to which it is not necessarily a discontinuous process that typically begins in a …Read more
    In recent decades, several authors have claimed that an epoch-making change in the development of science is taking place. A closer examination of this claim shows that these authors take different – and problematic – concepts of an epochal break as their points of departure. In order to facilitate an evaluation of the current development of science, I would like to propose a concept of an epochal change according to which it is not necessarily a discontinuous process that typically begins in a subarea of the sciences, has far-reaching consequences for the entire system of the sciences, and can be observed by contemporaries as early as during its initial phase. Taking this concept as my point of departure, I discuss various candidates for the status of an epochal transformation in the recent development of the sciences. Although there are sound reasons to doubt that an epochal break is currently taking place, one must concede that the sciences are probably in a profound transformation, which could unfold in various directions, perhaps even leading to epoch-making new characterizations of the sciences.
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    Scientific RevolutionsScientific ProgressThe Nature of Theories, MiscScientific Change, MiscSociology of ScienceHistory of Science, MiscPhilosophy of Technology, MiscTheoretical Virtues, MiscUnity of Science
  •  927
    Geist-Gehirn-Problem "bewältigt"? Mitnichten
    Ethik Und Sozialwissenschaften 6 (1). 1995.
    German Philosophy
  •  2006
    Nietzsche und die Wahrheitsgewissheitsverluste im Anbruch der Moderne
    In H. Heit (ed.), Nietzsches Philosophie des Wissens im Kontext des 19. Jahrhunderts, De Gruyter. pp. 46-75. 2014.
    Im ersten Teil verorte ich den historischen Kontext des Umbruchprozesses der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts im Hinblick auf die Physik. Vom Beginn der Neuzeit bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war die Physik die Leitwissenschaft in den Naturwissenschaften. Der Wandlungsprozess der auf sie bezogenen Wissenschaftsauffassungen setzt im 19. Jahrhundert bislang unangetastete, von der Antike herrührende Geltungsansprüche außer Kraft. Im zweiten Teil vergleiche ich Nietzsches Charakterisierung der…Read more
    Im ersten Teil verorte ich den historischen Kontext des Umbruchprozesses der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts im Hinblick auf die Physik. Vom Beginn der Neuzeit bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war die Physik die Leitwissenschaft in den Naturwissenschaften. Der Wandlungsprozess der auf sie bezogenen Wissenschaftsauffassungen setzt im 19. Jahrhundert bislang unangetastete, von der Antike herrührende Geltungsansprüche außer Kraft. Im zweiten Teil vergleiche ich Nietzsches Charakterisierung der Wissenschaften exemplarisch mit der von Hermann von Helmholtz. Helmholtz kann als ein herausragender Vertreter der Naturforschung des 19. Jahrhunderts angesehen werden. Er entwickelte seine erste bahnbrechende wissenschaftliche Leistung noch ganz im Rahmen einer auf Wahrheit und Einheit fokussierten Wissenschaftsauffassung. Im Verlauf seiner weiteren Arbeiten relativierten sich seine Geltungsansprüche zunehmend. In systematischer Hinsicht näherte sich Helmholtz damit nicht nur der Position an, die Nietzsche immer schon eingenommen hat, sondern er übertraf sie sogar in bestimmter Hinsicht. -/- Im dritten Teil setze ich mich kritisch mit einem Aspekt der Rezeption des historischen Verhältnisses von Nietzsche und Helmholtz auseinander. Helmholtz gehörte zu den wenigen repräsentativen Naturwissenschaftlern, von denen man annimmt, dass ihre Forschungen auf das Denken Nietzsches Einfluss hatten. Bemerkenswerterweise stammen die betreffenden Arbeiten aus der ersten Phase von Helmholtz’ Wissenschaftsauffassung. Während Helmholtz mit seinen Forschungen einen traditionellen Wahrheitsanspruch bestätigt sah, bezog sich Nietzsche auf sie, um sie umgekehrt zur Destruktion dieses Anspruches einzusetzen. Wo der Rezeption diese Konstellation entgangen ist, hat sie dazu beigetragen, die Aktualität von Nietzsches Wissenschaftskritik zu überschätzen.
    Nietzsche: Metaphysics and EpistemologyScientific Change, MiscPhysicsHistory of ScienceScientific Pr…Read more
    Nietzsche: Metaphysics and EpistemologyScientific Change, MiscPhysicsHistory of ScienceScientific ProgressScientific TruthRealism and Anti-RealismNietzsche: NihilismUncertainty PrincipleRelativism about Truth
  •  304
    Die Relevanz nichttechnischer Natur. Aristoteles‘ Natur-Technik-Differenz in der Moderne
    In Gerald Hartung & Thomas Kirchhoff (eds.), Welche Natur brauchen wir? Analyse einer anthropologischen Grundproblematik des 21. Jahrhunderts, Alber. 2014.
    Im ersten Abschnitt skizziere ich die ursprüngliche aristotelische Unterscheidung von Natur und Technik. Auf die neuzeitliche Kritik an ihr, die sich anschließenden historischen Veränderungen ihrer gesamtgesellschaftlichen Anwendungsbedingungen sowie auf zukünftig mögliche Szenarien des Verhältnisses von Natur und Technik gehe ich im zweiten Abschnitt ein. In den nachfolgenden zwei Abschnitten fokussiere ich meine Ausführungen auf die Lebenswelt und diskutiere exemplarisch die Anwendung der Unte…Read more
    Im ersten Abschnitt skizziere ich die ursprüngliche aristotelische Unterscheidung von Natur und Technik. Auf die neuzeitliche Kritik an ihr, die sich anschließenden historischen Veränderungen ihrer gesamtgesellschaftlichen Anwendungsbedingungen sowie auf zukünftig mögliche Szenarien des Verhältnisses von Natur und Technik gehe ich im zweiten Abschnitt ein. In den nachfolgenden zwei Abschnitten fokussiere ich meine Ausführungen auf die Lebenswelt und diskutiere exemplarisch die Anwendung der Unterscheidung auf die äußere Wahrnehmung, die Leibwahrnehmung und die Reproduktionstechnologie. Es geht mir in diesen beiden Abschnitten weniger um den Nachweis der durch Technisierungen bedingten Erosion der Lebenswelt als umgekehrt um die Begründung der fortbestehenden Brauchbarkeit der aristotelischen Unterscheidung in der Lebenswelt.
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    Artificial LifeScientific ProgressHusserl: LifeworldAristotle, MiscPhilosophy of Perception, GeneralPhilosophy of Technology, MiscThe Nature of Perceptual Experience, Misc
  •  347
    Naturalismus und Dualismus als naturphilosophisches Problem. Das Verhältnis von Natur und Erfahrung
    In K. Köchy & M. Norwig (eds.), Umwelt-Handeln. Zum Zusammenhang von Naturphilosophie und Umweltethik, („Lebenswissenschaften im Dialog“ Bd. 2), . 2006.
    Der Diskurs über die Natur ist durch eine Bedeutungsvielfalt gekennzeichnet, die sich kaum unter einen einheitlichen Begriff bringen läßt. Die Naturphilosophie hat sich der Bedeutungsvielfalt des Naturbegriffes zu stellen, weil sie die Natur, das Wissen von ihr und das Verhältnis des Menschen zu ihr zum Thema hat. Die mangelnde Einheit des Naturbegriffes vermag den Realitätsgehalt und die Einheit des naturphilosophischen Gegenstandes zu gefährden. Mein Beitrag möchte dieses Problem in zwei Schri…Read more
    Der Diskurs über die Natur ist durch eine Bedeutungsvielfalt gekennzeichnet, die sich kaum unter einen einheitlichen Begriff bringen läßt. Die Naturphilosophie hat sich der Bedeutungsvielfalt des Naturbegriffes zu stellen, weil sie die Natur, das Wissen von ihr und das Verhältnis des Menschen zu ihr zum Thema hat. Die mangelnde Einheit des Naturbegriffes vermag den Realitätsgehalt und die Einheit des naturphilosophischen Gegenstandes zu gefährden. Mein Beitrag möchte dieses Problem in zwei Schritten konkretisieren und aufklären helfen. Im ersten Schritt skizziere ich die differenten Formen des Gegenstandsbezuges für die zwei Strömungen des gegenwärtigen Naturdiskurses, die ich als Hauptströmungen ansehe: die naturalistische und die dualistische Strömung.' Mit diesem Teil möchte ich Ordnungsstrukturen in der Vielfalt der Bedeutungen herausstellen, die nicht schon die Einheit des Naturbegriffes voraussetzen. Im zweiten Schritt wende ich mich je einem Beispiel für den naturalistischen und den dualistischen Naturbegriff zu, um die Anwendung der Strukturelemente zu erproben und für die Entwicklung einer neuen Sichtweise der Bedeutungsvielfalt zu nutzen. Um dabei die Spannweite der Vielheit des Naturbegriffes auszuloten, habe ich mich für zwei Beispiele entschieden, die denkbar weit auseinander liegen: Der von mir ausgewählte naturalistische Begriff verbindet sich mit der Erforschung quantenphysikalischer Objekte, der dualistische mit der lebensweltlichen Erfahrung.
    NatureNaturalismDualismHusserl: LifeworldQuantum Mechanics, MiscScientific Realism, MiscThe Nature o…Read more
    NatureNaturalismDualismHusserl: LifeworldQuantum Mechanics, MiscScientific Realism, MiscThe Nature of Perceptual Experience, Misc
  •  1844
    Warum Gott nicht würfelt: Einstein und die Quantenmechanik im Licht neuerer Forschungen
    In R. Breuniger (ed.), Bausteine zur Philosophie. Bd. 27: Einstein, . 2010.
    Zuerst werden die Argumente rekonstruiert, die dafür sprechen, Einsteins Wort, dass Gott nicht würfelt, als Ausdruck eines überholten deterministischen Weltbildes anzusehen. Anschließend werden Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte benannt, die für eine Neubewertung seiner Position zur dominanten Interpretation der Quantenmechanik sprechen. Den Abschluß bildet die Diskussion der Möglichkeiten einer Reinterpretation seines Satzes vom nicht würfelnden Gott.
    History of Quantum MechanicsEinstein-Podolsky-RosenQuantum Determinism and IndeterminismInterpretati…Read more
    History of Quantum MechanicsEinstein-Podolsky-RosenQuantum Determinism and IndeterminismInterpretations of Quantum Mechanics, Misc
  •  2101
    Between Classical and Modern Theory of Science. Hermann von Helmholtz und Karl R. Popper, compared epistemologically.
    In Heinz Lübbig (ed.), The Inverse Problem: Symposium Ad Memoriam Hermann von Helmholtz, Wiley-vch. 1995.
    With his influence on the development of physiology, physics and geometry, Hermann von Helmholtz – like few scientists of the second half of the 19th century – is representative of the research in natural science in Germany. The development of his understanding of science is not less representative. Until the late sixties, he emphatically claimed the truth of science; later on, he began to see the conditions for the validity of scientific knowledge in relative terms, and this can, in summary, …Read more
    With his influence on the development of physiology, physics and geometry, Hermann von Helmholtz – like few scientists of the second half of the 19th century – is representative of the research in natural science in Germany. The development of his understanding of science is not less representative. Until the late sixties, he emphatically claimed the truth of science; later on, he began to see the conditions for the validity of scientific knowledge in relative terms, and this can, in summary, be referred to as hypothesizing. Already in the past century, HeImholtz made first approaches to an understanding of science, which were incompatible with his own former position and which pointed to the modern age to an astonishingly large extent. A comparison with Karl R. Popper's logic of research will illustrate how closely he nevertheless approached modern understanding of science. In Popper's logic of research, hypothesizing of scientific knowledge is definitely much more advanced than in Helmholtz's theory of science. What begins vaguely to emerge with Helmholtz has already become an explicitly formulated programme with Popper. Although HeImholtz and Popper are not on a direct line of epistemological development and Popper refers to HeImholtz only rarely and casually, there are in fact surprising points of contact which have not been taken notice of so far and which appear above all if one looks at Helmholtz's understanding of science against the background of Popper's logic of research.
    Popper and Other PhilosophersKnowledge, MiscNature19th Century German Philosophy, MiscEpistemic Obje…Read more
    Popper and Other PhilosophersKnowledge, MiscNature19th Century German Philosophy, MiscEpistemic ObjectivityEmpiricism, MiscHistory of Science, MiscEpistemological Theories, Misc
  •  1040
    Natur auf dem Rückzug. Zur Relevanz der aristotelischen Unterscheidung von Natur und Technik
    In Gregor Schiemann, Michael Hauskeller & Christoph Rehmann-Sutter (eds.), Naturerkenntnis Und Natursein, Suhrkamp Publishers. pp. 145--175. 1998.
    Von den zahllosen Vorstellungen, die heute dem öffentlichen Reden über Natur zugrundeliegen, gehört die aristotelische Naturbegrifflichkeit zweifellos immer noch zu den einflußreichsten. Während in der Tradition des aristotelischen Denkens Natur und Technik zwei verschiedene Seinsweisen bezeichnen, verwerfen die Naturwissenschaften jede substantielle Unterscheidung zwischen den beiden Sphären. Die zunehmende Technisierung der Welt macht zudem einen Begriff problematisch, der im wesentlichen das …Read more
    Von den zahllosen Vorstellungen, die heute dem öffentlichen Reden über Natur zugrundeliegen, gehört die aristotelische Naturbegrifflichkeit zweifellos immer noch zu den einflußreichsten. Während in der Tradition des aristotelischen Denkens Natur und Technik zwei verschiedene Seinsweisen bezeichnen, verwerfen die Naturwissenschaften jede substantielle Unterscheidung zwischen den beiden Sphären. Die zunehmende Technisierung der Welt macht zudem einen Begriff problematisch, der im wesentlichen das von humanen Eingriffen Ungestörte subsumiert. Kann das öffentliche Verständnis, soweit es aristotelisch geprägt ist, die Tendenz zur Veränderung und Ersetzung von Natur durch Technik überhaupt noch angemessen erfassen? Dieser Frage möchte ich auf zwei Ebenen nachgehen. Zum einen setze ich die aristotelische Unterscheidung von Natur und Technik weitestgehend als Dichotomie voraus, sehe von ihren lebensweltlichen Bezügen ab und konfrontiere sie exemplarisch mit einigen, teils schon vollzogenen, teils zu erwartenden Verschiebungen im Verhältnis dieser beiden Sphären. Insofern die Binnenperspektive der Individuen außer Betracht bleibt und es sich vornehmlich um Prozesse handelt, die die Grundlagen der materiellen Lebensverhältnisse betreffen, könnte man von der „gesellschaftlichen Ebene“ sprechen. Im Ergebnis zeigt sich ein spezieller, zunehmend verengter Kontext, in dem die Entgegensetzung noch sinnvoll Anwendung findet(I). Zum anderen rekonstruiere ich die aristotelische Begrifflichkeit im Horizont eines lebensweltlichen Verständnisses. Hierbei werde ich weniger von einer wechselseitigen Ausschließung der beiden Sphären ausgehen als von der Annahme, daß Natur und Technik die gegenüberliegenden Ränder eines Übergangsfeldes von Zuständen bezeichnen, in denen beide gleichsam gemischt enthalten sind. Die begrifflichen Hilfsmittel für diese Vermittlung finden sich bei Aristoteles selbst. Es handelt sich um die Individuationsprinzipien Stoff und Form, die in ihrer Anwendung auf die Definition von Natur eine differenziertere Wahrnehmung des Technischen gestattet.
    Philosophy of Technology, MiscAristotle: Natural Science, MiscOntologyHusserl: LifeworldEpistemic Ob…Read more
    Philosophy of Technology, MiscAristotle: Natural Science, MiscOntologyHusserl: LifeworldEpistemic Objectivity
  •  2825
    The Objectivity of Nihilism
    Divinatio. Studia Culturologica 41 (Autumn-winter 2015): 7-29. 2016.
    The discourse on nihilism in the German-speaking world continues to take its orientation primarily from Friedrich Nietzsche’s understanding of nihilism as a historical movement of the decline of values. This means that the aspects of nihilism that are not tied to specific epochs and cultures are not accorded due importance (I). In order to make a reappraisal of nihilism that does justice to these objective contents, I will present a classification of types of nihilism and of arguments that…Read more
    The discourse on nihilism in the German-speaking world continues to take its orientation primarily from Friedrich Nietzsche’s understanding of nihilism as a historical movement of the decline of values. This means that the aspects of nihilism that are not tied to specific epochs and cultures are not accorded due importance (I). In order to make a reappraisal of nihilism that does justice to these objective contents, I will present a classification of types of nihilism and of arguments that support it. The discussion of the typology of the principal meanings of nihilism points to a loss in relevance of conceptions that take their orientation from Nietzsche (II). The discussion of the arguments testifies to the importance of objective knowledge in the justification of nihilism (III).
    Moral ObjectivityNietzsche: NihilismDeath and Dying, MiscObjectivity and Value in Social ScienceBore…Read more
    Moral ObjectivityNietzsche: NihilismDeath and Dying, MiscObjectivity and Value in Social ScienceBoredomScientific Truth
  •  701
    Kein Weg vorbei an der Natur: Natur als Gegenpart und Voraussetzung der Nanotechnologie
    In A. Nordmann & J. Schummer (eds.), Nanotechnologie im Kontext: Philosophische, ethische und gesellschaftliche Perspektiven, Akademische Verlagsgesellschaft. 2006.
    Two criteria are proposed for characterizing the diverse and not yet perspicous relations between nanotechnology und nature. They assume a concept or nature as that which is not made by human action. One of the criteria endorses a distinction between natural and artificial objects in nanotechnology: the other allows for a discussion of the potential nanotechnological modification of nature. Insofar as current trends may be taken as indicative of future development, nanotechnology might increasin…Read more
    Two criteria are proposed for characterizing the diverse and not yet perspicous relations between nanotechnology und nature. They assume a concept or nature as that which is not made by human action. One of the criteria endorses a distinction between natural and artificial objects in nanotechnology: the other allows for a discussion of the potential nanotechnological modification of nature. Insofar as current trends may be taken as indicative of future development, nanotechnology might increasingly use the model of nature as a point of orientation, while many of its products will continue to be clearly distinguished from nature.
    NatureNanotechnologyLaws of Nature, MiscPhilosophy of Technology, MiscTechnology Ethics, MiscScienti…Read more
    NatureNanotechnologyLaws of Nature, MiscPhilosophy of Technology, MiscTechnology Ethics, MiscScientific Realism, MiscScientific Practice, MiscTheories and Models, MiscEmpiricism, Misc
  •  140
    Plurale Wissensgrenzen: Das Beispiel des Naturbegriffes
    In J. Mittelstraß (ed.), Die Zukunft des Wissens. XVIII. Deutscher Kongress für Philosophie., Universitätsverlag Konstanz. 2000.
    In diesem Vortrag möchte ich die plurale Anwendbarkeit von Naturbegriffen exemplarisch nur an einem Ausschnitt des naturphilosophischen Diskurses, an der speziellen Klasse der antithetischen Bestimmungen erörtern: Die aristotelische Entgegensetzung von Natur und Technik, die cartesische von Natur und Denken und die rousseausche von Natur und Gesellschaft. Bei ihrer Rekonstruktion suche ich, Erfahrungen herauszuarbeiten, auf die sich die extensionalen Festlegungen jeweils stützen, um in erster Nä…Read more
    In diesem Vortrag möchte ich die plurale Anwendbarkeit von Naturbegriffen exemplarisch nur an einem Ausschnitt des naturphilosophischen Diskurses, an der speziellen Klasse der antithetischen Bestimmungen erörtern: Die aristotelische Entgegensetzung von Natur und Technik, die cartesische von Natur und Denken und die rousseausche von Natur und Gesellschaft. Bei ihrer Rekonstruktion suche ich, Erfahrungen herauszuarbeiten, auf die sich die extensionalen Festlegungen jeweils stützen, um in erster Näherung drei "bevorzugte Verwendungskontexte" abzugrenzen. Die Definition dieser Kontexte nehme ich mir anschließend unabhängig von den Naturbegriffen vor. Im Resultat findet vorzugsweise die aristotelische Naturdefinition in einem lebensweltlichen Kontext, die cartesische in einem subjektiven und die rousseausche in einem öffentlichen Kontext Verwendung. Bei diesen Kontexten handelt es sich um Erfahrungsbereiche, die für das Verhältnis des Menschen zur Natur von grundlegender Bedeutung sind. Die Möglichkeit, traditionelle Naturbegriffe in ihnen anwenden zu können, läßt umgekehrt darauf schließen, daß in diesen Begriffen heute noch elementare Erfahrungen zum Ausdruck kommen.
    Jean-Jacques RousseauNatureAristotleDualismRené DescartesPhilosophy of TechnologyHusserl: LifeworldH…Read more
    Jean-Jacques RousseauNatureAristotleDualismRené DescartesPhilosophy of TechnologyHusserl: LifeworldHistory of Science, MiscEpistemological Theories, Misc
  •  20
    1. Pluralität erster Stufe. Zwei Naturen und ihre bevorzugten Kontexte
    In Natur, Technik, Geist. Kontexte der Natur nach Aristoteles und Descartes in lebensweltlicher und subjektiver Erfahrung., De Gruyter. pp. 27-348. 2005.
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