•  1065
    Die von Kant vorgeschlagene Auflösung der Freiheitsantinomie gehört zu denjenigen Theoriestücken, die auch für den transzendentalen Idealismus aufgeschlossene Philosophen schwer zu verteidigen finden. Dies gilt insbesondere für die Lehre von der nichtzeitlichen Verursachung. Nach dieser Doktrin hebt die »Causalität der Vernunft im intelligibelen Charakter […] nicht zu einer gewissen Zeit an, um eine Wirkung hervorzubringen«. In diesem Beitrag wird nicht Kants Auflösung der Freiheitsantinomie im …Read more
  •  1118
    In a number of articles, Hans-Johann Glock has argued against the »lingualist« view that higher mental capacities are a prerogative of language-users. He has defended the »assimilationist« claim that the mental capacities of humans and of non-human animals differ only in degree. In the paper under discussion, Glock argues that animals are capable of acting for reasons, provided that reasons are construed along the lines of the new »objectivist« theory of practical reasons. The paper critizices t…Read more
  •  1938
    How the Ceteris Paribus Laws of Physics Lie
    In Jan Faye, Paul Needham, Uwe Scheffler & Max Urchs (eds.), Nature's Principles, Springer. pp. 167-200. 2005.
    After a brief survey of the literature on ceteris paribus clauses and ceteris paribus laws (1), the problem of exceptions, which creates the need for cp laws, is discussed (2). It emerges that the so-called skeptical view of laws of nature does not apply to laws of any kind whatever. Only some laws of physics are plagued with exceptions, not THE laws (3). Cp clauses promise a remedy, which has to be located among the further reactions to the skeptical view (4). After inspecting various translati…Read more
  •  712
    Informatik und Philosophie (edited book)
    with Peter Schefe, Heiner Hastedt, and Yvonne Dittrich
    Bibliographisches Institut. 1993.
    Mit Beiträgen von Heiner Hastedt, Peter Schefe, Michael Heidelberger, Wolfgang Coy, Peter Janich, Sybille Krämer, Heinz Zemanek, Rafael Capurro, Ekkehard Martens, Yvonne Dittrich, Holm Tetens, Geert Keil, John R. Searle, Margaret A. Boden, Godela Unseld, Ulrike Teubner, Rüdiger Weingarten, Florian Rötzer und Simone Dietz.
  •  824
    Biologische Funktionen und das Teleologieproblem
    In Ludger Honnefelder & Matthias C. Schmidt (eds.), Naturalismus als Paradigma, Berlin University Press. pp. 76-85. 2007.
    Die im Beitrag behandelte Frage, ob sich die organische Natur des Menschen sowie seine Gesundheits- und Krankheitszustände naturalistisch auffassen lassen, erscheint zunächst irritierend. Ist nicht der Mensch als Säugetier ein natürliches Phänomen par excellence? Wie alle anderen Tiere kann der Mensch gesund oder krank sein, weil er einen Körper hat, dessen vielfältige biologische Funktionen störungsanfällig sind. Was sollte es hier noch zu naturalisieren geben? Integrieren sich Organismus, Gesu…Read more
  •  1460
    1. Hermeneutik und „theory of interpretation“ 2. Radikalisierungen des Verstehensproblems 3. Verstehensskepsis, Bedeutungsskepsis und Sinnkritik 4. Radikale Übersetzung 5. Das „principle of charity“ 6. Radikale Interpretation beginnt zu Hause 7. Die Rolle der Sprecherabsichten 8. Ausblick: Woran bemisst sich Verstehenserfolg?
  •  627
    Introduction
    Grazer Philosophische Studien 66 (1): 1-5. 2003.
    Introduction to a collection of essays that celebrate the fiftieth anniversary of Quine's paper "Two Dogmas of Empiricism". Contributor: Herbert Schnädelbach, Paul A. Boghossian, Kathrin Glüer, Verena Mayer, Christian Nimtz, Åsa Maria Wikforss, Hans-Johann Glock, Peter Pagin, Tyler Burge, Geert Keil und Donald Davidson.
  •  56
    Naturalismus und menschliche Natur
    In Wolf-Jürgen Cramm & Geert Keil (eds.), Der Ort der Vernunft in einer natürlichen Welt. Logische und an­thro­pologi­sche Ortsbestimmungen, Velbrück Wissenschaft. pp. 192-215. 2008.
    Der Naturalismus in der theoretischen Philosophie tritt in drei Varianten auf. Der metaphysische Naturalismus behauptet, dass nur Natürliches existiert. Der Scientia mensura-Naturalismus behauptet, dass die Methoden der Naturwissenschaft der einzige Weg zur Wahrheit sind. Der analytische Naturalismus versucht, in nichtintentionalen Begriffen formulierte hinreichende Bedingungen für das Vorliegen eines intentionalen Phänomens anzugeben. Im Beitrag wird gezeigt, dass diese drei Varianten des Natur…Read more
  •  102
    Vagueness in Psychiatry: An Overview
    with Lara Keuck and Rico Hauswald
    In Geert Keil, Lara Keuck & Rico Hauswald (eds.), Vagueness in Psychiatry, Oxford University Press Uk. pp. 3-23. 2016.
    In psychiatry there is no sharp boundary between the normal and the pathological. Although clear cases abound, it is often indeterminate whether a particular condition does or does not qualify as a mental disorder. For example, definitions of ‘subthreshold disorders’ and of the ‘prodromal stages’ of diseases are notoriously contentious. Philosophers and linguists call concepts that lack sharp boundaries, and thus admit of borderline cases, ‘vague’. This overview chapter reviews current debates a…Read more
  •  1043
    Libertarische Freiheit für natürliche Wesen. Zu Ansgar Beckermanns Freiheitsauffassung
    Allgemeine Zeitschrift für Philosophie 36 (2): 154-176. 2011.
    Der Beitrag ist ein Kommentar zu Ansgar Beckermanns kompatibilistischer Freiheitsauffassung. Nach Beckermann können libertarische Auffassungen die Willensfreiheit nicht verständlich machen. Durch ihre Ablehnung des Determinismus sähen sie sich zwei unattraktiven Optionen gegenüber: die Freiheit auf Akteurskausalität zu gründen oder auf den Zufall. Ich stimme Beckermann darin zu, dass Akteurskausalität schwer verständlich und das Zufallsproblem eine große Herausforderung für den Libertarismus ist…Read more
  •  1361
    Im deutschen Embryonenschutz- und im Stammzellgesetz sind zwei Rechtsbegriffe von 'Embryo' definiert worden, die sich auf die Zelleigenschaft der Totipotenz stützen und dieser damit eine ontologische und normative Bedeutung beimessen, die angesichts der vielfältigen divergierenden Intuitionen und Argumente zur sogenannten Statusfrage nicht leicht zu rechtfertigen ist. Der vorliegende Beitrag diskutiert die Schwierigkeiten, den ontologischen, moralischen und rechtlichen Status totipotenter Humanz…Read more
  •  29
    Is the Computational Metaphor of Mind Intentionalistic or Naturalistic?
    In Georg Meggle & Ulla Wessels (eds.), Analyōmen 1 =, W. De Gruyter. pp. 629-639. 1994.
    The arguments of this article are developed in detail in the chapters II, 3.3 and IV, 3 of my book KRITIK DES NATURALISMUS, Berlin/New York (de Gruyter) 1993
  •  1391
    Eine fulminante Lehnstuhlkritik der Neurowissenschaften
    Deutsche Zeitschrift für Philosophie 53 (6): 951-955. 2005.
    Review of Max Bennett's and Peter Hacker's book PHILOSOPHICAL FOUNDATIONS OF NEUROSCIENCE, Oxford University Press 2003.
  •  41
    Wo hat Kant das Prinzip vom nomologischen Charakter der Kausalität begründet?
    In Volker Gerhardt, Rolf-Peter Horstmann & Ralph Schumacher (eds.), Kant Und Die Berliner Aufklärung: Akten des IX Internationalen Kant-Kongresses, Walter De Gruyter. pp. 562-571. 2001.
    Das allgemeine Kausalprinzip findet sich bei Kant in zwei Fassungen, einer gesetzesimplizierenden („Alles in der Welt geschieht nach Gesetzen der Natur“) und einer gesetzesneutralen („Alles, was geschieht, hat seine Ursache“). Äquivalent sind die beiden Fassungen nur unter einer bestimmten kausalitätstheoretischen Annahme, nämlich der des Prinzips vom nomologischen Charakter der Kausalität. Kant hat dieses Prinzip, demzufolge jede Kausalbeziehung zwischen zwei Einzelereignissen ein striktes Sukz…Read more
  •  1302
    Über den Homunkulus-Fehlschluß
    Zeitschrift für Philosophische Forschung 57 (1). 2003.
    Ein Homunkulus im philosophischen Sprachgebrauch ist eine postulierte menschenähnliche Instanz, die ausdrücklich oder unausdrücklich zur Erklärung der Arbeitsweise des menschlichen Geistes herangezogen wird. Als Homunkulus-Fehlschluß wird die Praxis bezeichnet, Prädikate, die auf kognitive oder perzeptive Leistungen einer ganzen Person zutreffen, auch auf Teile von Personen oder auf subpersonale Vorgänge anzuwenden, was typischerweise zu einem Regreß führt. Der vorliegende Beitrag erörtert den H…Read more
  •  48
    Sind Handlungssätze singuläre Kausalsätze?
    In Uwe Meixner & Peter M. Simons (eds.), Metaphysik im postmetaphysischen Zeitalter, . pp. 305-311. 1999.
    Können Personen im Wortsinne die Ursache von etwas sein? Wer die Frage bejaht, möge ein Akteurskausalist heißen. Ereigniskausalisten hingegen lassen als Relata der Kausalrelation allein Ereignisse zu. Manche Akteurskausalisten, allen voran Kant und Chisholm, fassen die Verursachung durch Handelnde als eine Kausalität sui generis auf, die der gewöhnlichen Ereigniskausalität gleichberechtigt zur Seite zu stellen sei. Andere Akteurskausalisten, beispielsweise Aristoteles, scheinen lediglich eine li…Read more
  •  1768
    Der Beitrag beleuchtet einen bisher kaum gewürdigten Grund dafür, dass die Gettier-Debatte nicht zu einer systematisch verbesserten Analyse des Wissensbegriffs geführt hat. Es wird die These entwickelt und verteidigt, dass diejenigen Komplikationen, die einen Gettierfall zu einem solchen machen, sich stets in den blinden Flecken der Situationsrepräsentation des epistemischen Subjekts befinden. Diese These ist in die metaphilosophische Fragestellung eingebettet, was das Gettierproblem uns über da…Read more
  •  93
    Naturgesetze, Handlungsvermögen und Anderskönnen
    Deutsche Zeitschrift für Philosophie 55 (6): 929-948. 2007.
    In der jüngeren Freiheitsdebatte wird häufig angenommen, dass die libertarische Freiheit, also das So-oder-Anderskönnen unter gegebenen Bedingungen, in einer naturgesetzlich geordneten Welt nicht möglich sei. Im Beitrag wird mit wissenschaftstheoretischen Argumenten die Auffassung verteidigt, dass die libertarische Freiheit allein mit dem Determinismus unvereinbar ist – also nur mit einer philosophischen Doktrin, nicht mit den Naturgesetzen. Letztere fasst man am besten als Restriktionen auf, di…Read more
  •  1242
    Naturalismus
    with Herbert Schnädelbach
    In Geert Keil & Herbert Schnädelbach (eds.), Naturalismus: philosophische Beiträge, Suhrkamp. pp. 7-45. 2000.
    Survey article which introduces a collection of essays on philosophical naturalism, mainly dealing with the question what “naturalism” means in contemporary philosophy. Structure of the article: 1. History of Ideas/History of the Problems, 2. Man as a Part of Nature, 3. The Explanatory Primacy of the Natural Sciences, 4. Naturalism and Unity of Science, 5. The Consideration of Empirical Knowledge, 6. Naturalism, Science and Common Sense.
  •  949
    Kausalität und Freiheit – Antwort auf Peter Rohs
    Allgemeine Zeitschrift für Philosophie 28 (3): 261-272. 2003.
    The short paper is a reply to a review of the author’s book HANDELN UND VERURSACHEN (Frankfurt am Main 2000). The reviewer, Peter Rohs, has focused upon the issues of causation, laws of nature and free will. Both Rohs and the author are libertarians, but they disagree on a number of metaphysical issues. The author maintains that causation is a relation between changes, i. e. time-consuming events, not between instantaneous states. Against Davidson’s “principle of the nomological character of cau…Read more
  •  696
    Über den Einwand einer anderen möglichen Vernunft
    In Dietrich Böhler, Matthias Kettner & Gunnar Skirbekk (eds.), Reflexion und Verantwortung. Auseinandersetzungen mit Karl-Otto Apel, Suhrkamp. pp. 65-82. 2003.
    Die Transzendentalpragmatik beansprucht, jeden beliebigen Opponenten, der bestimmte nichtverwerfbare Präsuppositionen des Argumentierens bestreitet, eines performativen Selbstwiderspruchs überführen zu können. Die Diagnose performativer Widersprüche ist indes theoretisch voraussetzungsreich, denn sie findet in einem begrifflichen Rahmen statt, der sich aus nichttrivialen sprechakt-, rationalitäts-, bedeutungs- und argumentationstheoretischen Annahmen zusammensetzt. Das Argument einer anderen mög…Read more
  •  51
    Handlung, Urheberschaft und Willensfreiheit
    In A. Stephan & S. Walter (eds.), Handbuch Kognitionswissenschaft, J.b. Metzler. pp. 304-308. 2013.
    Handbook article that describes the interrelations between the notions of agency, authorship, and free will.
  •  792
    Philosophie der Gegenwart - Gegenwart der Philosophie (edited book)
    with Herbert Schnädelbach
    . 1993.
    Kolloquiumsbeiträge des XV. Deutschen Kongresses für Philosophie 1990 in Hamburg. Mit Beiträgen von Herbert Schnädelbach, Hilary Putnam, Karl-Otto Apel, Walter Ch. Zimmerli, Rudolf A. Makkreel, Wolfgang Bartuschat, Elke Hahn und Klaus Vieweg, Roland Simon-Schaefer, Ruedi Imbach, Georg Wieland, Jan Peter Beckmann, Pierre Aubenque, Annemarie Gethmann-Siefert, Gernot Böhme, Dietrich Böhler, Jürgen Habermas, Friedrich Kambartel, Oswald Schwemmer, Dieter Birnbacher, Karl-Friedrich Wessel, Friedrich R…Read more
  •  53
    Die Fachsprache der Philosophie als didaktisches Problem
    Zeitschrift Für Didaktik der Philosophie 10 191-198. 1988.
    1. Die philosophische Fachsprache als Verständnisbarriere 2. Die philosophiedidaktische Konstituierungsthese und die analytische Philosophie 3. Sprachkritische Selbstaufklärung als Vermittlung von ,ordinary language' und philosophischer Fachsprache
  •  113
    Vagueness in Psychiatry (edited book)
    with Lara Keuck and Rico Hauswald
    Oxford University Press UK. 2016.
    In psychiatry there is no sharp boundary between the normal and the pathological. Although clear cases abound, it is often indeterminate whether a particular condition does or does not qualify as a mental disorder. For example, definitions of ‘subthreshold disorders’ and of the ‘prodromal stages’ of diseases are notoriously contentious. Philosophers and linguists call concepts that lack sharp boundaries, and thus admit of borderline cases, ‘vague’. Although blurred boundaries between the normal…Read more
  •  461
    A Survey Of Metaphysics (review)
    Zeitschrift für Philosophische Forschung 57 (2). 2003.
    Review of E. J. Lowe's monograph A Survey of Metaphysics (OUP 2002)
  •  1003
    Phänomenologie und Sprachanalyse (edited book)
    with Udo Tietz
    mentis. 2006.
    Phänomenologie und sprachanalytische Philosophie, die erstere mit den Namen Husserl und Heidegger verbunden, die letztere mit Wittgenstein, waren die beiden dominierenden philosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts. Das Spannungsverhältnis zwischen Phänomenologie und Sprachanalyse ergibt sich auf dem Hintergrund ihrer gemeinsamen Problembestände, vornehmlich in der Philosophie des Geistes, der Philosophie der Wahrnehmung und der Bedeutungstheorie. Konvergenzen sind erst im letzten Drittel de…Read more
  •  9043
    Willensfreiheit
    De Gruyter. 2017.
    Das Buch verschafft einen Überblick über die neuere Willensfreiheitsdebatte, wobei es auch die Konsequenzen der Hirnforschung für das Freiheitsproblem erörtert. Ferner entwickelt der Autor eine eigene Position, die er 'fähigkeitsbasierten Libertarismus' nennt. Er widerspricht dem breiten philosophischen Konsens, dass jedenfalls eine Art von Freiheit mit einem naturwissenschaftlichen Weltbild unverträglich sei, nämlich die Fähigkeit, sich unter gegebenen Bedingungen so oder anders zu entscheiden.…Read more
  •  986
    Mythen über die libertarische Freiheitsauffassung
    In Jan-Christoph Heilinger (ed.), Naturgeschichte der Freiheit, De Gruyter. pp. 281-305. 2007.
    Der Kern der libertarischen Freiheitsauffassung ist das So-oder-Anderskönnen unter gegebenen Bedingungen, also die Annahme von Zwei-Wege-Vermögen. Dieses definierende Merkmal wird in der jüngeren Freiheitsdebatte mit einer Reihe von Zusatzbehauptungen verknüpft, die dem Libertarier unterschoben werden, um die Unhaltbarkeit seiner Position zu erweisen. Ich unterscheide vier dieser Mythen: Dem Mythos des Dualismus zufolge leugnen Libertarier, dass Personen und ihre Entscheidungen Teil der natürlic…Read more
  •  1540
    How Do We Ever Get Up? On the Proximate Causation of Actions and Events
    Grazer Philosophische Studien 61 (1): 43-62. 2001.
    Many candidates have been tried out as proximate causes of actions: belief-desire pairs, volitions, motives, intentions, and other kinds of pro-attitudes. None of these mental states or events, however, seems to be able to do the trick, that is, to get things going. Each of them may occur without an appropriate action ensuing. After reviewing several attempts at closing the alleged “causal gap”, it is argued that on a correct analysis, there is no missing link waiting to be discovered. On the co…Read more