Der Essay analysiert die Debatten um Antijudaismus in feministischen Bewegungen der Bundesrepublik und der USA seit den 1980er-Jahren als transnational verwobene Konfliktgeschichte. Im Zentrum steht das Thesenpapier der Theologin Marie-Theres Wacker, das auf der Tagung „Nach dem Antijudaismus-Streit“ 1988 vorgestellt wurde. Der Essay versteht die Konflikte um antijudaistische Motive als Ausgangspunkt revisionierender Praktiken und antisemitismussensibler Selbstverständigungsprozesse feministisch…
Read moreDer Essay analysiert die Debatten um Antijudaismus in feministischen Bewegungen der Bundesrepublik und der USA seit den 1980er-Jahren als transnational verwobene Konfliktgeschichte. Im Zentrum steht das Thesenpapier der Theologin Marie-Theres Wacker, das auf der Tagung „Nach dem Antijudaismus-Streit“ 1988 vorgestellt wurde. Der Essay versteht die Konflikte um antijudaistische Motive als Ausgangspunkt revisionierender Praktiken und antisemitismussensibler Selbstverständigungsprozesse feministischer AkteurInnen und zeichnet deren Ambivalenzen nach.