• Die maßgeblich von Miranda Fricker in Epistemic Injustice – Power and the Ethics of Knowledge (2007; dt. 2023) geprägte Theorie epistemischer Ungerechtigkeit vereint in ihrer Betrachtung epistemische und moralische Dimensionen in Wissensprozessen. Einerseits beleuchtet sie Herausforderungen des Wissens im Kontext von ↗Unterdrückung und struktureller Ungerechtigkeit, die uns aufgrund unserer sozialen Positionierung widerfahren. Andererseits zeigt sie auf, welche Ungerechtigkeiten uns insbesondere…Read more
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    Was bedeutet es, zu Ende zu denken, was Charles Mills ebenso wie andere feministische Autor*innen lediglich angedeutet haben: dass es ein spezifisch männliches Nichtwissen gibt? Wenn beispielsweise weibliche Sexualität wie ein unlösbares Mysterium behandelt wird (Tuana 2004) oder Frauengesundheit in ihrer Spezifizität ignoriert wird (Tuana 2006), wenn die weite Verbreitung sexualisierter Gewalt und ihre Erscheinungsformen geleugnet werden (O’Neill 2022) oder Wissen über pflanzliche Abtreibungsmi…Read more
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    Die Debatte über individuelle Verantwortung für strukturelle Ungerechtigkeit wurde stark von Iris Marion Youngs Konzept der Verantwortung aus sozialer Verbundenheit geprägt, das auf der Idee beruht, dass Personen durch ihre Teilhabe an strukturellen Prozessen eine geteilte politische Verantwortung für Gerechtigkeit tragen. Young identifiziert vier Parameter – Macht, Privilegien, Interesse und Kollektivfähigkeit – um die Unterschiede in der Art und dem Grad der Verantwortung festzustellen, die ve…Read more
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    Konferenz an der TU Dortmund, 16. und 17.11.2023