•  11
    Education without progress: What’s the point?
    Educational Philosophy and Theory. forthcoming.
    Is there any point in education if there is no better future to look forward to? This essay addresses this question by distinguishing two different ways of linking education and progress. Firstly, education can be viewed as facilitating social progress in a causal manner. Secondly, the concept of education itself can be considered to encompass some notion of progress. Against this backdrop, the concept of ‘education after progress’ (or ‘postprogressive education’) is examined. Regarding the latt…Read more
  •  19
    Demokratie, Bildung und Gerechtigkeit
    In Bildungsgerechtigkeit, Springer Berlin Heidelberg. pp. 105-116. 2025.
    Die Diskussion um Bildungsgerechtigkeit spielt sich in einem liberaldemokratischen Rahmen ab, also auf der Basis der Ideen von Freiheit und Gleichheit sowie der damit verbundenen Vorstellung, dass politische Entscheidungen unter Mitbestimmung aller gefällt werden sollen. Der Zusammenhang von Demokratie und Bildungsgerechtigkeit lässt sich auf mindestens zwei unterschiedliche Arten herstellen: Zum einen kann gefragt werden, inwiefern Entscheidungen um Bildung und Bildungsgerechtigkeit demokratisc…Read more
  •  19
    Angemessene Bildung
    In Bildungsgerechtigkeit, Springer Berlin Heidelberg. pp. 29-42. 2025.
    Als Gegenmodell zu Gleichheitsprinzipien haben sich Konzeptionen angemessener oder ausreichender Bildung etabliert, welche mit der Vorstellung einer Schwelle operieren, die möglichst von allen erreicht werden sollte. Dahrendorf hat bereits in den 1960er-Jahren eine Konzeption vorgeschlagen, die dieser Grundidee entspricht.
  •  10
    Gute Kindheit, Bildung und Gerechtigkeit
    In Bildungsgerechtigkeit, Springer Berlin Heidelberg. pp. 75-82. 2025.
    Das Bemühen, allen Kindern und Jugendlichen ungeachtet ihrer Herkunft bestimmte Lebensoptionen zu eröffnen (s. Abschn. 3.4), könnte mit dem aktuellen Wohlergehen der Betroffenen in Konflikt geraten: Es scheint, als sei deren Leben ganz darauf auszurichten, ihnen die Erreichung eines Leistungsniveaus zu ermöglichen, das ihnen Glück und Erfolg in der Zukunft sichert. Bisweilen wird in diesem Zusammenhang auch gesagt, dass es die Leistungsorientierung der Schule Kindern verunmöglicht, ‚Kind zu sein…Read more
  •  22
    Digitalisierung und Bildungsgerechtigkeit
    In Bildungsgerechtigkeit, Springer Berlin Heidelberg. pp. 97-104. 2025.
    Fragt man danach, wie sich die Schule in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, so fällt die fortschreitende Digitalisierung des Unterrichts ins Auge – d. h. der Prozess der Einführung digitaler Technologien und Medien in den Unterricht. Vom Begriff der Digitalisierung wurde derjenige der Digitalität unterschieden (Stalder 2016): Wie die technische Innovation des Buchdrucks zu einer Buchkultur führte, so entwickelt sich demnach aus dem Prozess der Digitalisierung eine Kultur der Digitalität,…Read more
  •  17
    Geschlecht und Bildung
    In Bildungsgerechtigkeit, Springer Berlin Heidelberg. pp. 59-65. 2025.
    Waren Mädchen und Frauen im 19. Jahrhundert noch von höherer Bildung ausgeschlossen, fanden sie im Laufe des 20. Jahrhunderts vermehrt Zugang zu Gymnasien und Universitäten, galten aber noch lange als schulisch benachteiligte Gruppe. Inzwischen scheint sich das Blatt gewendet zu haben: Mädchen sind schulisch insgesamt erfolgreicher als Jungen und haben diese beispielsweise im Bereich des Lesens deutlich überflügelt. In Mathematik und Naturwissenschaften haben sie stark aufgeholt, erbringen aber …Read more
  •  22
    Elterliche Rechte und Gerechtigkeit
    In Bildungsgerechtigkeit, Springer Berlin Heidelberg. pp. 67-74. 2025.
    „Ist also die Familie abzuschaffen?“, fragt Rawls (1975, S. 555; Munoz-Dardé 1999) in der Theorie der Gerechtigkeit, nachdem er darauf hingewiesen hat, dass die Existenz der Familie mit dem Ideal der Chancengleichheit unvereinbar scheint. Rawls beantwortet die Frage nicht mit einem klaren Nein, sondern merkt an, das Prinzip der (fairen) Chancengleichheit deute zwar in Richtung einer Abschaffung der Familie, aber „im Gesamtzusammenhang der Gerechtigkeitstheorie“ spreche „viel weniger dafür“ (Rawl…Read more
  •  12
    Einleitung
    In Bildungsgerechtigkeit, Springer Berlin Heidelberg. pp. 1-10. 2025.
    Wer in eine Familie mit geringem soziökonomischem Status hineingeboren wird, hat schlechtere schulische Erfolgsaussichten als ein Kind aus einer privilegierten Familie. Sozial privilegierte Kinder erbringen in Kompetenztests, wie sie etwa im Rahmen internationaler Vergleichsstudien durchgeführt werden, bessere Leistungen als Kinder aus benachteiligten Familien. Letztere erreichen oftmals minimale Kompetenzziele nicht und scheitern beispielsweise beim Verstehen einfacher Texte. Gemäß den neuesten…Read more
  •  14
    Fazit
    In Bildungsgerechtigkeit, Springer Berlin Heidelberg. pp. 117-119. 2025.
    Wie steht es um die Gerechtigkeit unserer Bildungssysteme? Betrachten wir diese Frage abschließend im Lichte der in diesem Buch vertretenen normativen Prinzipien. Zunächst kann festgehalten werden, dass in unseren Gesellschaften nur eines der diskutierten Prinzipien erfüllt scheint, nämlich das negative Prinzip der Chancengleichheit, nach dem formale Diskriminierung sowie finanzielle Hindernisse beim Zugang zu Bildung als ungerecht gelten (s. Abschn. 2.2). Im deutschsprachigen Raum ist niemand a…Read more
  •  10
    Manche der Bildungsreformen, die in den vergangenen Jahrzehnten angegangen oder zumindest diskutiert wurden, lassen sich unter das Stichwort der Ökonomisierung fassen (Buck 2024). Das bedeutet allgemein gesagt, dass das Bildungssystem einer ökonomischen ‚Logik‘ unterworfen wird. Dies verbindet sich teilweise – aber nicht notwendigerweise – mit Formen der ‚Privatisierung‘ von Bildung. Es geht nicht primär darum, die Ziele und Inhalte von Bildung auf ökonomischen Nutzen auszurichten, sondern um ei…Read more
  •  8
    Begabung und Begabtenförderung
    In Bildungsgerechtigkeit, Springer Berlin Heidelberg. pp. 43-57. 2025.
    Die deutsche Debatte um Chancengleichheit oder Bildungsgerechtigkeit war schon früh auch eine Debatte um Begabung. Wie bereits deutlich wurde, spielen die Begriffe der Begabung und des Talents auch in der philosophischen Gerechtigkeitstheorie eine zentrale Rolle. Im Folgenden erörtere ich den Zusammenhang zwischen Begabung und Bildungsgerechtigkeit näher und gehe dabei auch auf das Problem der Begabtenförderung ein.
  •  10
    Gleiche Bildung
    In Bildungsgerechtigkeit, Springer Berlin Heidelberg. pp. 11-27. 2025.
    „Chancen sind nie gleich“ – so eine übliche Reaktion auf die Forderung nach Chancengleichheit (z. B. Oelkers 2010, S. 33). Damit kann gemeint sein, dass es angesichts unterschiedlicher individueller Voraussetzungen unmöglich ist, dass die Chancen verschiedener Personen gleich sind. Davon zu unterscheiden ist die Auffassung, dass es nicht wünschenswert ist, die Chancen von Personen aneinander anzugleichen. Hier kann der Vorwurf der ‚Gleichmacherei‘ aufkommen.
  •  24
    Bildungsgerechtigkeit
    Springer Berlin Heidelberg. 2025.
  •  16
    Equality of Opportunity and the Education of the Talented
    In Mitja Sardoč (ed.), Handbook of Equality of Opportunity, Springer Verlag. pp. 385-399. 2023.
    It is contested whether talented students should receive special educational attention. Opposition to programs of talented or gifted education is often motivated by the notion that these programs undermine equality of opportunity. This chapter addresses the issue of education for the talented from the perspective of (educational) justice. After discussing the notion of talent, different distributive principles are laid out, so as to examine whether, or to what extent, they legitimize the special…Read more
  •  20
    Kinder und Erwachsene: Abgrenzungs- und Zuordnungsprobleme
    In Johannes Drerup & Gottfried Schweiger (eds.), Handbuch Philosophie der Kindheit, J.b. Metzler. pp. 43-49. 2019.
    Die Philosophie der Kindheit ist auf eine Vorstellung davon angewiesen, was Kindheit ist, und was unter einem Kind zu verstehen ist. Mit dem Begriff der Kindheit wird die erste Phase des menschlichen Lebens bezeichnet, ein Kind ist eine Person in dieser Phase, bzw. eine Person mit der für diese Phase typischen Eigenschaften.
  •  18
    Bildung
    In Michael G. Festl (ed.), Handbuch Liberalismus, J.b. Metzler. pp. 255-262. 2021.
    Der Begriff der Bildung wird im Deutschen zum einen in unspezifischer Weise auf den Bereich von Schule, Unterricht und Lernen bezogen. Zum anderen wird er in spezifischer Bedeutung als Gegenbegriff zu Ausbildung oder Qualifikation gebraucht. Bildung bezeichnet dann Prozesse individueller Entfaltung, die die „Person als ganze“ betreffen und sich nicht auf den Erwerb nützlicher Fähigkeiten beschränken.
  •  35
    Wahlrecht für Kinder?
    Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie 103 (4): 456-469. 2017.
    Should children have the right to vote? This question is answered in the negative, in this essay. However, it is made clear that the debate on full political rights for children brings up some unsolved problems of liberal democratic thought. First, it might seem that denying a fundamental right to children is an assault on their status as moral and political equals. More specifically, it can be pointed out that some groups of children or adolescents are denied the right to vote although they are…Read more
  •  38
    Autonomie
    In Gabriele Weiß & Jörg Zirfas (eds.), Handbuch Bildungs- und Erziehungsphilosophie, Springer Fachmedien Wiesbaden. pp. 235-244. 2020.
    Der Autonomiebegriff, der ursprünglich dem politischen Kontext entstammt und sich auf die Selbstgesetzgebung der griechischen Stadtstaaten bezog, wurde von Kant zum Grundbegriff seiner Ethik gemacht. Insofern es überhaupt moralische Pflichten geben kann, so Kant, müssen sie in der Autonomie des Willens begründet sein, in der „Beschaffenheit des Willens, dadurch derselbe ihm selbst […] ein Gesetz ist“. Die autonome Person bestimmt sich unabhängig von natürlichen Einflüssen und sozialen Autoritäte…Read more
  •  88
    Against selection: Educational justice and the ascription of talent
    Educational Philosophy and Theory 53 (8): 789-798. 2021.
    This essay starts from the observation that the issue of talent, in relation to the problem of distributive justice, can be approached from two different angles. First, it is common to discuss the justificatory function of talent, that is, its role in the justification of educational or social inequalities. In addition, however, this essay proposes to look at practices of talent ascription and their causal role in the distribution of educational prospects. These practices tend to exacerbate educ…Read more
  •  15
    Should children have a right to vote? Political initiation and the status of childhood
    Archiv Fuer Rechts Und Sozialphilosphie 103 (4): 456-469. 2017.
  •  91
    Educational justice, segregated schooling and vocational education
    Theory and Research in Education 15 (1). 2017.
    The philosophical debate on educational justice currently focusses on the Anglo-American situation. This essay brings in an additional perspective. It provides a justice-oriented critique of the segregated education systems in German-speaking countries. First, arguments that are commonly put forward in favour of these systems are rejected. Second, an additional argument against early tracking in education is formulated. It is claimed that segregated education systems tend to undermine children’s…Read more
  •  71
    Educational justice: equality versus adequacy
    In Michael Peters, Paulo Ghiraldelli, Berislav Žarnić, Andrew Gibbons & Tina Besley (eds.), Encyclopaedia of Educational Philosophy and Theory, Springer. pp. 1-5. 2016.
  •  237
    Kant's Account of Moral Education
    Educational Philosophy and Theory 44 (7): 775-786. 2012.
    While Kant's pedagogical lectures present an account of moral education, his theory of freedom and morality seems to leave no room for the possibility of an education for freedom and morality. In this paper, it is first shown that Kant's moral philosophy and his educational philosophy are developed within different theoretical paradigms: whereas the former is situated within a transcendentalist framework, the latter relies on a teleological notion of human nature. The second part of this paper d…Read more
  •  1773
    Education, Fair Competition, and Concern for the Worst Off
    Educational Theory 61 (1): 41-54. 2011.
    In this essay, Johannes Giesinger comments on the current philosophical debate on educational justice. He observes that while authors like Elizabeth Anderson and Debra Satz develop a so-called adequacy view of educational justice, Harry Brighouse and Adam Swift defend an egalitarian principle. Giesinger focuses his analysis on the main objection that is formulated, from an egalitarian perspective, against the adequacy view: that it neglects the problem of securing fair opportunities in the compe…Read more
  •  114
    Respect in Education
    Journal of Philosophy of Education 46 (1): 100-112. 2012.
    This article discusses the educational significance of the moral demand for respect. In Ethics and Education, Richard Peters presents a conception of educational respect that was recently taken up by Krassimir Stojanov. This article responds to both Peters' and Stojanov's contributions and proposes another understanding of educational respect: to respect children is to treat them in a way that enables them to see themselves as persons endowed with dignity; that is, as having the equal standing t…Read more
  •  1440
    Evaluating school choice policies: A response to Harry Brighouse
    Journal of Philosophy of Education 43 (4): 589-596. 2009.
    In his writings on school choice and educational justice, Harry Brighouse presents normative evaluations of various choice systems. This paper responds to Brighouse's claim that it is inadequate to criticise these evaluations with reference to empirical data concerning the effects of school choice.
  •  151
    The special goods of childhood: lessons from social constructionism
    Ethics and Education 12 (2): 201-217. 2017.
    To what extent does the common claim that childhood is ‘socially constructed’ affect the ethical debate on the ‘intrinsic’ and ‘special’ goods of childhood? Philosophers have referred to this kind of goods in their critique of overly adult-centred and future-oriented conceptions of childhood. The view that some goods are child-specific, in the sense that they are only good for children, not for adults, seems to presuppose an understanding of what children ‘are’, and how they differ from adults. …Read more
  •  2588
    Free Will and Education
    Journal of Philosophy of Education 44 (4): 515-528. 2010.
    It is commonly assumed that to educate means to control or guide a person’s acting and development. On the other hand, it is often presupposed that the addressees of education must be seen as being endowed with free will. The question raised in this paper is whether these two assumptions are compatible. It might seem that if the learner is free in her will, she cannot be educated; however, if she is successfully educated, then it is doubtful whether she can be seen as free. Inspired by the curre…Read more