In diesem Kapitel teilt Martin Lecker seine Analyse der wirtschaftlichen und psychologischen Folgen der COVID-19-Krise für berufstätige Mütter. Mit dem Aufkommen von COVID-19 ist eine globale demografische, marginalisierte Bevölkerungsgruppe, die am stärksten von den wirtschaftlichen und psychologischen Folgen dieses Pandemievirus betroffen ist, die berufstätigen Mütter. In einer britischen Studie des Institute for Fiscal Studies wurde festgestellt, dass berufstätige Mütter anderthalb Mal häufig…
Read moreIn diesem Kapitel teilt Martin Lecker seine Analyse der wirtschaftlichen und psychologischen Folgen der COVID-19-Krise für berufstätige Mütter. Mit dem Aufkommen von COVID-19 ist eine globale demografische, marginalisierte Bevölkerungsgruppe, die am stärksten von den wirtschaftlichen und psychologischen Folgen dieses Pandemievirus betroffen ist, die berufstätigen Mütter. In einer britischen Studie des Institute for Fiscal Studies wurde festgestellt, dass berufstätige Mütter anderthalb Mal häufiger als Väter ihre Arbeit verloren oder kündigten; darüber hinaus fand die gleiche Studie heraus, dass berufstätige Mütter doppelt so viel ihrer Kinderbetreuungs- und Hausarbeitspflichten übernehmen mussten wie ihre Ehepartner (Charlton, World Economic Forum.org, 2020). In einer weiteren Studie der University of Southern California wurde berichtet, dass hochschulgebildete Mütter als Folge von COVID-19 ihre Arbeitszeit um 64 % reduzierten, verglichen mit 52 % der berufstätigen hochschulgebildeten Frauen ohne junge Kinder (Miller, USC New.edu., 2020). In der gleichen Studie wurde festgestellt, dass es höhere Niveaus von psychischem Stress bei berufstätigen Müttern gab als bei kinderlosen Frauen, die arbeiteten (Miller, USC New.edu., 2020). Der Zweck dieses Kapitels ist es, die (1) wirtschaftlichen Folgen, die berufstätige Mütter weltweit erleben; (2) psychischen Stress, der mit Arbeitslosigkeit und zusätzlicher Kinderbetreuung, Elternpflege und häuslichen Pflichten einhergeht, sowie die Zunahme von häuslicher Gewalt als Folge der Ausgangssperre oder Arbeitslosigkeit; (3) aktuelle Benchmark-Praktiken oder vorgeschlagene zukünftige Lösungen, die von verschiedenen Organisationen oder Fachleuten empfohlen werden, die diese Probleme untersuchen; und (4) Empfehlungen für zukünftige Forschungen zu untersuchen.