Der systemische Konstruktivismus untersucht die Möglichkeit begründeten Handelns unter der von dem systemischen Skeptizismus ausgehenden These, dass selbst grundlegende Prinzipien wie Logik, Existenzannahmen und Begriffsdefinitionen nicht als notwendige Eigenschaften einer objektiven Realität begründet werden können. Dafür wird eine konstruktivistische Methodik angewendet, welche sich auf Definitionen, Reproduzierbarkeit und systeminterne Korrespondenz stützt. Des Weiteren wird für epistemische …
Read moreDer systemische Konstruktivismus untersucht die Möglichkeit begründeten Handelns unter der von dem systemischen Skeptizismus ausgehenden These, dass selbst grundlegende Prinzipien wie Logik, Existenzannahmen und Begriffsdefinitionen nicht als notwendige Eigenschaften einer objektiven Realität begründet werden können. Dafür wird eine konstruktivistische Methodik angewendet, welche sich auf Definitionen, Reproduzierbarkeit und systeminterne Korrespondenz stützt. Des Weiteren wird für epistemische Einigung zwischen Personen argumentiert, dass der ontologische Status fremder Bewusstseine unerheblich ist. Dabei wird auch auf die scheinbare Beliebigkeit des Systems mit einer Konsequenzmethodik eingegangen. Der systemische Konstruktivismus versteht sich damit als pragmatische Erkenntnistheorie, die auf universelle Begründungen verzichtet, ohne in vollständigen Relativismus oder Handlungsunfähigkeit zu verfallen.