Dieser Beitrag ist zweigeteilt. Er diskutiert zunächst die aktuelle sprachphilosophische Auseinandersetzung mit Sprachmodellen (LLMs) und kritisiert einerseits anthropozentrische, traditionsverhaftete Tendenzen und andererseits den leichtfertigen Umgang mit der Mehrdeutigkeit semantischer Begriffe. Der zweite Teil entwickelt demgegenüber ein konsequentes, LLM-spezifisches Verständnis von Bedeutung und Bedeutungstheorie, das von Davidsons Überlegungen inspiriert ist und sich an der Funktionsweise…
Read moreDieser Beitrag ist zweigeteilt. Er diskutiert zunächst die aktuelle sprachphilosophische Auseinandersetzung mit Sprachmodellen (LLMs) und kritisiert einerseits anthropozentrische, traditionsverhaftete Tendenzen und andererseits den leichtfertigen Umgang mit der Mehrdeutigkeit semantischer Begriffe. Der zweite Teil entwickelt demgegenüber ein konsequentes, LLM-spezifisches Verständnis von Bedeutung und Bedeutungstheorie, das von Davidsons Überlegungen inspiriert ist und sich an der Funktionsweise von LLMs orientiert. Der erste Teil kann als Diagnose und Motivation für den experimentell-theoretischen und zugleich therapeutischen zweiten Teil gelesen werden. (This article is divided into two parts. First, it discusses the current philosophical debate on language models (LLMs) and criticises anthropocentric-traditionalist tendencies on the one hand and carelessness regarding the ambiguity of semantic terms on the other. The second part develops a consistent, LLM-specific understanding of meaning (and theory of meaning) which is inspired by Davidson's considerations. The first part can be read as a diagnosis and motivation for the experimental-theoretical and at the same time therapeutic second part.