•  3
    Sprache als Syntagma
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 191-207. 2026.
    Plessners als Gegenstück zu den deutlich stärker rezipierten Stufen gedachte Ästhesiologie des Geistes ist nicht nur eine bemerkenswerte frühe Kulturphilosophie, sondern zugleich der Ort seiner ersten Auseinandersetzung mit dem menschlichen Sprachvermögen. Hier ordnet Plessner die Sprache der konkordierenden Zweiheit aus präzisierender Anschauung und syntagmatischer Auffassung zu, womit ihr eine Zwischenstellung zwischen Wissenschaft und Kunst zukommt. Damit entspricht ihr als einziger menschlic…Read more
  •  2
    Sehweisen in Alltag, Wissenschaft und Malerei
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 255-268. 2026.
    Im Folgenden ordne ich zunächst Helmuth Plessners Buch Die Einheit der Sinne. Grundlinien einer Ästhesiologie des Geistes (1923) in sein Gesamtwerk (Abschn. 1.), sodann ebenso kurz das Kapitel über die „Ästhesiologie des Gesichts“ in das ganze Buch (Abschn. 2) ein, um in meiner Interpretation dieses Kapitels darauf zurückgreifen zu können. Da die Hauptthese des Kapitels in der Akkordanz der Sehform zur Handlung besteht, erschließe ich sie im 3. Schritt von der Auffassung der Sehform und im 4. Sc…Read more
  •  1
    Einleitung
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 1-8. 2026.
    Der vorliegende Text bildet die Einführung zum Sammelband und bestimmt dessen Ziel, Plessners Die Einheit der Sinne historisch einzuordnen und in ihrem systematischen Gehalt zu erschließen. Zugleich skizziert er die Konzeption des Bandes in vier Sektionen und gibt einen kompakten Überblick über die Beiträge und ihre thematischen Schwerpunkte.
  •  1
    Der Aufsatz rekonstruiert die kritische Lektüre von Henri Bergsons sog. „ontologischem Intuitionismus“, die Helmuth Plessner in seinem Frühwerk Die Einheit der Sinne (1923) verfolgt. Herausgearbeitet wird dabei vor allem die immanente Qualität von Plessners Kritik an Bergson: Anstatt dem Nachdruck auf den unableitbaren Status der Intuition bei Bergson rein äußerlich-kritisch gegenüberzustehen, sucht Plessner nach einer argumentativen Einbettung seines vitalistischen Impulses in eine qualitative …Read more
  •  2
    Zwischen formaler und materialer Erkenntnis
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 127-147. 2026.
    Was ist der Sinn der Sinne? Als Menschen nehmen wir die Welt objektiv auf bestimmte qualitative Weise wahr. Diese Wahrnehmung steht in enger Beziehung zur spezifisch menschlichen Sinnesorganisation, die sich durch leibliche Modalitäten differenziert. Für Plessner ist das Grundproblem objektiver Erkenntnis untrennbar mit der qualitativen Wahrnehmung der Welt verbunden, wie sie die leibliche Sinneswahrnehmung vermittelt. Dabei widerspricht Plessner klassischen Lösungsansätzen, die die Möglichkeit …Read more
  •  2
    Qualitatives Aussehen und Sinn der materiellen Natur
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 35-56. 2026.
    In Die Einheit der Sinne (1923) konzipiert Helmuth Plessner einen neuen Ansatz der Naturphilosophie. Er unterscheidet sich sowohl von einer Philosophie der Naturwissenschaften als auch von einer spekulativen oder romantischen Philosophie der Natur. Plessners Naturphilosophie kann im hermeneutischen Sinn als „verstehend“ gelten und bezieht sich in phänomenologischer Hinsicht auf die Erscheinungsweise der Natur bzw. das qualitative Aussehen der Welt. Der Aufsatz klärt die schwierige interpretatori…Read more
  • Die Einheit der Sinne
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 11-33. 2026.
    In diesem Beitrag soll dargelegt werden, dass Helmuth Plessner sein erstes systematisches Hauptwerk Die Einheit der Sinne von 1923 als einen Universalschlüssel für fast alle philosophischen Probleme begriffen hat – und dass es mit diesem Anspruch auch 100 Jahre danach noch Interesse beanspruchen kann. Zu diesem Zweck stellt der Beitrag Plessners Intention und den Aufbau des Buches dar, um anschließend das Spektrum der Probleme zu entfalten, die Plessner in Die Einheit der Sinne adressiert – von …Read more
  •  1
    Das „materielle Apriori“
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 91-109. 2026.
    Das zentrale Anliegen des Beitrages ist es, Plessners Gebrauch des Titels Kritik der Sinne zu umreißen, organisiert durch den Begriff des materialen Apriori, der im Kantianismus so nicht denkbar wäre. Im Unterschied zu formalen Apriori als kategorialen Gehalten der Erfahrung überhaupt postulieren materiale Apriori kategoriale Gehalte von bestimmten Erfahrungen, etwa des Sehens oder des Hörens. Mit Emil Lask ist es möglich, das programmatische Anliegen herauszustellen. Die Bestimmtheit der Erfahr…Read more
  •  1
    An den Grenzen sinnvoller Wirkung
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 57-72. 2026.
    Die folgenden Ausführungen gehen einer Strukturanalogie zwischen Plessners Kunstauffassung in Die Einheit der Sinne (1923) und seinem Gemeinschaftsbegriff in Die Grenzen der Gemeinschaft (1924) nach. Laut Plessner ist Kunst imstande, die Emotionen des Menschen auf Ideen zu beziehen, im Zuge dessen die Vermittlung und die investierten Leistungen nicht mehr präsent sind. Das Resultat ist der Eindruck, ganz in der Idee aufzugehen, als ob die eigenen Grenzen sich auflösten. Die Kunst vermag in ihrem…Read more
  •  2
    Der Aufsatz untersucht den Einfluss der Philosophie Wilhelm Diltheys auf Plessners Einheit der Sinne. Dieses erste Hauptwerk Plessners ist nicht nur ein erster Schritt hin zu einer philosophischen Anthropologie, sondern auch ein bedeutender Beitrag zu einer „hermeneutischen“ Philosophie der Natur. Darüber hinaus bietet die Einheit der Sinne wichtige Ansätze zu einer Philosophie der Geisteswissenschaften. Beeinflusst ist dieses Buch durch Driesch, Husserl, Kant, aber auch – wie Plessner selbst he…Read more
  •  12
    Durch eine Annäherung an das Wahrnehmungsdenken der Philosophen Plessner und Klages soll thematisiert werden, inwiefern der sachliche Abstand zwischen beiden geringer ist, als oft behauptet wird, aber auch, wo Gräben bleiben. Im frühen 20. Jahrhundert steht im Rahmen der Wahrnehmungsphilosophie als theoretisches Paradigma der Sensualismus zur Verfügung, der von getrennten Sinnesvermögen ausgeht, welche dem verarbeitenden Geist einzelne Sinnesreize zur Verfügung stellen, der dann verschiedene Ans…Read more
  •  1
    Topik des Sinns
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 75-89. 2026.
    Der Beitrag zeigt, warum Kants Lehre vom Schematismus für das Verständnis von Plessners Einheit der Sinne grundlegend ist. Der Schematismus ermöglicht eine naturalisierte Philosophie der symbolischen Formen, die ihrerseits Ausarbeitungen bestimmter sinnlicher affordances sind. Sinnlich-materielle patterns und körperlich-technische performances korrelieren, und beide helfen unser verkörpertes Denken zu verstehen.
  •  1
    Aussichten auf die Akkordanz
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 239-254. 2026.
    Auf den ersten Blick scheint Plessners Musikverständnis rein formalistisch bestimmt. Aber dieser Eindruck trügt. Der thematische Sinn, den Musik so rein entfalten kann wie keine andere Kunst, ist in vielfältiger Weise mit leiblichen Erfahrungen verwoben, und aus diesen „sehen wir uns, wenn auch nicht immer in körperlicher Auswirkung, zu Bewegungen und Impulsen veranlaßt, welche im gewöhnlichen Leben als Ausdrucksfolgen oder Voraussetzungen das Erleben, Denken, Handeln nach all seinen Richtungen …Read more
  •  2
    Der Kreis der zuständlichen Modalitäten
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 229-237. 2026.
    Der Beitrag bietet einen kritischen Kommentar zu Helmuth Plessners Theorie des „Kreises der zuständlichen Modalitäten“. Plessners Ansatz basiert auf einer regressiven Methode im Sinne Kants, mit dem Ziel, die Notwendigkeit bestimmter Sinnesmodalitäten für spezifische Formen der Sinngebung nachzuweisen. Er unterscheidet drei Sinneskreise – den optischen, den akustischen und den zuständlichen –, die jeweils mit unterschiedlichen Arten der Sinngebung korrespondieren: schematisch (Wissenschaft), the…Read more
  •  1
    Das „Thema“ in Die Einheit der Sinne
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 209-228. 2026.
    Ein zentrales Konzept in Die Einheit der Sinne ist eine Form des Verstehens, der „Sinngebung“ und des Sinnes, die Plessner als „thematisch“ bezeichnet. Das „Thema“ bildet nicht nur die Grundlage für die kunst- und vor allem musikphilosophischen Ausführungen in diesem Buch, sondern es bekommt von Plessner die Rolle zugeschrieben, fundamental für die Sprache, das zielgerichtete Handeln und die Wissenschaften zu sein. Dies ist bemerkenswert, weil im Bereich des Thematischen nicht zwischen Zeichen u…Read more
  •  2
    Die Einheit der Sinne
    with Thomas Dworschak
    In Nicholas Coomann & Thomas Dworschak (eds.), Sinne – Kultur – Wissenschaft. 100 Jahre Helmuth Plessners "Die Einheit der Sinne", Metzler. pp. 271-282. 2026.
    Die vorliegende Transkription dokumentiert ein Radio-Gespräch zwischen Helmuth Plessner und Hans Heinz Holz, das 1975 aufgezeichnet und 1976 im NDR ausgestrahlt wurde. Im Zentrum steht Plessners Frühwerk Die Einheit der Sinne (1923), das Holz als Grundlegung der späteren Anthropologie interpretiert. Das Gespräch, aufgenommen in Plessners Wohnhaus in Erlenbach bei Zürich, berührt zentrale Fragen der Sinnlichkeit, Erkenntnistheorie, Ontologie und philosophischen Anthropologie. Es bildet ein spätes…Read more
  •  4
    „Die Einheit der Sinne“ von 1923 gilt oft als dunkles und schwerfälliges Frühwerk. Diese Einschätzung wird jedoch der Fülle an innovativen Einsichten nicht gerecht, die Helmuth Plessner darin versammelt hat. Der vorliegende Band erschließt die Schrift zum hundertjährigen Jubiläum neu und bündelt aktuelle Lektüren. Sein Anliegen ist ein zweifaches: Erstens entfaltet er Plessners ambitioniertes Projekt einer „Ästhesiologie des Geistes“ im engen Geflecht von Sinnes-, Natur- und Kulturphilosophie, E…Read more
  •  331
    Die Dinge selbst zum Sprechen bringen. Über Adornos philosophische Sprache
    with Max Beck
    In Gabriele Geml, Wolfgang Fuhrmann, Nikolaus Urbanek & Lie Han-Gyeol (eds.), Worte ohne Lieder. Sprachästhetik und musikalisches Schreiben bei Adorno, Edition Text + Kritik. pp. 59-78. 2024.
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    "Im Schema: 'Caput mortuum'". Adornos Fragmente einer dialektischen Anthropologie
    Deutsche Zeitschrift für Philosophie 65 (1). 2017.
    In the preface of the Dialectic of Enlightenment (1947), Adorno and Horkheimer mention the term “dialectical anthropology,” a concept they did not fully elaborate in this passage. To find out more about this quite unresearched term this essay examines two lesser-known papers written by Adorno in 1941: Notizen zur neuen Anthropologie (“notes on a new anthropology”) and Problem des neuen Menschentypus (“problem of a new type of human being”). In contrast to the philosophical anthropology in the tr…Read more
  •  165
    Personalitätskonzepte nach Scheler, Plessner und Hartmann (review)
    Deutsche Zeitschrift für Philosophie 70 (2): 367-371. 2022.
  •  27
    Sprachkritik als Ideologiekritik: Studien zu Adornos Jargon der Eigentlichkeit (edited book)
    with Max Beck
    Königshausen & Neumann. 2015.
    Theodor W. Adornos Jargon der Eigentlichkeit (1963) gehört zu den umstrittensten Texten der Kritischen Theorie. Während der Titel inner- und außerhalb der akademischen Debatte längst zu einem geflügelten Wort mutiert ist, steht diesem die Kenntnis des Inhalts diametral gegenüber. Zumeist wird die Schrift als eine Polemik gegen Martin Heidegger abgehandelt, die zu einer 'philosophischen Kommunikationsverweigerung' Hermann Mörchen) zwischen Frankfurt und Freiburg geführt habe. Plattitüden dieser A…Read more
  •  28
    Der Band fragt erstmals in übergreifender Perspektive nach der Bedeutung der amerikanischen Exilerfahrung zwischen 1933 und 1945 für die Entwicklung der deutschsprachigen Philosophie. In 16 Beiträgen wird untersucht, wie das Leben in der amerikanischen Gesellschaft und der Blick auf die Katastrophe in der ehemaligen Heimat zu unterschiedlichen theoretischen Transformationen führten. Die Studien sind nach vier Sektionen gruppiert: Logik und Wissenschaftstheorie, Sozialphilosophie und Gesellschaft…Read more
  •  161
  •  50
    Welche Bedeutung hat Philosophiegeschichte? Eine Diskussion
    with Max Beck, Julia Gruevska, and Kevin Liggieri
    Zeitschrift für Philosophische Forschung 77 (4): 526-542. 2023.
  •  190
    Negative oder negative Anthropologie? (review)
    Internationales Jahrbuch für Philosophische Anthropologie 11 (1): 209-214. 2021.
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    Materiale Phänomenologie und "Deutscher Krieg": Zum Briefwechsel von Max Scheler und Siegfried Kracauer
    with Felix Hempe
    Deutsche Zeitschrift für Philosophie 70 (6): 972-988. 2022.
    Max Scheler and Siegfried Kracauer met during World War I and remained in correspondence until the early phase of the Weimar Republic. The two exchanged ideas and plans, and at times Kracauer sent his early essays for Scheler’s comments on and recommendations for publishing them. The correspondence brings to light some revealing philosophical similarities between the two authors: both Scheler and Kracauer were interested in material phenomenology, the philosophy of emotions, formal sociology; mo…Read more
  •  217
    Ausdruck und Darstellung. Annäherung an eine Anthropologie der Kunst nach Max Scheler
    Internationales Jahrbuch für Philosophische Anthropologie 9 (1): 1-20. 2020.