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    The study investigates the epistemological premises of the so-called "anthropological turn" of the eighteenth century within the German-speaking territories. Contrary to the dominant scholarly narrative of the past two decades, this shift is shaped less by the empirical sciences than by semiotics and exercises of the self, which find expression in the newly re-evaluated rhetorical tradition of the eighteenth century. As a discipline attuned to both semiotics and exercises, rhetoric offers a fram…Read more
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    Heiliges Leiden. Weiblich codierter Masochismus in Dolorosas (alias Maria Eichhorn) "Confirmo te chrysmate"
    Zeitschrift für Ästhetik Und Allgemeine Kunstwissenschaft 69 (1): 84-107. 2024.
    The essay delves into the masochistic poetry found in the poetry collection ›Confirmo te chrysmate‹ by Maria Eichhorn, who, writing under the pseudonym Dolorosa, showed significant public activity within the Berlin Bohemian circles between 1900 and 1910. Alongside her artistic endeavors she contributed to the psychoanalytic discourse on masochism. Her poems unveil the myth of a bourgeois model of desire, predicated on the notion that femininely coded desire finds its fulfillment in physical and …Read more
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    Rhetorik. Ausführliche Redekunst
    with Frauke Berndt
    In Sebastian Meixner & Carolin Rocks (eds.), Gottsched-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung, J.b. Metzler. pp. 139-175. 2023.
    In Rhetorik, Poetik und Grammatik geht es Gottsched um die Frage, inwiefern die Sprache dem Menschen zur Welterschließung dient bzw. unter welchen Optimierungen ihres Leistungsprofils sie ihm dazu dienen kann. Dass diese Dienstleistung unhintergehbar ist, dass also ‚Sprache‘ durch nichts anderes ersetzt werden kann – vor allem nicht durch einen reinen, d. h. logischen Zugang zur Welt – ist der gemeinsame Nenner der Gottsched’schen Sprachtheorie in ihrer arbeitsteiligen Ausprägung. Ihren Nukleus …Read more
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    Als Schaltstelle von Kunstbeurteilung und ethisch-politischer Orientierung formt der Geschmack das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen, so dass die Bildung des Geschmacks neben individuellem Wohlgefallen an Kunstwerken eben auch ethische und politische Entscheidungen festlegt. Das theoretische Fundament dieser – einerseits ideologisch durchaus anfälligen, andererseits für die Gründung einer Gesellschaft unumgänglichen – Geschmacksbildung erarbeitet Johann Georg Sulzer zugleich von der War…Read more
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    Die Metapher des Prüfsteins (lapis lydius) dient der Bewertung der Praktiken, die freundschaftliche Verbindungen herstellen. Die Kraft des Prüfsteins hängt bei Alexander Gottlieb Baumgarten von den medialen Bedingungen der Gattung der Moralischen Wochenschrift "Philosophische Brieffe von Aletheophilus" (1741) ab, in der die Prinzipien von Baumgartens "Ethica Philosophica" in zeichenförmige Handlungen übersetzt und dem ästhetischen Urteil anheimgestellt werden. In den "Brieffen" sind es die be…Read more
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    Um 1750 gelangt die ethopoetische Funktion des Stils in den Fokus verschiedener Autoren, welche die Kategorie in Rhetorik, Poetik und Ästhetik neu vermessen. Johann Christoph Gottscheds Rhetorik weiß den Stil als Übung zu nutzen, um Empfinden und Denken der Schüler zu trainieren. Der Charakter der Schüler resultiert somit aus einem Ausbildungsprogramm, das vom Spracherwerb bis zum Verfassen von Reden reicht. Johann Jacob Breitinger erläutert in seiner Poetik, wie die Sprache auf einer semiotisch…Read more