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    Wie kann der Mensch mit seiner eigenen Schuld leben? Je nachdem, ob Schuld primär als psychisches, moralisches oder religiöses Phänomen verstanden wird, lässt sich diese Frage unterschiedlich beantworten. Besonders konträr stehen sich Augustinus und Freud, denn beide beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Mensch und seiner Vergangenheit, Erinnerung und Schuld. Allerdings haben die beiden Autoren grundsätzlich verschiedene Ansätze. In diesem Paper werden beide Ansätze untersucht und gegenüberge…Read more
  •  16
    In this paper I address the questions of the relation between scientific models, their targets and reality from a metaphysical perspective and will argue that philosophers should not be neutral about the ontological status of the target and that a distinction between epistemic priority and ontological priority is necessary. This distinction is needed, because models in science should represent something that exists independently of the ontological status of the reality represented by model. To n…Read more
  •  12
    Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Kants Auffassung des Raumes als reine Anschauung a priori und geometrischen Grundsätzen. Im Zentrum steht die Frage, welchen Einfluss der transzendentale Raum auf die Möglichkeit geometrischer Erkenntnis hat. Es wird gezeigt, dass geometrische Erkenntnis für Kant synthetisch a priori ist und durch Konstruktion in der reinen Anschauung ermöglicht wird. Der Raum selbst ist dabei kein geometrisches Axiom oder Axiomensystem, sondern eine transzendental…Read more
  •  19
    Der Essay untersucht Kants Begriff des focus imaginarius im Anhang zur transzendentalen Dialektik der Kritik der reinen Vernunft. Ausgehend von der zentralen Textstelle (KrV A644/B672) wird gezeigt, dass der focus imaginarius keine konstitutive Erkenntnis eines Gegenstandes ermöglicht, sondern als regulatives Prinzip die Vernunft auf größtmögliche systematische Einheit ausrichtet. Anschließend wird seine Funktion im Gesamtzusammenhang der Kritik der reinen Vernunft rekonstruiert und in Beziehung…Read more
  •  94
    Immanuel Kant versteht Zeit als subjektive Form des inneren Sinnes, wie er in der metaphysischen und transzendentalen Erörterung des Begriffs der Zeit argumentiert. Das erzeugt eine Spannung zwischen Subjektivität und objektiver Erkenntnis. Daher stelle Ich die These auf, dass Kants Zeitbegriff zwar die Bedingung menschlicher Erfahrung als subjektive Form des inneren Sinns erklärt, aber die durch die transzendentale Deduktion begründete Objektivität auf bloße Intersubjektivität reduzieren lässt.…Read more
  •  164
    The problem of the external world is one of the central issues of epistemology. At its core lies the question if and how we can know that there exists an external world that is independent to our mind. In “Proof of an External World” (1939), G.E. Moore tried to answer this skeptical problem with (as it seems) a simple solution. He is holding up his hand and assets, that he knows there is one hand and another. From there he concludes that an external world exists. In this essay I will argue in de…Read more
  •  673
    Während sich zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten bereits mit dem Öffentlichen Raum per se und seiner Bedeutung für andere Forschungsfelder beschäftigen, zielt diese Arbeit darauf ab, zu untersuchen welche Bedingungen erfüllt sein müssen damit der öffentliche Raum entsteht und welche Gefahren ihn genau dadurch auch bedrohen können. Die Arbeit hat zum Ziel den Begriff des öffentlichen Raums bei Hannah Arendt näher zu bestimmen und die Bedingungen zu analysieren, die notwendig sind, damit ein sol…Read more
  •  367
    Welchen Einfluss Lust grundsätzlich auf Platons Ethik hat, scheint in der Forschung zur Genüge behandelt worden sein. Die Rolle von wahren und falschen Lüsten wird dabei aber nur selten explizit angeführt. Die These lautet, dass genau jene Unterscheidung allerdings eine ganz wesentliche Rolle für das Verständnis der Lust in der Ethik des guten Lebens spielt, weshalb eine klare Analyse von seiner Unterscheidung wissenschaftlich relevant und von Interesse ist. Die Fragestellung, mit der sich diese…Read more
  •  356
    Diese Arbeit analysiert die Konstituierung von Subjektivität durch Anrufung in Judith Butlers Einleitung von „Haß spricht“ zeigt, wie eine Subjektwerdung durch Anrufung funktioniert und dass die Identität eines Subjektes dabei durchaus nicht unproblematisch und widerspruchsfrei ist. Die Fragestellung, die in dieser Seminararbeit erörtert wird, lautet daher: Wie konstituieren sich Subjekte durch Namen und sprachliche Anrufung und welche Rolle spielen Anerkennung und Identität für dessen Wirksamke…Read more
  •  567
    In dem Werk „Metaphysik“ beschäftigt sich Aristoteles nicht nur mit seinen Ansichten und Theorien in metaphysische Fragen, sondern setzt sich auch mit früheren Ursachenlehren auseinander. Im Buch Alpha widmet er sich unter anderem Platon und übt Kritik an seiner Ideenlehre. Welche Ansätze Aristoteles für valide hält und wo er Schwachstellen in Platons Theorie sieht, werden in dieser Arbeit anhand einer Analyse der Kapitel sechs und neun im Buch Alpha näher untersucht. Die konkrete Fragestellung …Read more
  •  228
    Hannah Arendt behandelt in ihren Werken Über das Böse und Vom Leben des Geistes die Frage, wie der Mensch mit moralischen Urteilen und der damit verbundenen Fehlerhaftigkeit umgeht. Arendt reflektiert über die Sokratische Aporie und den fortwährenden Denkprozess des Individuums, das im Laufe seines Lebens zahlreiche moralische Urteile fällt. Sie argumentiert, dass es für den Menschen unmöglich ist, stets vollständig nach diesen Urteilen zu handeln, und sieht kleine moralische Verfehlungen als ve…Read more
  •  345
    By reading Aristotle, especially the nicomachean ethics, we clearly come to the perspective that acting morally right leads to happiness and allows individuals to flourish. When we engage in morally right actions, we are not only fulfilling ethical obligations but also promoting our own well-being and personal growth. The pursuit of actions aligns with our desire for a flourishing life, suggesting that true happiness is the final end or the chief good and can be found in doing what is morally ri…Read more
  •  445
    In the history of philosophy there have been many attempts to define virtues and answer the fa-mous question if virtue can be taught or not. The ancient Greek philosophers struggled with this question in the same manner as we struggle with it today. The problem is the definition of virtues and their complex development. Nonetheless is there an importance to the ability to teach vir-tues, even though nobody can define what a school of virtues could look like. In this essay we are going to look at…Read more
  •  366
    Immanuel Kant stellt in der Kritik der reinen Vernunft die Frage, wie Metaphysik als Wissenschaft möglich sein kann, und schlägt einen Paradigmenwechsel vor, inspiriert von der kopernikanischen Wende. Er argumentiert, dass Metaphysik – ähnlich wie Mathematik und Naturwissenschaften – systematisch werden kann, indem sie sich von der Empirie löst und auf Gegenstände der Vernunft fokussiert. Kant greift die Methode von Nikolaus Kopernikus auf, der durch den Wechsel vom geozentrischen zum heliozentr…Read more
  •  227
    Platons Dialog Kriton beleuchtet die Haltung des Sokrates nach seinem Todesurteil und sein Streben nach einer umfassenden Definition von Gerechtigkeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Gesetze die höchste Form von Gerechtigkeit darstellen und ob es jemals gerechtfertigt sein kann, sich ihnen zu widersetzen. Sokrates argumentiert, dass seine Unterwerfung unter die Gesetze und deren Konsequenzen – auch seinen Tod – eine logische Folge seines Gerechtigkeitsprinzips darstellt. Diese Arbeit unt…Read more
  •  353
    Platons Theaitetos stellt die grundlegende Frage "Was ist Wissen?" und untersucht verschiedene erkenntnistheoretische Ansätze. Der Dialog, der maßgeblich von Sokrates dominiert wird, bindet neben Theaitetos und seinem Lehrer Theodoros auch zahlreiche vorsokratische und sokratische Denker ein. Die Arbeit analysiert die Rolle des Daimon ti – einer inneren Stimme, die vor Fehlentscheidungen warnt – im Kontext der Suche nach Erkenntnis. Dabei wird die Hypothese untersucht, ob der Daimon ti als metap…Read more