Achtsamkeit und ethische Sensibilität sind Horizonte einer Pflegepraxis, die der jeweiligen Situation ebenso wie gesellschaftlichen Kontexten von Pflege angemessen zu begegnen versucht (Conradi 2001). Dabei kommt es insbesondere auf die „relational entstehenden und nicht immer intentional steuerbaren Empfindungen, Stimmungen und Reaktionen“ an (von Bose und Treusch 2013, S. 262). Auch die Beachtung von Zwischentönen in der Kommunikation verweist auf subtile Aufmerksamkeitsleistungen, die das Bes…
Read moreAchtsamkeit und ethische Sensibilität sind Horizonte einer Pflegepraxis, die der jeweiligen Situation ebenso wie gesellschaftlichen Kontexten von Pflege angemessen zu begegnen versucht (Conradi 2001). Dabei kommt es insbesondere auf die „relational entstehenden und nicht immer intentional steuerbaren Empfindungen, Stimmungen und Reaktionen“ an (von Bose und Treusch 2013, S. 262). Auch die Beachtung von Zwischentönen in der Kommunikation verweist auf subtile Aufmerksamkeitsleistungen, die das Besondere dieser Praxis zur Geltung bringen. Im folgenden Essay wird der Fokus auf Potenziale phänomenologischen Lernens für die Erkundung erfahrungsbezogener Dimensionen von Pflege gelegt (Uzarewicz 2010). Anhand des Beispiels Humor wird verdeutlicht, wie die Idee der produktiven Verunsicherung dazu beitragen kann, den Blick zu weiten (Uzarewicz 2010). Dabei versteht der Beitrag die im Titel aufgerufene Forderung als regulative Idee, der sich lediglich momenthaft angenähert werden kann.