•  30
    The minimal self hypothesis holds that the inherent sense of “for-me-ness” or “mineness” in every plain conscious experience provides a basic solution to the problem of self-individuation: namely, how to establish intrasubjective unity and intersubjective boundary. I advance two objections to this account. First, the minimal self hypothesis fails to present the most parsimonious conception of the experience-experiencer relation. Instead, it smuggles the private/public contrast into the character…Read more
  •  21
    Epiphänomenalismus verweigert die kausale Wirksamkeit des Bewusstseins auf die Welt während des Handlungsvollzugs. Die Husserl’sche Version von Epiphänomenalismus ist auf die Transzendentalität des Subjekts zurückzuführen. Mit dem erweiterten Willensbegriffs klärt sich die Agentkausalität begrifflich auf. Das Bewusstsein des Grundes für die Handlung ist insofern kausal wirksam, als es den Grund befähigt, die agentive Machtausübung zu bestimmen und zu rechtfertigen.
  •  7
    Es mangelt sich bisher an einer systematischen Analyse von Husserls Erweiterung des Willensbegriffs. Diese Transformation lässt sich in sechs Richtungen differenzieren. Historisch hängt sie mit dem Ersten Weltkrieg zusammen. Die Erweiterung ist auch akademisch auf Husserls eigene Gedankenentwicklung und den Einfluss von PhilosophInnen und PsychologInnen zurückzuführen.
  •  13
    Die Erweiterung des Willensbegriffs ist eine bedeutsame Disposition bei Husserl. Zum Thema dieser Dissertation gehören die Entwicklung von Husserls Willensbegriff und ihre Implikationen für sein eigenes System sowie die gegenwärtige Handlungstheorie. Dementsprechend differenzieren sich die Methoden dieser Dissertation in eine ideenhistorische, eine Husserl'sch-philosophische und eine handlungstheoretische.
  •  13
    Sowohl bei Husserl als auch bei der Handlungstheorie wurden mentale Handlungen später als leibliche in Betracht gezogen. Dafür sind einige Vorurteilen über Leib und Seele sowie die verschiedenen Eigenschaften der beiden Handlungsarten verantwortlich. Gewisse mentale Handlungen zielen nicht auf Einmischung ab. Mentale Handlungen sind auch weiter verbreitet angesichts ihres Beitrags zur Wachheit. Damit versteht sich ihre relative Unauffälligkeit. Den Unterschied zwischen leiblichen und mentalen Ha…Read more
  •  11
    Was qualifiziert passive Handlungen noch als Handlungen? Als mögliche Antworten haben Handlungstheoretiker Intellektualität, Bewusstsein, Absichtlichkeit, Kontrolle und Mühe überlegt. Diese Lösungen werden aus der phänomenologischen Perspektive kritisch überprüft. Keine absolute Grenze besteht zwischen Subtypen der passiven Handlungen (habituellen, gewandten und süchtigen). Passive und aktive Handlungen unterscheiden sich durch ihren Unterschied in Kontrolle und Mühe.
  •  13
    Spricht Husserl von passiver Handlung, aber eine Handlung muss in gewissem Sinn aktiv sein, so ist eine begriffliche Aufklärung über Passivität und Aktivität erforderlich. Es unterscheiden sich die Stufenbau- und die Quellen-Begriffe von Passivität und Aktivität. Husserl kritisiert seine eigene Verwechslung dieser Begriffspaare. Erklärungsbedürftig ist der Sachverhalt, warum eine höhere Bewusstseinsstufe aktiver zu sein scheint.
  •  23
    Die Trichotomie von Erkennen, Fühlen und Wollen lässt sich besser als drei wechselseitig fundierende und sich verflechtende Aspekte jeder konkreten vergegenständlichenden Intentionalität betrachten. Als Husserl den intellektualistischen Stufenbau nachzuweisen versuchte, ist er auf die Gegenargumente gestoßen. Erkennen und Fühlen haben beide einen Willenscharakter. Doch das Fühlen hat eine Dimension, die sich nicht auf Erkennen oder Wollen reduzieren lässt.
  •  8
    Husserls Erweiterung des Willensbegriffs hat zwei Herausforderungen an seinen Intentionalitätsbegriff gestellt. Es fragt sich, ob und was die Intentionalität für eine Beziehung ist. Die Intentionalität stellt sich als eine einzigartige Beziehung heraus, die für die Sinngewinnung des Intendierenden und des Intendierten verantwortet und die Existenz deren Relata nicht benötigt.
  •  513
    Husserls Erweiterung des Willensbegriffs ist eine durchaus beobachtete, aber nicht hinreichend ernst genommene Transformation. Zixuan Liu untersucht in diesem Buch, wie und warum Husserl seinen Willensbegriff erweiterte und was für eine Bedeutung dieser erweiterte Willensbegriff für Husserls eigenes System und die Handlungstheorie haben kann. Zunächst wird Husserls Erweiterung des Willensbegriffs in sechs Richtungen differenziert. Der Erste Weltkrieg stellt sich als der historische Hintergrund d…Read more
  •  68
    Husserl’s thesis of absolute individuation consists of two ideas: (1) unlike experiences and mundane entities, which are individuated via spatiotemporal position, the subject has its own principle of individuation and (2) even for non-subjects, the ultimate principle of individuation is their relationship with the subject. Absolute individuation is sometimes qualitatively interpreted (even by Husserl): owing to habituation, a subject’s personal character cannot be reinstantiated elsewhere. I arg…Read more
  • On the Unique Intentionality of Bodily Awareness
    Tsinghua Studies in Western Philosophy 9 (1): 42-65. 2023.
  • 意義先於存在者
    Journal of Phenomenology and the Human Sciences 15 37-92. 2024.
  •  89
    Husserl characterizes sleep with the idea of “the relaxation of the will.” One finds a similar approach in the work of Maine de Biran, who explains sleep as “the suspension of the will.” More recently, Brian O’Shaughnessy and Matthew Soteriou have argued that mental actions constitute wakeful consciousness. In clinical practice, patients with disorders of consciousness who show “purposeful” behavior are classified as “minimally conscious,” while those in an “unresponsive wakeful state” merely be…Read more
  •  122
    Current dialogues in neuroscience are limited to phenomenological psychology plus neuroscience, or neurophenomenology. Within these dialogues, transcendental phenomenology is largely expelled. This article proposes a transcendental phenomenology of and through neuroscience. The “phenomenology‑of ” neuroscience is a philosophy that refuses to view the Experience‑Body Relation and Life‑Non‑Life Ambiguity as if they were predetermined, unintelligible, metaphysical gaps. Instead, it attempts to unde…Read more
  •  94
    Attempts to close the mind-body gap traditionally resort to a priori speculations. Motivated by dissatisfaction with such accounts, neurophenomenology constitutes one of the first attempts to close the mind-body gap non-metaphysically. Nonetheless, it faces significant challenges. Many of these challenges arise from its abandoning of transcendentality and its dim view of bioinformation. In this paper, I propose a superior non-metaphysical alternative: a combination of a reformed biosemiotics and…Read more