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Intensiv- und PalliativmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 3-16. 2025.An den großen Erfolgen der kurativen modernen Medizin hat die Intensivmedizin erheblichen Anteil. Dabei scheint allerdings die empathische Zuwendung zum Patienten und zum Angehörigen zu kurz zu kommen. Unter dem Zwang zur Sachlichkeit und Effizienz sowie dem ökonomischem Druck ist der Intensivmediziner zum Sachwalter der Krankheit, nicht aber des kranken Menschen geworden. Er kämpft gegen die Krankheit und empfindet den Tod seines Patienten als persönliche Niederlage. Dabei muss auch der Intensi…Read more
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2Zeitlich begrenzter Therapieversuch („time-limited trial“, TLT) auf der IntensivstationIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 199-209. 2025.Die Zunahme der intensivmedizinischen Behandlungsverfahren ist mit einer Steigerung der Komplexität der Entscheidungen über Auswahl, Anwendung und Dauer der Therapiemaßnahmen verbunden. Ob im individuellen Fall ein Behandlungsziel erstrebenswert und der dafür notwendige Behandlungsweg akzeptabel ist, hängt von den persönlichen Wünschen, Werthaltungen und Lebensentwürfen der Patientinnen und Patienten ab. Häufig bestehen Unsicherheiten darüber, ob ein patientenzentriertes Behandlungsziel erreicht…Read more
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Indikation als unverzichtbare Grundlage ärztlichen HandelnsIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 241-251. 2025.Im Kontext therapeutischer Heilbehandlungen ist eine Indikation die ärztlich begründete Entscheidung, dass eine medizinische Maßnahme aufgrund fachlicher Erkenntnisse und unter Abwägung von Nutzen und Risiken bei einer spezifischen diagnostizierten Krankheitssituation (mindestens) vertretbar ist. Die Bedeutung der Indikation wird gegenwärtig geschwächt durch Faktoren wie die zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitswesens, den rasanten medizinisch-technischen Fortschritt sowie durch die verstärk…Read more
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Ethisch begründet entscheiden in der IntensivmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 211-222. 2025.Die Erfolge der modernen Medizin und die damit verbundene wachsende Zahl von älteren Patientinnen mit zunehmenden Komorbiditäten führt gerade in den letzten Jahren zu einer steigenden Inanspruchnahme der Behandlung auf Intensivstationen [1]. Das wachsende und scheinbar unbegrenzte Angebot einer technologisch fortschrittlichen Versorgung in der Intensivmedizin erzeugt den Eindruck unbegrenzter Möglichkeiten. Eine Überlebensperspektive wird auch in solchen Situationen eröffnet, in denen früher das…Read more
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EhegattennotvertretungsrechtIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 191-197. 2025.Einwilligungsunfähige Patienten können bislang nur durch Gesundheitsbevollmächtigte oder gerichtlich bestellte Betreuer vertreten werden. Diese Rechtslage ändert sich mit Wirkung zum 01.01.2023: Seitdem sind Ehegatten (und eingetragene Lebenspartner) kraft Gesetzes automatisch (also ohne gesonderten Bestellungsakt) in sämtlichen Angelegenheiten der Gesundheitssorge vertretungsberechtigt [1]. Ziel des Ehegattennotvertretungsrechts ist die Stärkung der Autonomie der Patienten, die Angleichung der …Read more
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Dokumentation der TherapiebegrenzungIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 95-101. 2025.
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1Decisions on the Allocation of Intensive Care Resources in the Context of the COVID-19 PandemicIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 115-129. 2025.In view of the globally evolving coronavirus disease (COVID-19) pandemic, German hospitals rapidly expanded their intensive care capacities. However, it is possible that even with an optimal use of the increased resources, these will not suffice for all patients in need. Therefore, recommendations for the allocation of intensive care resources in the context of the COVID-19 pandemic have been developed by a multidisciplinary group of authors with the support of eight scientific medical societies…Read more
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Überversorgung in der Intensivmedizin: erkennen, benennen, vermeidenIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 131-151. 2025.Ungeachtet der sozialgesetzlichen Vorgaben existieren im deutschen Gesundheitssystem in der Patientenversorgung nebeneinander Unter-, Fehl- und Überversorgung. Überversorgung bezeichnet diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die nicht angemessen sind, da sie die Lebensdauer oder Lebensqualität der Patienten nicht verbessern, mehr Schaden als Nutzen verursachen und/oder von den Patienten nicht gewollt werden. Daraus können hohe Belastungen für die Patienten, deren Familien, die Behandlungste…Read more
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Handlungsempfehlung zeitlich begrenzter Therapieversuch in der NeurointensivmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 223-240. 2025.Viele akute Hirnerkrankungen gehen mit einer akuten Bewusstseinsstörung einher. In einer Notfallsituation werden in der Regel zuerst lebensrettende Maßnahmen ergriffen und eine Intensivbehandlung eingeleitet. Wenn es in den ersten Tagen keine signifikante Verbesserung mit Wiedererlangung des Bewusstseins gibt, entstehen regelmäßig sehr komplexe Entscheidungssituationen. In der Neurointensivmedizin ist ein zeitlich begrenzter Therapieversuch („time-limited trial“, TLT) ein wichtiges strukturieren…Read more
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Intensivmedizin: Besuche fördern die GenesungIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 153-160. 2025.Während der Coronapandemie waren Angehörigenbesuche auf den Intensivstationen in vielen Krankenhäusern untersagt. Besuchsverbote schaden jedoch der Genesung. Und sie können zu traumatischen Belastungen führen – bei den Patienten, ihren Angehörigen und Klinikmitarbeitern. Pandemiebedingte, notwendige Einschränkungen von Besuchsmöglichkeiten dürfen keinesfalls zu einer völligen Isolation von Patientinnen und Patienten führen. Angehörigenbesuche sind als Rechte der Patienten und Angehörigen auf soz…Read more
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Umgang mit Zwang in der IntensivmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 173-190. 2025.Die Behandlungssituation in der Intensivmedizin ist durch eine starke Asymmetrie in der Begegnung gekennzeichnet: Patient:innen sind in besonderer Weise auf ihr Umfeld angewiesen, weisen häufig Beeinträchtigungen des Bewusstseins und der Willensbildung auf. Dies erleichtert die Anwendung von Zwang bzw. ermöglicht diesen und/oder ruft ihn hervor. Ziel dieser Handlungsempfehlung ist es, Wege aufzuzeigen, um Patient:innen mit ihren Wünschen und Bedürfnissen wahrzunehmen und sie in Behandlungskonzep…Read more
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3Ethische Ad-hoc-Entscheidungsfindung in der klinischen Akut- und NotfallmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 161-171. 2025.In Notaufnahmen sind tagtäglich Entscheidungen mit enormer medizinischer und ethischer Tragweite erforderlich. Diese müssen trotz Zeitdruck und hoher Arbeitsbelastung in allen sie betreffenden Dimensionen fachkundig getroffen werden. Eine Strukturierung anhand standardisierter Vorgehensweisen kann bei der ethischen Ad-hoc-Entscheidungsfindung hilfreich sein, vorausgesetzt, dass sie interdisziplinär und interprofessionell geschult und (vor)gelebt werden. Die vorliegende Ad-hoc-Entscheidungshilfe …Read more
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Entscheidungshilfe bei erweitertem intensivmedizinischem Behandlungsbedarf auf dem Weg zur OrganspendeIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 103-114. 2025.Verletzungen, insbesondere Schädel-Hirn-Traumata, oder bestimmte Erkrankungen und ihre jeweiligen Folgen können zur Folge haben, dass die davon betroffenen Patienten trotz aller intensivmedizinischen Bemühungen daran versterben. Sollte eine Organspende nach deren Tod prinzipiell in Betracht kommen, sind regelhaft intensivmedizinische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Organe erforderlich, die aber nicht mehr dem betreffenden Patienten zunutze sein können. Dies kann zu einem ethischen Zielkonfli…Read more
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1Therapiezieländerung und Therapiebegrenzung in der IntensivmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 67-78. 2025.Aufgabe des Arztes ist es, unter Beachtung des Selbstbestimmungsrechtes des Patienten Leben zu erhalten, Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen sowie Leiden zu lindern und Sterbenden bis zum Tod beizustehen. Der Intensivmedizin stehen dazu immer mehr und differenziertere Möglichkeiten zur Verfügung. Der Arzt hat im Rahmen seiner professionellen Verantwortung zu entscheiden, welche der vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten indiziert sind. Dieser Prozess der Entscheidungsfindung wird von der…Read more
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1Zwischen Leben und Loslassen: Palliativmedizin auf der IntensivstationIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 55-61. 2025.Das Thema „Zwischen Leben und Loslassen: Palliativmedizin auf der Intensivstation“ ist vielschichtig und auch wenn die Palliativmedizin und Intensivmedizin auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, so gibt es doch zahlreiche Gemeinsamkeiten. In beiden Bereichen werden Menschen behandelt und begleitet, die leben wollen und sich doch mit dem Loslassen und Sterben auseinandersetzen müssen. Das betrifft nicht nur die Patienten, sondern auch die An- und Zugehörigen, aber auch die Beh…Read more
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Grenzen der Sinnhaftigkeit von IntensivmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 79-93. 2025.
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Hilmar Burchardi – ein MenschIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 19-22. 2025.In Arthur Schnitzlers Drama „Professor Bernhardi“ aus dem Jahr 1912 steht ein jüdischer Arzt vor einem moralisch-ethischen Dilemma: Er verweigert einem Priester den Zugang zu einer sterbenden Patientin, um ihren glücklichen Zustand nicht zu zerstören, was für ihn schwerwiegende persönliche und berufliche Konsequenzen hat. Diese Konstellation wirft die Frage auf, wie ein Mediziner wie Professor Hilmar Burchardi in einer vergleichbaren Situation gehandelt hätte und welche ethischen Prinzipien sein…Read more
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Über den Sinn von Behandlungen auf der IntensivstationIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 23-31. 2025.Wenn sich ein Mensch hilfesuchend an eine Einrichtung des Gesundheitswesens wendet, kann er oder sie erwarten, dass gemeinsam die beste verfügbare Antwort für das Gesundheitsproblem gesucht und dass diese dann auch als Behandlung durchgeführt wird. Dies gilt in besonderem Maße bei schweren Erkrankungen, die voraussichtlich einer Behandlung auf der Intensivstation bedürfen. Aber woran erkennen wir, dass eine Therapie die beste Option darstellt? Welches sind die Gütekriterien, die eine Bewertung a…Read more
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Medizin, Ethik und Recht als Eckpfeiler für das ärztliche HandelnIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 63-64. 2025.Grundprinzipien ärztlichen Handelns sind die Achtung der Selbstbestimmung der Patienten, die Ausrichtung am Patientenwohl, die Schadensvermeidung und die Gleichbehandlung. Patienten erwarten eine bestmögliche medizinische Versorgung. Die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankerten Patientenrechte garantieren jedem Patienten das Recht auf eine Behandlung nach dem allgemein anerkannten fachlichen Standard. Patienten haben das Recht auf eine Behandlung, die ihre Würde und Autonomie respektiert.
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Intensivmedizin im Spannungsfeld – Menschlichkeit und Grenzen der VersorgungIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 41-50. 2025.Die Intensivmedizin steht exemplarisch für das Spannungsfeld zwischen medizinischer Machbarkeit, ethischer Verantwortung und menschlicher Fürsorge. Technologische Entwicklungen und komplexe Therapieoptionen bieten enorme Potenziale, werfen jedoch zugleich tiefgreifende ethische Fragen auf – insbesondere am Lebensende, bei multiplem Organversagen oder prognostischer Unsicherheit. Dieser Beitrag beleuchtet zentrale Spannungsfelder intensivmedizinischer Entscheidungsprozesse anhand aktueller Litera…Read more
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Pflege zwischen Extremen: Belastungen und ethische Grenzen in der IntensivmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 51-54. 2025.Laut statistischem Bundesamt lag in Deutschland 2021 die durchschnittliche Anzahl an Intensivbetten bei 29,3 auf 100.000 Bewohner:innen. Im Vergleich zu anderen Ländern verweist dies auf ein überdurchschnittliches Angebot, was aus unterschiedlicher Perspektive beleuchtet werden kann. Einerseits zeigt es, dass es sich Deutschland leistet oder leisten kann, möglichst vielen Menschen in hochkomplexen Lebenslagen unabhängig vom Alter und ihren Grunderkrankungen eine intensivmedizinische Behandlung a…Read more
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Von Autonomie bis Verteilungsgerechtigkeit: Rechtliche Entwicklungen und ihre Bedeutung für die IntensivmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 33-40. 2025.Die moderne Wissenschaft ist von Haus aus zum Spezialistentum genötigt [3]: Um so mehr sollte sie – einem Bonmot Carl Friedrich von Weizsäckers zufolge – danach streben, Wege der „Selbstüberwindung ihrer eigenen Vorurteile“ ausfindig zu machen [2]. Bekanntlich geschieht dies am ehesten durch stetige Perspektivenveränderung, um sich der nur relativen Geltungskraft der eigenen Dogmen bewusst zu werden. Ganz in diesem Sinne hat Hilmar Burchardi, der hochgeschätzte Geehrte, für die großen ethischen …Read more
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24Zeitlich begrenzter Therapieversuch („time-limited trial“, TLT) auf der IntensivstationIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 199-209. 2025.Die Zunahme der intensivmedizinischen Behandlungsverfahren ist mit einer Steigerung der Komplexität der Entscheidungen über Auswahl, Anwendung und Dauer der Therapiemaßnahmen verbunden. Ob im individuellen Fall ein Behandlungsziel erstrebenswert und der dafür notwendige Behandlungsweg akzeptabel ist, hängt von den persönlichen Wünschen, Werthaltungen und Lebensentwürfen der Patientinnen und Patienten ab. Häufig bestehen Unsicherheiten darüber, ob ein patientenzentriertes Behandlungsziel erreicht…Read more
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23Umgang mit Zwang in der IntensivmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 173-190. 2025.Die Behandlungssituation in der Intensivmedizin ist durch eine starke Asymmetrie in der Begegnung gekennzeichnet: Patient:innen sind in besonderer Weise auf ihr Umfeld angewiesen, weisen häufig Beeinträchtigungen des Bewusstseins und der Willensbildung auf. Dies erleichtert die Anwendung von Zwang bzw. ermöglicht diesen und/oder ruft ihn hervor. Ziel dieser Handlungsempfehlung ist es, Wege aufzuzeigen, um Patient:innen mit ihren Wünschen und Bedürfnissen wahrzunehmen und sie in Behandlungskonzep…Read more
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13EhegattennotvertretungsrechtIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 191-197. 2025.Einwilligungsunfähige Patienten können bislang nur durch Gesundheitsbevollmächtigte oder gerichtlich bestellte Betreuer vertreten werden. Diese Rechtslage ändert sich mit Wirkung zum 01.01.2023: Seitdem sind Ehegatten (und eingetragene Lebenspartner) kraft Gesetzes automatisch (also ohne gesonderten Bestellungsakt) in sämtlichen Angelegenheiten der Gesundheitssorge vertretungsberechtigt [1]. Ziel des Ehegattennotvertretungsrechts ist die Stärkung der Autonomie der Patienten, die Angleichung der …Read more
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27Ethisch begründet entscheiden in der IntensivmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 211-222. 2025.Die Erfolge der modernen Medizin und die damit verbundene wachsende Zahl von älteren Patientinnen mit zunehmenden Komorbiditäten führt gerade in den letzten Jahren zu einer steigenden Inanspruchnahme der Behandlung auf Intensivstationen [1]. Das wachsende und scheinbar unbegrenzte Angebot einer technologisch fortschrittlichen Versorgung in der Intensivmedizin erzeugt den Eindruck unbegrenzter Möglichkeiten. Eine Überlebensperspektive wird auch in solchen Situationen eröffnet, in denen früher das…Read more
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23Überversorgung in der Intensivmedizin: erkennen, benennen, vermeidenIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 131-151. 2025.Ungeachtet der sozialgesetzlichen Vorgaben existieren im deutschen Gesundheitssystem in der Patientenversorgung nebeneinander Unter-, Fehl- und Überversorgung. Überversorgung bezeichnet diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die nicht angemessen sind, da sie die Lebensdauer oder Lebensqualität der Patienten nicht verbessern, mehr Schaden als Nutzen verursachen und/oder von den Patienten nicht gewollt werden. Daraus können hohe Belastungen für die Patienten, deren Familien, die Behandlungste…Read more
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28Therapiezieländerung und Therapiebegrenzung in der IntensivmedizinIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 67-78. 2025.Aufgabe des Arztes ist es, unter Beachtung des Selbstbestimmungsrechtes des Patienten Leben zu erhalten, Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen sowie Leiden zu lindern und Sterbenden bis zum Tod beizustehen. Der Intensivmedizin stehen dazu immer mehr und differenziertere Möglichkeiten zur Verfügung. Der Arzt hat im Rahmen seiner professionellen Verantwortung zu entscheiden, welche der vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten indiziert sind. Dieser Prozess der Entscheidungsfindung wird von der…Read more
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29Dokumentation der TherapiebegrenzungIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 95-101. 2025.
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39Entscheidungshilfe bei erweitertem intensivmedizinischem Behandlungsbedarf auf dem Weg zur OrganspendeIn Susanne Jöbges, Gunnar Duttge, Friedemann Nauck & Jochen Dutzmann (eds.), Von der akademischen Distanz zur fürsorglichen Zuwendung : Festschrift zu Ehren von Professor Dr. med. Hilmar Burchardi, Springer Berlin Heidelberg. pp. 103-114. 2025.Verletzungen, insbesondere Schädel-Hirn-Traumata, oder bestimmte Erkrankungen und ihre jeweiligen Folgen können zur Folge haben, dass die davon betroffenen Patienten trotz aller intensivmedizinischen Bemühungen daran versterben. Sollte eine Organspende nach deren Tod prinzipiell in Betracht kommen, sind regelhaft intensivmedizinische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Organe erforderlich, die aber nicht mehr dem betreffenden Patienten zunutze sein können. Dies kann zu einem ethischen Zielkonfli…Read more