[221 pages] Wie die sechs Äste eines Schneekristalls in regelmäßigen Proportionen auf ihr gemeinsames Zentrum zulaufen, so deuten die sechs Beiträge dieses Buches eine zukünftige Philosophie des kosmischen Lebens an. In diesem Sinne stellt diese Aufsatzsammlung einen multidisziplinären und transkulturellen Polylog renommierter Autoren aus drei Kontinenten dar, der darauf abzielt, höchst innovative Perspektiven zu etablieren und neue Grenzbereiche für die Entwicklung philosophischer Reflexionen u…
Read more[221 pages] Wie die sechs Äste eines Schneekristalls in regelmäßigen Proportionen auf ihr gemeinsames Zentrum zulaufen, so deuten die sechs Beiträge dieses Buches eine zukünftige Philosophie des kosmischen Lebens an. In diesem Sinne stellt diese Aufsatzsammlung einen multidisziplinären und transkulturellen Polylog renommierter Autoren aus drei Kontinenten dar, der darauf abzielt, höchst innovative Perspektiven zu etablieren und neue Grenzbereiche für die Entwicklung philosophischer Reflexionen und wissenschaftlicher Grundlagen für die Herausbildung eines gemeinsamen kosmischen Bewusstseins, für eine integrale Ökologie und für eine kooperative planetarische Zivilisation der Menschheit auszuloten. John B. Cobb jr. beschreibt auf prozessphilosophischer Grundlage Leben als lebendige Ereignisse, die Neuheit ausdrücken, und den Kosmos als Prozess einer Selbstanreicherung und Selbstentwicklung von "Leben an sich". Chandra Wickramasinghe entfaltet seine naturwissenschaftlich-philosophische Perspektive zum Thema kosmisches Leben in zwölf aufeinanderfolgenden Schritten und bietet eine breite Palette von Argumenten und Einsichten, die eine zeitgemäße Theorie der Panspermie unterstützen. Attila Grandpierre präsentiert die Idee eines kosmischen Lebensprinzips und einer darauf basierenden ganzheitlichen Wissenschaft, die untrennbar mit der Vorstellung einer heilen und kooperativen Zivilisation, den biologischen Gesetzen der Natur, den Gesetzen der Logik und der Steigerung des Wohlergehens von Menschen und ökologischen Gemeinschaften verbunden ist. Chunyou Yan stellt den Ansatz seiner holographischen Philosophie vor, der zufolge das Universum als eine unermessliche lebendige Entität verstanden werden muss, in der jeder Aspekt Leben widerspiegelt. Bei Peng zeigt, dass die Proportionen der Energiemeridiane in der traditionellen chinesischen Medizin musikalischen Intervallen entsprechen und demonstriert auf dieser Basis die Analogie des menschlichen Körpers zu makrokosmischen Phänomenen. David Bartosch untersucht drei wichtige systematische Grundlagen für eine poly-kontexturale, transkulturelle Philosophie des kosmischen Lebens mit Anknüpfungspunkten in griechischen, chinesischen, süd- und westasiatischen sowie europäischen Denktraditionen. [ Just as the six branches of a snow crystal converge in regular proportions toward their common center, the six contributions to this book point toward a future philosophy of cosmic life. In this sense, this edited volume represents a multidisciplinary and transcultural polylogue of distinguished authors from three continents, which aims to establish highly innovative perspectives and open new frontiers of developing philosophical reflections and scientific foundations for the emergence of a common cosmic consciousness, for an integral ecology, and for a cooperative planetary civilization of humanity. John B. Cobb, Jr. uses a process-philosophical foundation to describe life as living events expressing novelty and the cosmos as a process of self-enriching and self-evolving “Life Itself.” Chandra Wickramasinghe unfolds his scientific and philosophical perspective on cosmic life in twelve successive steps, offering a wide range of arguments and insights that support an up-to-date theory of panspermia. Attila Grandpierre presents the "Cosmic Life Principle" and the comprehensive science based upon it that is inextricably linked to the healthy and cooperative civilization, to the biological laws of nature, to the laws of logic, to the uplifting of the well-being of people and ecological communities. Chunyou Yan introduces the approach of his holographic philosophy, according to which the universe must be understood as a vast living entity, every aspect of which represents life. Bei Peng shows that the proportions of energy meridians in traditional Chinese medicine correspond to musical intervals, and on this basis she demonstrates the analogy of the human body to macrocosmic phenomena. David Bartosch offers an examination of three important systematic foundations for a poly-contextural, transcultural philosophy of cosmic life with roots in Greek, Chinese, South and West Asian, and European traditions of thought.]