•  121
    Negativität: Kunst - Recht - Politik (edited book)
    with Dirk Quadflieg, Juliane Rebentisch, Dirk Setton, and Francesca Raimondi
    Suhrkamp. 2018.
    Gegen die verbreitete Vorstellung, dass Negativität im Interesse von mehr Selbstverwirklichung, Produktivität und Positivität überwunden oder be-grenzt werden muss, eröffnet dieser Band eine andere Perspektive. Er geht den verschiedenen Formen des Negativen in Kunst, Recht und Politik nach, um zu zeigen, dass es nicht allein eine Negativität gibt, die dem Gelingen im Weg steht oder zu dessen sicher beherrschtem Mittel wird. Die Beiträge des Bandes erweisen Negativität vielmehr als eine Kraft der…Read more
  •  17
    Politics of Second Nature: On the Democratic Dimension of Ethical Life
    In Pirmin Stekeler-Weithofer & Benno Zabel (eds.), Philosophie der Republik, Mohr. pp. 422-436. 2018.
    In this chapter, I consider the relation of the three major spheres of ethical life that Hegel distinguishes – family, civil society, and the state – and analyse their contribution to the constitution of the "second nature" of objective spirit. Family and civil society are both analyzed by Hegel as ways of taking up and transforming our given nature such that a second ethical nature can be produced. Where the family helps bring forth such a second nature by means of “education” (Erziehung), civi…Read more
  •  19
    Paradoxien der Autonomie. Freiheit und Gesetz I (edited book)
    August Verlag. 2019, 2nd ed..
    Der Gedanke, der sich in der modernen Idee der Autonomie verdichtet, ist ein doppelter: Die Figur der Autonomie enthält zugleich eine neue Auffassung von Normativität und eine eigene Konzeption von Freiheit. Dem Gedanken der Autonomie zufolge ist ein Gesetz, das wahrhaft normativ ist, eines, als dessen Urheber wir uns selbst betrachten können; und eine Freiheit, die im vollen Sinne wirklich ist, drückt sich in Gestalt eben solcher selbstgegebener Gesetze aus. Die Idee der Autonomie artikulie…Read more
  •  3
    Deconstruction
    In Hauke Brunkhorst, Cristina Lafont & Regina Kreide (eds.), Habermas Handbook, Columbia University Press. 2017.
    Habermas’s exchange with Jacques Derrida is situated within the debate about modernity and postmodernity. When he was awarded the Adorno Prize in 1980, Habermas defended the “unfinished project of modernity” in his acceptance speech; the opponents of modernity he identified included — in addition to old conservatives and neoconservatives of the recognizable variety — a group of “Young Conservatives,” among whom he numbered Michel Foucault and Jacques Derrida (“Modernity,” 53). The Philosophical …Read more
  •  5
    Metaphysik und ihre Kritik bei Hegel und Derrida (review)
    Hegel-Studien 52 254-260. 2019.
    Es ist bekannt, dass Jacques Derrida Hegel als einen der radikalsten Vertreter jener Metaphysik der Präsenz beschrieben hat, die es zu dekonstruieren gilt, und zugleich zugestanden hat, dass Hegel wie kein anderer eben jene Irreduzibilität der Differenz gedacht hat, die Derrida durch die Dekonstruktion der metaphysischen Tradition zur Geltung bringen will. Derridas Verhältnis zu Hegel kann also gar nicht anders als kompliziert sein. Es ist voller innerer Spannungen, die dringend nach näherer Klä…Read more
  •  20
    Der Begriff der Lebensform spielt eine ebenso zentrale wie vielgestaltige Rolle in der Philosophie der Gegenwart. Er dient einerseits dazu, auf die menschliche Lebensform als den Grund und Horizont aller Normativität zu verweisen, wie er andererseits dazu verwendet wird, die Vielfalt möglicher besonderer Lebensweisen zu fassen. Bemerkenswerterweise kommen die beiden Extrempunkte des Verwendungsspektrums dabei in einer entscheidenden Hinsicht überein: Lebensformen scheinen sich der Kritik zu entz…Read more
  •  43
    The paper argues that Kant’s distinction between pure and empirical apperception cannot be interpreted as distinguishing two self-standing types of self-knowledge. For Kant, empirical and pure apperception need to co-operate to yield substantive self-knowledge. What makes Kant’s account interesting is his acknowledgment that there is a deep tension between the way I become conscious of myself as subject through pure apperception and the way I am given to myself as an object of inner sense. This …Read more
  •  18
    Die Kunst der zweiten Natur und die andere Natur der Kunst
    Deutsche Zeitschrift für Philosophie 66 (3): 339-361. 2018.
    This contribution traces an aesthetic shift in the concept of second nature that occurs around 1800 and raises the question as to what role art might play in a culture that already conceives of itself in generally aesthetic terms. The paper recalls Kant’s rejection of habit as a proper realization of ethical life and shows that in his third critique, Kant proposes a second nature of a different kind. To realize ethical life as a “second nature”, we cannot confine ourselves to mere habituation bu…Read more
  •  11
    Schwerpunkt: Die Ästhetik der zweiten Natur
    Deutsche Zeitschrift für Philosophie 66 (3): 321-324. 2018.
    Die praktische Philosophie der Gegenwart hat in vielfacher Weise Gebrauch von dem Gedanken gemacht, dass unsere sittliche Konstitution uns zur „zweiten Natur“ wird. Diesem Gedanken kann eine therapeutische, eine affirmative und eine kritische Wendung gegeben werden: In der therapeutischen Verwendung soll uns die Erinnerung, dass praktische Vernunft uns zur zweiten Natur werden kann, helfen, einen Dualismus von Geist und Natur zu überwinden, ohne uns auf einen reduktiven Naturalismus festzulegen.…Read more
  •  8
    Jacques Derrida, Gesetzeskraft
    In Manfred Brocker (ed.), Geschichte des politischen Denkens II: Das 20. Jahrhundert, Suhrkamp. pp. 757-772. 2018.
    Derrida zielt mit „Gesetzeskraft“ auf eine Reflexion der komplexen Bedingungsstruktur normativer Praktiken überhaupt, für die rechtliche Praktiken auf besondere Weise erhellend sind. Am Falle des Rechts kann deutlich werden, dass Normativität an ihrem Grund sowie in ihrer Anwendung und Durchsetzung wesentlich auf eine Dimension der Kraft oder Gewalt verwiesen ist. Kraft ohne Gerechtigkeit wäre tyrannisch, aber Gerechtigkeit ohne Kraft bleibt unwirksam. Am Recht zeigt sich so nach Pascal, dass ma…Read more
  •  23
    The Self-Determination of Force: Desire and Practical Self-Consciousness in Kant and Hegel
    In Sally Sedgwick & Dina Emundts (eds.), Begehren / Desire, De Gruyter. pp. 179-204. 2018.
    In a broadly Kantian context, it is often assumed that practical self-consciousness and rational self-determination can only be understood in opposition to pleasure and desire. I argue instead that, already for Kant, rational self-determination is itself a determination of our faculty of desire. Drawing on resources from Kant and Hegel, the paper shows that sensible desire can be understood as a self-determination of our vital forces which is connected to a sensible awareness of our practical ex…Read more
  •  4
    Die Kunst der zweiten Natur. Zu einem modernen Kulturbegriff nach Kant und Hegel
    WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung 13 (1). 2016.
    The paper delineates a modern conception of second nature that takes shape around 1800. Instead of just repeating, once again, the ancient topos that habit is a second nature, this modern conception makes use of a different paradigm for the understanding of cultural self-production, namely the work of art. According to this conception, the development of a second nature is not a question of mere habituation, but rather an essentially creative and expressive process whereby we take up nature and …Read more
  •  5
    Versuch über die Veränderung. Zu Breaking Bad
    WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung 13 (2): 25-52. 2016.
    Wie wird man der, der man ist? Die Frage ist zweideutig. Zum einen scheint sie danach zu fragen, wie man durch all das, was einem geschieht und was man tut, schließlich zu jener bestimmten Person wird, die man zu einem gewissen Zeitpunkt ist. Zugleich zielt die Frage darauf, wie man das einholt, was man »ist«, es nicht nur ist, sondern wirklich wird. Die Frage wirft also einerseits das Problem der Verkettung von Taten, Umständen und Wirkungen auf, die das Produkt einer bestimmten Veränderung her…Read more
  •  1
    Reflexives Leben: Biologie und Ästhetik um 1800 (review)
    Texte Zur Kunst 20 177-182. 2010.
    Der Ausgangspunkt des Bandes Vita aesthetica: Szenarien ästhetischer Lebendigkeit , ist ein archäologischer Befund: Die Formationsphase der modernen Disziplin der Ästhetik (die das Erbe von Rhetorik, Poetik und Kunstkritik aufnimmt und verwandelt) und die Herausbildung der Biologie (die eine statisch und klassifikatorisch verstandene Naturgeschichte ablöst) fallen nicht nur zufällig in die selbe Zeit (das notorische „um 1800“). Vielmehr markieren sie den Umbruch in eine neue Ordnung des Wissens.…Read more
  •  2
    Unzeitgemäße Betrachtungen. Barthes und der Anachronismus der Liebe (review)
    Texte Zur Kunst 13 141-144. 2003.
    Die „Fragments d’un discours amoureux“ , jenes Buch, das laut Barthes sein meistgelesenes und zugleich am schnellsten vergessenes war, erschien erstmals 1977 – und mithin in unmittelbarer zeitlicher Nähe zu zwei anderen Analysen des Diskurses der Intimität: Foucaults Versuch, die Diskursivierung der Sexualität seit dem 17. Jahrhundert zu analysieren (1976), und Luhmanns Analyse der Liebe als symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium (1982). Die Form, der Ton und Duktus der „Analyse“ bei Ba…Read more
  •  1
    Dem Namen Girogio Agamben konnte man im letzten Jahr häufig begegnen, obwohl, vielleicht: weil auffälligerweise keines seiner anderswo, wie man allerorts hört, viel diskutierten Bücher im Deutschen erschienen war. Das steigerte die Erwartung und erlaubte die Vermutung, es könne kein Zufall sein, das die politisch brisante Philosophie ihrer Übertragung noch immer harrt. Agamben war - und ist - das Theorieversprechen neuerer politischer Philosophie. Nicht zuletzt auf der Foucault-Konferenz im verg…Read more
  • This essay offers a perspective on Thomas Demand's works. It argues that in Demand’s pictures, the procedures of figuration themselves acquire a visible figure.
  •  4
    Review of Mark Alznauer, Hegel’s Theory of Responsibility (review)
    Internationales Jahrbuch des Deutschen Idealismus 12 330-336. 2017.
    Mark Alznauers Studie bietet eine ebenso konzise wie originelle Deutung von Hegels praktischer Philosophie. Sie erreicht dies, indem sie Hegels praktische Philosophie unter die überraschende Überschrift einer Theorie der „Verantwortung“ oder „Schuld“ („Theory of Responsibility“) stellt. Das ist zunächst überraschend, da weder Verantwortung noch Schuld zu den tragenden Grundbegriffen der Hegelschen Darstellung zu zählen scheinen. Alznauer will in seiner Studie aber zeigen, dass wir Hegels Be…Read more
  •  13
    Although colonialism is only a marginal topic in Kant's writings, his remarks on the legitimacy or illegitimacy of colonial practices have naturally attracted much attention. As Kant is a main representative of enlightenment thinking and a herald of emancipatory theory, any putative endorsement or critique of colonialism on his part would seem to have far reaching implications: Kant's stance, whatever it turns out to be, could be understood as representative of the ways in which Western Enlighte…Read more
  •  19
    Das Wort "Ereignis" (evenement) figuriert in den Texten Derridas von Husserls Wegin die Geschichte am Leitfaden der Geometrie (Derrida 1987; frz. Orig.: 1962) bis hin zu seinen jüngsten Texten (vgl. z.B. Derrida 2001a) in sehr unterschiedlicher Weise, mal beiläufig, mal mit Gewicht, mal als attackierte, mal als heranzitierte oder auch deutlich in Anspruch genommene Kategorie. Nichts liegt näher als der Versuch, das eigentliche Ereignis-Denken Derridas auf eine bestimmte Gruppe von Texten, ein…Read more
  •  17
    Die Form des Mediums: Niklas Luhmann
    In David Lauer & Alice Lagaay (eds.), Medientheorien. Eine philosophische Einführung, Campus. 2004.
    Schrift, Akustik, Geld, Raum, Sinn, elektronische Kommunikationsmittel, Zeit, Kunst, Macht. Was kann man an Bestimmtheit von einem Begriff erwarten, der angeblich all dies umgreifen soll - dem Begriff des Mediums in Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme? Die Elemente der Liste scheinen zu verschiedenartig, als dass man sich eine sinnvolle Kategorie vorstellen könnte, die diese Dinge als Exemplare derselben Art vorzustellen in der Lage wäre. Welchen Sinn es machen mag, dass all dies dennoch a…Read more
  •  12
    The paper investigates philosophical conceptions of the living that were articulated in Kantian and Hegelian philosophy. The paper argues that in Kant and post-Kantian philosophy the conception of the living serves as a hinge or joint in order to mediate between conceptions of the realm of nature and conceptions of the realm of freedom. In opposition to the Cartesian tradition that had tried to grasp living beings in terms of organized machines, Kant characterizes living beings not only as organ…Read more
  •  15
    Der Begriff der ›Welt‹ hat, wenn wir darunter das »Ganze aller Erscheinungen« verstehen, nicht den Status eines Begriffs, dem ein Gegenstand der sinnlichen Anschauung korrespondieren könnte. Er fungiert vielmehr als transzendentale Idee. Eine solche Idee, die Kant in der Kritik der reinen Vernunft als notwendig für die Vereinigung unserer Erfahrung bestimmt, lässt sich »niemals im Bilde ent- werfen« und bleibt »ein Problem ohne alle Auflösung«. Die Antinomien der reinen Vernunft entspringen …Read more
  •  14
    Wenn nach bleibenden philosophischen Beiträgen von Theodor W. Adorno gefragt wird, so werden meist drei mögliche Kandidaten erwogen: seine Analysen der spätkapitalistischen Kultur und Gesellschaft, seine Ästhetische Theorie und der von ihm entwickelte besondere Typ philosophischer Kritik, der unter dem Titel negative Dialektik bekannt ist. Seltener, wenn überhaupt, wird jemand die Ansicht vertreten, ein bleibender Beitrag Adornos bestehe in einer besonderen Moralphilosophie. Zwar trägt das am we…Read more
  •  6
    In der Auseinandersetzung mit der Semantik Alteuropas hat Niklas Luhmann darauf verwiesen, dass der Begriff der menschlichen Lebensform in der antiken Semantik jenen Platz besetzt hält, an dem eigentlich ein Gesellschaftsbegriff zu entwickeln wäre (I). Der Beitrag geht der Frage nach, ob der zeitgenössische Begriff der menschlichen Lebensform, der eine tragende Bedeutung in der post-wittgensteinianischen Philosophie besitzt, dadurch erhellt werden kann, dass man ihn als funktionales Äquivale…Read more
  •  1
    In diesem Essay untersuche ich (I) die irritierende Nähe von Desaster und Versprechen in Agambens Philosophie. Diese irritierende Nähe zeigt sich insbesondere daran, dass Figuren des Schlimmsten - wie etwa das nackte Leben - den erlösenden Figuren - wie etwa die Gestalt der Lebens-Form - strukturell betrachtet zutiefst verwandt sind. In einem zweiten Zug formuliere ich (II) eine Hypothese bezüglich des tieferliegenden Grundes für die betreffende Zweideutigkeit. Dieser erschließt sich, wenn wir …Read more
  •  7
    Der Beitrag untersucht (I) einige Merkmale des Gemeinschaftsdenkens bei Cavell, die sich aus seinen sprachphilosophischen Arbeiten begründen, aber bis in seine Überlegungen zum moralischen Perfektionismus hineinreichen. Der zweite Abschnitt (Il) bezieht Cavells Idee der Gemeinschaft auf Formen negativer, entwerkter, undarstellbarer Gemeinschaft im Anschluss an Blanchot. Der dritte Teil des Beitrages schließt (IlI) mit einer kurzen Notiz zum Problem der Zukünftigkeit der Gemeinschaft.
  •  3
    In einer kurzen Abhandlung über das Gedächtnis, die unter dem Namen De Memoria et Reminiscentia bekannt geworden ist, gibt Aristoteles zwei ebenso knappe wie grundlegende Bestimmungen des Gedächtnisses, deren Zusammenhang und mögliche Tragweite ich in diesem Beitrag freilege. Aristoteles schreibt in der ersten Umgrenzung seines Themas mit Blick auf den Gegenstand des Gedächtnisses: ,,Gedächtnis ist von Vergangenem". (Aristoteles 2004, 449a9 ff.) In der Charakterisierung der Art und Weise, …Read more
  •  2
    »Vom leeren Raum kan es keine Erfahrung, auch keinen Schlus auf das Object derselben geben. [... ] Der Satz [... ]: es giebt leere Räume kan nie ein weder mittelbarer noch unmittelbarer Erfahrungssatz seyn«, so hält Kant im Opus postumum fest, jenem unvollendeten >Werk<, an dem er in den letzten Lebensjahren gearbeitet hatte und das dem »Übergang von den metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft zur Physik« gelten sollte. Für diesen Übergang nun ist es eine der entscheidenden Ann…Read more
  •  2
    Schon da und noch im Kommen. Zur Zeitlichkeit des Mediums Sinn
    In Christian Kiening, Alexandra Prica & Benno Wirz (eds.), Wiederkehr und Verheißung, Chronos Verlag. 2011.
    Der Beitrag untersucht (I) die Unterscheidung von Medium und Form und erläutert, inwiefern »Sinn« im Anschluss an Luhmann als Medium verstanden werden kann. Im zweiten Schritt (II) charakterisiert der Beitrag die komplexe Zeitlichkeit des Mediums Sinn. Der dritte Teil (III) weist schließlich exemplarisch und kursorisch auf, wie sich an einzelnen Formen des Mediums Sinn seine zeitliche Medialität manifestiert. Der Punkt, auf den es dabei ankommt, ist nicht einfach die im Medium des Sinns selbst…Read more