• The creation of ad hoc international penal tribunals and of a permanent international penal court symbolizes the will to extend penal law from the national state to international relations, thus giving rise to the concept of a punitive intervention. This contribution seeks to establish whether this extension of penal law to international relations should be strictly modeled on national penal law or whether it should follow a paradigm of its own. This could well be the same paradigm, which some a…Read more
  •  1
    This contribution analyzes the views of Kant and Fichte on a topic that seems to be far removed from their main philosophical preoccupations: prostitution. Nevertheless, systematic links can be constructed between their major ethical and political presuppositions and their views on prostitution. To understand these views correctly, we must first reconstruct their views on sexuality and marriage. Only then will it become clear why they morally condemn prostitution. Yet moral condemnation does not…Read more
  •  43
    Figuren des Liberalismus
    Zeitschrift für Philosophische Forschung 54 (3): 408-424. 2000.
    Eine globale Theorie der Freiheit muß den vier großen Dimensionen der Freiheit Rechnung tragen: der ontologischen, der axiologischen, der bürgerlichen und der politischen Dimension. In diesem Beitrag sollen diese vier Dimensionen zunächst kurz vorgestellt werden, bevor wir uns dann eingehend mit der axiologischen Dimension befassen. Innerhalb dieser Dimension sollen drei Figuren des Liberalismus unterschieden werden: der Liberalismus der Unabhängigkeit, der Liberalismus der Heteronomie und der L…Read more
  •  47
  •  20
    Vorsehung
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 297-300. 2021.
    Der ausführliche Index rerum et nominorum der durch Nolla herausgegebenen historisch-kritischen Ausgabe der Démocratie erstreckt sich über mehr als 60 Seiten und dürfte mehr als 1000 Einträge umfassen, davon viele, die sich nur auf einmal auftauchende Begriffe oder Namen beziehen. Die große Abwesende in diesem Index ist die Vorsehung, so als ob es sich bei diesem Begriff um einen absolut nebensächlichen Begriff handelte, der in keiner Weise dazu beiträgt, das Tocquevillesche OEuvre zu strukturie…Read more
  •  19
    Vorurteil
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 301-304. 2021.
    Kants aufklärerischer Appell an seine Mitmenschen, den Mut zu haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen, ist als ein Aufruf zu deuten, sich aller Vorurteile zu befreien und nur solche Aussagen als wahr zu akzeptieren, die von der eigenen Vernunft bzw. vom eigenen Verstand als wahr eingesehen wurden. Dieser Appell lebt von der Hoffnung, die sich schon im Cartesischen Zweifel geäußert hatte, dass prinzipiell jeder Mensch dazu fähig ist, die Wahrheit zu erkennen. Diese trägt nämlich den Stem…Read more
  •  45
    Völkerrecht
    In Eric Hilgendorf & Jan C. Joerden (eds.), Handbuch Rechtsphilosophie, J.b. Metzler. pp. 57-60. 2021.
    Unter dem Begriff des Völkerrechts versteht man heute die rechtlichen Verhältnisse zwischen Staaten. Bis zur frühen Neuzeit bezeichnete der Begriff ius gentium allerdings ein Recht, das allen zivilisierten Völkern gemein war. Den klassischen Ausdruck dieser heute veralteten Auffassung findet man in den zu Beginn des 6. Jh.s entstandenen Institutionen Justinians.
  •  24
    Thomas Hobbes
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 114-116. 2021.
    Auch wenn man davon ausgehen kann, dass Tocqueville von Hobbes gehört hatte und dass er auch zumindest die vom englischen Philosophen vertretenen Hauptthesen kannte – etwa über Arthur de Gobineau –, so ist nicht ganz klar, ob er ein Werk von Hobbes gelesen hatte. In der ersten Démocratie erwähnt er zwar ausdrücklich den homo puer robustus, der im De Cive von Hobbes auftaucht, aber es scheint eher so zu sein, dass Tocqueville diese Hobbessche Charakterisierung des Menschen nur indirekt über Rouss…Read more
  •  24
    Tierrechte
    In Eric Hilgendorf & Jan C. Joerden (eds.), Handbuch Rechtsphilosophie, J.b. Metzler. pp. 518-522. 2021.
    Einerseits wird in vielen heutigen Staaten der Umgang des Menschen mit den Tieren rechtlich geregelt, und zwar derart, dass diese rechtliche Regelung auf ein größeres Wohl der betroffenen Tiere ausgerichtet ist. Andererseits muss aber festgestellt werden, dass die Beweislast immer noch auf den Schultern derjenigen liegt, die den Tierschutzgedanken im Rahmen des Rechtediskurses formulieren wollen, die sich also nicht damit zufrieden geben, Pflichten des Menschen gegenüber den Tieren oder gar nur,…Read more
  •  25
    Schriften über Indien
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 58-60. 2021.
    Neben Amerika und Nordafrika hat sich Tocqueville auch für den indischen Subkontinent und dessen Kultur, aber auch und besonders für die erfolgreiche und auf den ersten Blick ›geheimnisvolle‹ Kolonisierung Indiens durch die Engländer interessiert.
  •  19
    Sitten/Gewohnheiten
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 275-277. 2021.
    Auf die Frage, wie man eine politische Ordnung und die durch sie verkörperten Werte und Ideale innerhalb eines Landes bewahren kann, lassen sich grundsätzlich vier Antworten geben. Die erste behauptet, dass eine solche Bewahrung ohne jegliches menschliches Zutun geschieht und als Wirkung einer unsichtbaren Hand zu betrachten ist. Die zweite verweist auf ein durch die Menschen eingerichtetes institutionelles Gefüge, das an sich eine hinreichend stabile Struktur bildet.
  •  16
    Sozialismus
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 281-284. 2021.
    Tocquevilles Lebens- und Schaffensperiode fällt mit der ersten Blütezeit des Sozialismus zusammen, und die vor allem in den 1840er Jahren starke Präsenz sozialistischen Gedankenguts in den politischen Debatten Frankreichs gibt ihm die Gelegenheit, sich mit dem Sozialismus zu befassen und sich ganz klar von ihm zu distanzieren. Einige der wichtigsten Texte Tocquevilles zum Sozialismus sind im dritten Teil des dritten Bandes der OEuvres complètes abgedruckt.
  •  61
    Que ne pas punir, est aussi, parfois, punir
    Rue Descartes 93 (1): 44-57. 2018.
  •  35
    Politische Philosophie
    In Eric Hilgendorf & Jan C. Joerden (eds.), Handbuch Rechtsphilosophie, J.b. Metzler. pp. 92-100. 2021.
    Folgt man einer traditionellen Einteilung der Gebiete des menschlichen Handelns und der Bereiche des Guten, dann kann man sagen, dass die Moral sich mit dem Handeln und dem Guten des Einzelnen, die Ökonomie mit dem Handeln und dem Guten des Haushaltes – oikos – und die Politik mit dem Handeln und dem Guten des Staates oder der Gesamtheit der Staatsbürger befasst. Dabei gilt der Staat bzw. die polis als eine übergeordnete Einheit, deren Hauptmerkmal, zumindest bei Aristoteles, in der Autarkie bes…Read more
  •  26
    René Descartes
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 105-108. 2021.
    »Descartes, der größte Demokrat«. Auch wenn dieser Satz nicht den Weg in die Endfassung des zweiten Bandes der Démocratie gefunden hat, so fasst er doch wahrscheinlich besser als jeder andere Tocquevilles Ansichten über seinen Landsmann René Descartes und dessen Philosophie zusammen. Das erste Kapitel, in dem »die philosophische Methode der Amerikaner« vorgestellt wird, zeigt, wieso die Philosophie Descartes’ – mit der sich Tocqueville vermutlich 1834, zusammen mit seinem Freund Kergorlay, einge…Read more
  •  26
    Rechte/Würde
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 260-263. 2021.
    Wird ein Wesen als frei gedacht, so bildet diese Freiheit oft die Grundlage für die Zuschreibung einer Würde sowie bestimmter Rechte, die als Schutzschild dieser Würde und der ihr zugrunde liegenden Freiheit dienen. Insofern Tocqueville den Menschen als ein freies Wesen denkt, steht auch für ihn fest, dass der Mensch eine Würde besitzt und dass diese Würde den Besitz bestimmter Rechte impliziert. Konsequenterweise findet man an mehreren Stellen seiner Schriften dringende Appelle, nicht nur die g…Read more
  •  24
    Parteien
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 243-246. 2021.
    In Tocquevilles De la démocratie en Amérique sind drei Kapitel dem Problem der politischen Parteien gewidmet. In der ersten Démocratie untersucht der Autor zunächst die Parteien in Amerika, um dann über die politischen Vereinigungen in Amerika im Allgemeinen zu sprechen. In der zweiten Démocratie geht er auf die Verbindungen zwischen den nicht-politischen Vereinigungen und den politischen Vereinigungen ein.
  •  16
    Patriotismus
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 247-249. 2021.
    Auf den ersten Blick sieht es so aus, als könnten Liberale keine guten Patrioten sein oder werden. Der übertriebene Individualismus der Liberalen, so wird manchmal behauptet, schließt nämlich grundsätzlich aus, dass sie sich für ihr Vaterland einsetzen oder gar ihr Leben dafür opfern. Sogar wenn man in der liberalen Moral eine Pflichtenmoral sieht, so scheint diese sich auf bloße Unterlassungspflichten zu beschränken.
  •  12
    Philosophie
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 250-252. 2021.
    Wenn man das Thema der Philosophie im Werk Tocquevilles behandelt, kann man dies unter zumindest drei Gesichtspunkten tun. Man kann sich erstens die Frage stellen, ob Tocqueville sich selbst als einen Philosophen und demnach auch seine Arbeiten als philosophische Arbeiten betrachtet. Zweitens kann man sich fragen, ob sich im Werk Tocquevilles eine implizite Philosophie identifizieren lässt, wobei hier unter dem Wort »Philosophie« ein mehr oder weniger kohärentes Ensemble von allgemeinen Grundprä…Read more
  •  27
    Platon
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 136-138. 2021.
    Der 16. Band des bei Gallimard erschienenen Gesamtwerkes enthält, auf drei Seiten, Aufzeichnungen, die Tocqueville um 1836/37 über Platon gemacht hat. In Briefen an Louis de Kergorlay und Pierre-Paul Royer-Collard, beide im August 1836 in Baden verfasst, weist Tocqueville darauf hin, dass er u. a. dabei ist, Platon zu lesen. Obwohl Tocqueville die spiritualistische Grundausrichtung der Platonischen Philosophie mit ihrem strikten Dualismus gutheißt, gibt es doch einige Elemente dieser Philosophie…Read more
  •  18
    Pantheismus/Unitarismus
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 240-242. 2021.
    Der Pantheismus ist eine philosophisch-religiöse Lehre die, wie die Etymologie ihrer Bezeichnung es zeigt, Gott im Ganzen bzw. überall sieht. Gott ist demnach kein von seiner Schöpfung abgesondertes Wesen, wie es etwa die Hauptströmungen der drei großen monotheistischen Religionen behaupten, sondern er ist überall in seiner Schöpfung präsent und durchdringt diese. Er ist das Ganze der Schöpfung. Auch wenn sie sich in manchen Hinsichten ähneln, sollte der Pantheismus allerdings nicht mit dem Pane…Read more
  •  26
    Person
    In Eric Hilgendorf & Jan C. Joerden (eds.), Handbuch Rechtsphilosophie, J.b. Metzler. pp. 410-415. 2021.
    Stammt das Wort ›Person‹, so zumindest eine Erklärung seiner Etymologie, ursprünglich aus der Theaterwelt – wo es in der Antike die Maske des Schauspielers bezeichnete, durch deren Mundöffnung die Stimme ertönte –, so haben der Begriff und zum Teil auch die mit ihm verbundenen Probleme in erster Linie einen theologischen Ursprung. In der christlichen Theologie bzw. in der Christologie stellten sich nämlich schon relativ früh zwei wesentliche Fragen, wovon die erste Gott und die zweite Jesus Chri…Read more
  •  30
    Niccolò Machiavelli
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 122-125. 2021.
    Während eines zweimonatigen Aufenthalts in der Schweiz im Sommer 1836, hat Tocqueville einige kurze Aufzeichnungen zu Machiavelli gemacht, dessen Gesamtwerk er in einer in den Jahren 1823–1826 erschienenen zwölfbändigen französischen Übersetzung besaß – in seiner Bibliothek hatte er auch eine dreibändige italienische Ausgabe. Die Begegnung mit Machiavelli in der Schweiz mag zwar, wie Richter es formuliert, kurz gewesen sein, aber sie war nachhaltig, und man kann nicht nur Kimpell zustimmen, die …Read more
  •  31
    Militär/Heerwesen
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 230-232. 2021.
    Tocquevilles Auseinandersetzung mit militärischen Fragen geschieht sozusagen auf zwei Fronten, der theoretischen und der praktischen bzw. tagespolitischen. Im dritten Teil der zweiten Démocratie widmet er die fünf letzten Kapitel der militärischen Frage. Dort untersucht er, wie demokratische Gesellschaften sich gegenüber dem Krieg positionieren und wie das Heer in solchen Gesellschaften aussieht und funktioniert. Auf praktischer Front befasste sich Tocqueville mit zwei kriegerischen Episoden, in…Read more
  •  42
    Monarchie
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 233-235. 2021.
    Tocqueville kam 1805 unter dem ersten Kaiserreich zur Welt und starb 1859 unter dem zweiten Kaiserreich. Sein Studium absolvierte er unter dem restaurierten Königreich der Bourbonen, an dessen Spitze Ludwig XVIII. und dann Karl X. standen, und bekannt wurde er unter der sogenannten Julimonarchie des Bürgerkönigs Louis-Philippe. Sieht man also von den vier Jahren der zweiten Republik ab, war Tocquevilles Frankreich monarchisch. Der dynastische Wechsel des Jahres 1830 und die mit ihm einhergehende…Read more
  •  19
    Mélanges
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 86-86. 2021.
    Der XVI. Band der bei Gallimard erschienenen Gesamtausgabe trägt den Titel Mélanges und enthält eine Reihe kleinerer Schriften Tocquevilles. Der etwa 550 Seiten starke Band enthält Texte, die über eine Periode von über 30 Jahren reichen und fängt mit der 1826 vom damals 21-jährigen Tocqueville verfassten Thèse de licence de droit français an. Der Hauptteil des Bandes bilden die sogenannten Écrits académiques, Schriften, und vor allem Vorträge, die Tocqueville als Mitglied der Société académique …Read more
  •  24
    Literatur/Kunst/Architektur
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 227-229. 2021.
    Tocqueville hat sich relativ wenig mit Literatur, Kunst und Architektur befasst, und wenn er es tut, dann hauptsächlich, um den Einfluss der Demokratisierung der Gesellschaft auf diese Ausdrucksweisen des Menschen zu zeigen. Besonders relevant sind in diesem Kontext die Kapitel 9 bis 21 des ersten Teils des zweiten Bandes der Démocratie. Dabei ist zu bemerken, dass dieser erste Teil sich mit dem Einfluss der Demokratie auf die intellektuelle Bewegung in Amerika beschäftigt, dass also Tocqueville…Read more
  •  26
    Jean-Jacques Rousseau
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 139-142. 2021.
    Mit Montesquieu und Voltaire gehört Jean-Jacques Rousseau zu den französischen Autoren des 18. Jahrhunderts, die einen großen Teil der Lektürezeit des jungen Alexis de Tocqueville eingenommen und die sein Denken zumindest beeinflusst haben. In einem Brief an Louis de Kergorlay aus dem Jahr 1836, schreibt Tocqueville seinem Freund, dass es drei Menschen gibt, mit denen er jeden Tag lebt, nämlich Pascal, Montesquieu und Rousseau. Tocqueville liest diese Autoren nicht nur wegen ihrer Gedanken, sond…Read more
  •  31
    Joseph de Maistre
    In Norbert Campagna, Oliver Hidalgo & Skadi Siiri Krause (eds.), Tocqueville-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung, J.b. Metzler. pp. 102-104. 2021.
    Der in Chambéry geborene Joseph de Maistre ist, mit Louis-Ambroise de Bonald, einer der vehementesten Gegner der Französischen Revolution. Seine 1796 veröffentlichten Considérations sur la France schließen sich an Burkes Considerations on the Revolution in France an, übertreffen diese aber noch an Vehemenz, bedingt vor allem durch de Maistres ultramontane Einstellungen. In seinem posthum veröffentlichten De la souveraineté populaire setzt sich de Maistre polemisch mit Rousseaus Thesen auseinande…Read more